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Cookies kontrollieren und verwalten

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"Unsere Seite nutzt Cookies, um Ihnen ein optimales Surferlebnis zu bieten" - mit diesen oder vergleichbaren Worten weisen viele Internetseiten auf den Einsatz von sogenannten "Cookies" hin.

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Unter "Cookies" versteht man kleine Textdateien, die beim Besuch einer Webseite auf dem Gerät platziert werden und beim nächsten Besuch eben dieser Webseite Informationen an die entsprechenden Unternehmen übermitteln. Innerhalb dieser Textdatei können Daten wie Nutzereingaben, E-Mail, Passwort, IP-Adresse, Spracheinstellungen, Warenkorbinhalte usw. gespeichert und später ausgelesen werden. So werden Shopping-Kunden bei wiederholtem Besuch einer Seite wiedererkannt und diese Internetseite kann sich an getroffene Eingaben, wie z.B. Waren im Warenkorb, "erinnern".

Cookies werden zum einen von den Unternehmen, deren Seiten man besucht, jedoch auch von einer Vielzahl anderer Unternehmen - so genannten Drittanbietern - platziert. Der Umfang der übertragenen Daten und insbesondere die Vielzahl der Unternehmen, die diese Daten automatisch erhalten, sind für Nutzer schwer nachvollziehbar. Mit Hilfe von Cookies wird es so möglich, das Surfverhalten jedes Nutzers über Jahre zu verfolgen ("Tracking"). Besuchte Seiten, deren Inhalte und somit Interessenschwerpunkte des Nutzers, Bildungsstatus, finanzielle Hintergründe wie auch Häufigkeit und Dauer von Internetbesuchen des einzelnen Nutzers werden hier transparent. Werden diese Informationen zusammengefügt und u. a. zu Werbezwecken professionell vermarktet, spricht man von Profilbildung oder "Profiling". Je detaillierter sich ein solches Profil darstellt, umso höher ist der monetäre Wert des jeweiligen Nutzerprofils.

Beim Surfen im Internet gibt es jedoch mehrere Möglichkeiten, einem solchem "Tracking" vorzubeugen bzw. es deutlich zu reduzieren: Man kann diverse Einschränkungen vornehmen, mit denen man Cookies verwalten und reduzieren kann. So sollte man regelmäßig die Cookies in den Browsereinstellungen auf allen Geräten unter "Datenschutz" oder "Inhaltseinstellungen" löschen - bestenfalls nach jedem Surfen im Netz, mindestens jedoch einmal monatlich. Alternativ zum manuellen Löschen kann man im Browser unter "Einstellungen/Datenschutz" einstellen, dass die Cookies nach jeder Sitzung automatisch gelöscht werden. Wer nach jeder Internetsitzung seine Cookies löscht, sorgt dafür, dass auch die Drittanbieter bei jeder neuen Sitzung einen neuen Cookie setzen müssen. Eine dauerhaftes Tracking und die Analyse der Daten kann somit auf diese Art und Weise nicht mehr erfolgen. Einziger Nachteil zu Lasten der Bequemlichkeit ist, dass ein Eingeloggt-Bleiben in den unterschiedlichen Diensten wie Sozialen Netzwerken oder Online-Shops über eine Sitzung hinaus nicht mehr möglich ist. Man muss sich dann jedes Mal neu einloggen. Dies ist aber ohnehin ratsam, um einen Missbrauch der Online-Zugänge durch unbefugte Dritte zu vermeiden. Außerdem empfiehlt es sich, in den Einstellungen unter dem Menüpunkt "Datenschutz" / "Cookies von Drittanbietern akzeptieren" die Optionen "nie akzeptieren" bzw. für Safari-Nutzer unter dem Menüpunkt "Cookies blockieren" die Option "Von aktueller Website erlauben" auszuwählen. Es macht keinen Sinn, alle Cookies grundsätzlich abzulehnen, da beispielsweise die Funktion eines Warenkorbs beim klassischen Online-Shopping über einen Cookie funktioniert und damit auch ausgeschaltet wäre.

Mit der Installation eines kostenlosen Anti-Tracking-Programms wie zum Beispiel "Privacy Badger" kann man einen Eindruck über die Vielzahl der Unternehmen bekommen, die beim Besuch jeder einzelnen Webseite Cookies und Tracker platzieren bzw. einsetzen und deren Einsatz einschränken.

In der Kombination der oben dargestellten Verwaltung der Cookie-Einstellungen und der Installation eines Anti-Tracking-Programms kann man den Schutz seiner Nutzerdaten verbessern. Sofern der Browser die Option des Anonymen Modus anbietet ‒ auch "Inkognito-Modus" genannt ‒, ist eine Nutzung dieser Option empfehlenswert, wenn man auch darüber hinaus möglichst wenig Spuren hinterlassen möchte und zum Beispiel keinen Browserverlauf wünscht. Die in einigen Browsern befindliche Option "Do Not Track" bietet leider nur begrenzten Schutz, da es sich hierbei bisher um eine unverbindliche Empfehlung an die Unternehmen handelt, die Nutzer nicht zu "tracken" und keine Daten zu erheben.

  • Regelmäßig über die Browsereinstellungen die gespeicherten Cookies auf den Geräten löschen oder den Browser so einstellen, dass die Cookies nach jeder Sitzung automatisch gelöscht werden.
  • Cookies in den Browser-Einstellungen verwalten und die zum Cookie-Setzen berechtigten Webseiten , insbesondere von Drittanbietern, einschränken.
  • Anti-Tracking-Programme wie zum Beispiel "Privacy Badger" installieren.