Gold verkaufen: Tipps gegen Preisdrücker

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Sie wollen Altgold verkaufen? Damit das nicht zum Reinfall wird, geben wir hier ein paar Tipps.

Das Wichtigste in Kürze:

  • Wenn Sie Gold verkaufen wollen, sollten Sie mehrere Angebote dafür einholen.
  • Bedenken Sie beim Versand, dass Pakete nur bis 500 Euro versichert sind.
  • Seien Sie wachsam, wenn Ankäufer zu Ihnen nach Hause kommen: Sie könnten Sie ausspionieren für spätere Einbrüche.
Goldkette und runder Anhänger in einer Hand
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Der Goldpreis bewegt sich derzeit auf einem Allzeithoch. Eine Feinunze (31,1 Gramm) kostet (Stand: September 2020) rund 1.650 Euro. Das ist interessant für Besitzer von altem Schmuck, Münzen und Barren. Andererseits lockt das auch reisende und stationäre Ankäufer an, die mit niedrigen Angeboten unerfahrene Besitzer des Edelmetalls prellen wollen. Einige versuchen das unter dem Vorwand, auch Pelze und Antiquitäten erwerben zu wollen. Das jedenfalls behaupten sie in Anzeigen, die sie zeitlich passend zu ihren Zwischenhalten schalten. Die Begutachtung der Objekte findet dabei gern auch zuhause bei den Verkäufern statt.

Doch immer wieder erreichen die Verbraucherzentrale Klagen, dass die Ankäufer Pelze und Porzellan nur in Verbindung mit einem Goldankauf akzeptieren. Obendrein seien die gebotenen Summen weit unter dem Wert der alten Schätze. Ein paar Tipps, damit ein beabsichtigter Gold-Verkauf nicht zum Reinfall wird:

Schätze vorab sichten

Bei Schmuck wird oft weder die Handwerkskunst noch der emotionale Wert vergütet, sondern meist ausschließlich der materielle Wert. Wenn Sie Schmuck oder andere Wertsachen veräußern wollen, sollten Sie deshalb vor allem auf Gravuren achten: Die Ziffern 333, 585 und 750 verweisen auf den Goldanteil in Promille. 333 zeigt an, dass ein Drittel des Gesamtgewichts aus Gold besteht. Bei Barren und Münzen wie dem Krügerrand ist der Goldgehalt festgelegt. Ankaufpreise dafür schwanken tagesaktuell kaum und lassen sich über Vergleichsportale online einsehen.

Vergleichsangebote einholen

Weisen die Schätze keine Gravuren auf, kann eventuell ein örtlicher Edelmetall-Händler oder Juwelier bei der Wertermittlung helfen. Diese können den Feingehalt an Gold mittels einer Strichprobe ermitteln. Allerdings sollten Sie sich nicht nur auf eine Schätzung verlassen, sondern auch die Konkurrenz befragen. Denn Ankauf-Angebote können deutlich unterschiedlich ausfallen.

Fallen beim Internetverkauf

Auch per Internet lässt sich Güldenes veräußern. Risiko behaftet ist hierbei der Versand zum Aufkäufer. Denn Pakete sind zumeist nur bis 500 Euro versichert. Stecken höhere Werte im Paket, können Sie bei Verlust leer ausgehen. Auch hier gilt: Sie sollten den Wert einschätzen können, um gegen niedrige Aufkauf-Angebote gewappnet zu sein. Rechtlich heikel kann es zudem werden, falls Internethändler den gesendeten Goldbarren als unecht deklarieren und ein Plagiat zurückgeschickt wird.

Vorsicht Hausbesuch

Wer unbekannte Aufkäufer ins Haus lässt, sollte sich der Risiken bewusst sein. So können Laien eventuelle Geldgebote nicht kompetent beurteilen. Zu rechnen ist auch mit der Frage, ob noch andere Wertgegenstände vorhanden seien. Seien Sie misstrauisch: Sie könnten ausgespäht werden.

Gutachter

Für Besitzer größerer Mengen an Gold und Geschmeide kann es sich lohnen, zur Sicherheit einen professionellen Gutachter mit der Wertermittlung zu beauftragen. Nachteil: Der Experten-Service kostet.