Recycling von Verpackungen: Wertstoffe für den Müll richtig trennen

Stand: 22. Juli 2026

In Deutschland werden mehr Verpackungen gebraucht als im europäischen Durchschnitt. Hersteller und Händler könnten Verpackungsabfälle verringern – etwa durch Mehrwegsysteme. Unvermeidbare Verpackungen sollten recycelt werden. Hier sind Tipps der Verbraucherzentrale NRW zur Mülltrennung.

Das Wichtigste in Kürze:

  • Wenn alle beim Entsorgen richtig trennen, gelingt das Recyceln leichter. Richtig getrennt können die meisten Verpackungen nämlich gut recycelt werden.
  • Die meisten Verpackungen wie Dosen, Folien, Plastikbecher und Getränkekartons gehören in die gelbe Tonne.
  • Pappe und Papierverpackungen sollten im Altpapier entsorgt werden, wenn sie nicht stark verschmutzt sind.
  • Glaskonserven und Flaschen gehören ins Altglas.

Kartons, Marmeladengläser und Weinflaschen, Konservendosen und Plastikbehälter: Weil sie aus wertvollen Rohstoffen bestehen, sind Verpackungen aus diesen Materialien kein Abfall, sondern können recycelt und wiederverwendet werden. Um diesen Verwertungskreislauf stärker in Gang zu bringen und am Laufen zu halten, sieht die europäische Verpackungsrichtlinie vor, dass Verpackungen besser recyclebar sein müssen und dass für die Herstellung auch Recyclingmaterial benutzt werden muss. Um Müll zu vermeiden sind aber auch die Förderung von Mehrwegsystemen und Abfallvermeidungsmaßnahmen vorgesehen.

Aber nur was richtig getrennt wurde, wird auch recycelt. Deshalb ist es wichtig, dass alle mithelfen! Landet eine Verpackung zum Beispiel in der Restmülltonne, wird sie einfach verbrannt. Das Material geht verloren.

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Grundregel für die Mülltrennung bei Verpackungen

Glas gehört in die Container, Papier in die Papiertonne (sofern vorhanden, ansonsten in Altpapiercontainer) und alle anderen Verpackungen dürfen in den gelben Sack, die gelbe Tonne oder in die Wertstofftonne, falls vor Ort eine vorhanden ist. Verpackungen müssen nur löffelrein oder ohne Inhaltsreste sein – es muss keine Verpackung ausgespült werden.

Glas

Hierbei ist die Trennung nach Farben von Weiß- und Braunglas ganz wichtig, damit wieder Glasflaschen und -gläser in gleicher Farbe daraus produziert werden können. Grünglas darf mit anderen Farben gemixt und recycelt werden. Das heißt, blaue oder andere Glasfarben können auch mit in den grünen Container. Deckel und Schraubverschlüsse müssen vor dem Wurf in die Container nicht entfernt werden.

Serviceverpackungen

Gemeint sind hier Coffee-to-go-Becher, Take-away-Boxen vom Imbiss, Käsepapier und so weiter. Diese Verpackungen dürfen in den gelben Sack oder die gelbe Tonne. Brötchentüten – egal ob mit oder ohne Folie – gehören ins Altpapier.

Drei-Komponenten-Behälter

Joghurtbecher etwa, die aus Kunststoffbecher mit Papiermantel und Aludeckel bestehen, benötigen zur Entsorgung etwas mehr Aufwand, damit alle Materialien komplett wiederverwertet werden können. Der Papiermantel gehört ins Altpapier. Der Aludeckel muss vom Kunststoffbecher gelöst werden. Beide gehören voneinander getrennt in den gelben Sack oder die gelbe Tonne.

Verbundmaterialien (Getränkekartons, beschichtete Pappe)

Wer bei Papierverpackungen unsicher ist, ob sie aus unterschiedlichen Materialien bestehen, sollte das Material langsam einreißen. Dann zeigt sich, ob noch eine Kunststoffschicht auf dem Papier ist. Mit Kunststoff ist die gelbe Tonne die richtige Auffangstation, ansonsten sollte die papierene Umhüllung in die Papiertonne.

Was passiert mit den Abfällen in den Tonnen und Containern?

Kunststoffe können, vor allem wenn sie in den Sortieranlagen nach Sorten getrennt werden, zu neuen Produkten oder Verpackungen verarbeitet werden. Dies spart Erdöl ein. Gerade beim Kunststoffrecycling könnten Hersteller durch die Beschränkung auf wenige Kunststoffe dazu beitragen, dass mehr wiederverwertet werden kann und nicht verbrannt wird.

Altglas ist der wichtigste Rohstoff für die Glasindustrie. Glas lässt sich immer wieder recyceln, wenn es richtig sortiert im Altglascontainer landet. Auch Altpapier ist für die deutsche Papierindustrie der wichtigste Rohstoff, der bis zu 20-mal erneut zu Recyclingpapier verarbeitet werden kann. Das spart Holz, Wasser und Chemikalien bei der Produktion.

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