Vorsicht bei KI-Recherche

Stand: 19. Juni 2026

Die neuen Möglichkeiten der künstlichen Intelligenz (KI) sind verlockend, bergen allerdings auch Risiken. Worauf Sie bei der Recherche achten sollten.

  • Setzen Sie auf seriöse Quellen und aktuelle Zahlen - bei KI-Ergebnissen ist nicht immer ersichtlich, woher die Informationen stammen und wie alt sie sind.
  • Prüfen Sie die KI-Ergebnisse auf Plausibilität und wägen Sie ab, ob Sie das Risiko einer Falschinformation von der KI eingehen wollen.
  • Bedenken Sie, dass die KI nicht alle Ihre individuellen Gegebenheiten berücksichtigen und keine persönliche Beratung ersetzen kann.

Wie praktisch, dass die Online-Recherche durch Künstliche Intelligenz (KI) noch einmal vereinfacht wurde: Selbst auf komplexe Suchanfragen bekommt man schnell eine übersichtliche Antwort – ob nun konkret eine KI-Anwendung oder eine gängige Suchmaschine zum Einsatz kommt.

Die neuen Möglichkeiten sind verlockend, bergen allerdings auch Risiken:

Fehlende Quellenangabe

Die Suchergebnisse werden häufig ohne Einordnung dargestellt. Das kann dazu führen, dass eine Information wie ein Fakt aussieht, obwohl sie die Meinung eines Einzelnen ist oder von der KI frei erfunden sein kann. Die fehlenden Quellenangaben machen es schwer bis unmöglich, nachzuprüfen, von wem die Informationen stammen und ob sie vertrauenswürdig sind. 

Keine Differenzierung zwischen Werbung und Information

KI-Modelle nutzen alle Informationen, die ihnen zur Verfügung stehen, ohne dabei zwischen Werbeversprechen und unabhängiger Information zu unterscheiden. Vor der Entscheidung zu einer großen finanziellen Investition, wie es eine Wärmepumpe oder eine Solaranlage sind, sollten Sie daher nicht allein auf die Aussage der KI vertrauen.

Veraltete Zahlen und Fakten

KI-Modelle spielen möglicherweise auch Informationen aus, die durch neue technische Entwicklungen oder gesetzliche Änderungen überholt sind. Im Kontext der erneuerbaren Energien kann das leicht zu einer Fehleinschätzung führen.

Falschinformationen

Es kommt vor, dass ein KI-generiertes Ergebnis schlichtweg falsch ist. Das wird dann häufig auch als "Halluzination" bezeichnet. In den meisten Fällen werden dabei einzelne Informationen falsch kombiniert oder KI-generierte Informationen frei erfunden. 

Denn KI-Modelle sind darauf ausgelegt, Worte aneinanderzureihen, die statistisch gesehen zueinander passen. Dabei kann es passieren, dass die KI Sätze einfügt, deren Inhalt nicht auf realen Daten oder Ereignissen beruht und damit auch nicht wahr ist. Gängige KI-Modelle sind Sprachmodelle, die plausibel wirkende Sätze formulieren, ohne die Logik dahinter prüfen zu können. 

Fazit zur KI-Recherche

Es gibt viele Fälle, in denen die Suche mit KI gut funktioniert. Seien Sie sich allerdings ihrer Schwächen bewusst und wägen Sie ab, für welche Fragen sie das Risiko von Fehlinformationen eingehen wollen. Wenn es um Inspiration für das Abendessen oder den neuen Haarschnitt geht, fällt die Entscheidung vielleicht anders aus als bei einer großen Investition, die zudem von vielen individuellen Faktoren abhängt. 

Beim Umstieg auf Erneuerbare Energien muss eine Vielzahl von individuellen Faktoren berücksichtigt werden. Dazu zählen die Gegebenheiten in Ihrem Gebäude, die Energieversorgung, die technischen Möglichkeiten sowie Ihre Lebenssituation, regionale Besonderheiten, gesetzliche Vorgaben und aktuelle Förderrichtlinien. 

Die Energieberatung der Verbraucherzentrale nimmt diese komplexen Zusammenhänge in den Blick und berät Sie unabhängig.

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