Mangelernährung praktisch begegnen

Stand: 08. Juni 2026

Kleine Veränderungen können viel bewirken: Im Kochworkshop der Vernetzungsstelle Seniorenernährung NRW erhielten die Teilnehmenden praktische Anregungen, um Mangelernährung im Alter vorzubeugen bzw. zu begegnen.

eigenes Foto

Mangelernährung ist im Alter weit verbreitet und bleibt dennoch häufig unerkannt. Wie sich die Energie- und Proteinversorgung älterer Menschen verbessern lässt, stand im Mittelpunkt des Kochworkshops „Mangelernährung – Neue Impulse für die Seniorenverpflegung“ der Vernetzungsstelle Seniorenernährung NRW.

Ausgangspunkt war das Fallbeispiel einer 86-jährigen Seniorin, bei der nach einem Umzug in eine stationäre Einrichtung eine Mangelernährung festgestellt wurde. Gemeinsam betrachteten die Teilnehmenden die Ursachen und Folgen einer unzureichenden Nahrungsaufnahme und erarbeiteten, welcher Energie- und Proteinbedarf für eine bedarfsgerechte Versorgung erforderlich ist.

Im praktischen Teil stellte Ernährungsexperte Rudolf Paulson alltagstaugliche Möglichkeiten vor, Speisen und Zwischenmahlzeiten energie- und proteinreicher zu gestalten. Gemeinsam bereiteten die Teilnehmenden eine beispielhafte Tagesverpflegung zu – von Frühstück und Zwischenmahlzeiten bis zum Hauptgericht. Dabei wurde deutlich, wie sich herkömmliche Rezepte mit Lebensmitteln wie Hülsenfrüchten, Milchprodukten, Nüssen, Saaten und hochwertigen Pflanzenölen aufwerten lassen.

Darüber hinaus sammelten die Teilnehmenden Ideen, wie Appetit und Essfreude gefördert werden können. Eine angenehme Essatmosphäre, gemeinsames Essen, individuelle Vorlieben und kleine, bedarfsgerechte Portionen spielen dabei eine wichtige Rolle.

Die zentrale Erkenntnis des Workshops: Bereits kleine Anpassungen von Rezepturen, Zwischenmahlzeiten und Speiseangeboten können dazu beitragen, die Energie- und Proteinversorgung älterer Menschen zu verbessern und einer Mangelernährung vorzubeugen.