Podcast: Meine erste Wohnung - Das Wohnen
Im vierten Teil unserer Podcast-Reihe „Meine erste eigene Wohnung“ erfahren Schüler:innen ab Klasse 9, wie sie gesund und sparsam kochen.
Weiterführender Link zur Folge:
Nutzen Sie als Ergänzung unsere Bildungsmaterialien:
- Checkliste: Worauf muss ich beim Umzug achten?
- Mein Energieführerschein: startklar für die erste eigene Wohnung (Schwerpunkt: Energie)
- Die erste Wohnung: die wichtigsten Tipps für Suche und Mietvertrag (Schwerpunkt: Finanzen)
Die gesamte Folge zum Nachlesen
[Intro 0:04]
Die Verbraucherzentrale NRW präsentiert „V macht schlau“, der Wissenspodcast für Schülerinnen und Schüler.
[Marie 0:13]
Hallo zusammen, schön, dass ihr wieder mit dabei seid. Sag mal, hattest du es auch schon mal, dass deine Handyrechnung nicht gepasst hat? Oder wolltest du vielleicht immer schon mal wissen, was eigentlich eine Haftpflichtversicherung ist? Vielleicht hattest du auch schon mal Probleme beim Umtausch von deinen neu gekauften Klamotten? Für solche Sachen ist die Verbraucherzentrale NRW da. In unseren Beratungsstellen helfen wir dir da ganz unkompliziert weiter. Ich heiße Marie und in unserem letzten Teil unserer Podcast-Reihe „Meine erste eigene Wohnung“ sind wir wieder bei Juri. Mittlerweile hat er sich echt gut in seiner neuen Wohnung eingelebt. Nächste Woche geht schon die Uni los. Vorher will er sich noch bei Selma und Lukas für die Hilfe beim Umzug bedanken. Deshalb hat er die beiden heute zum Essen eingeladen. Sie wollen was zusammen kochen.
[Juri 1:04]
So, ich habe noch Kartoffeln, Karotten und Sahne. Kann man daraus irgendwas kochen?
[Selma 1:09]
Ja, bestimmt. Vielleicht irgendeinen Auflauf?
[Lukas 1:11]
Ja, Auflauf geht immer. Sind die Sachen denn noch gut?
[Juri 1:14]
Hä, ja klar, warum nicht?
[Lukas 1:15]
Bei mir werden die Sachen immer irgendwie relativ schnell schimmelig. Ich muss dauernd was wegwerfen und weiß echt nicht, woran das liegt.
[Selma 1:21]
Vielleicht musst du die Sachen anders lagern. Bei uns am Kühlschrank hängt ein Flyer mit einem Lagerungs-ABC. Da steht drauf, wie welche Lebensmittel gelagert werden müssen, damit sie nicht so schnell schlecht werden. Früher zum Beispiel habe ich die Gurken immer in den Kühlschrank gepackt, aber eigentlich ist es da viel zu kalt.
[Juri 1:36]
Was? Gurken kommen bei mir immer in den Kühlschrank. Aber die halten sich doch trotzdem recht gut. Also meistens kann man Sachen ja sowieso noch essen, auch wenn sie schon abgelaufen sind. Das Mindesthaltbarkeitsdatum gibt ja nur an, bis wann die Sachen mindestens haltbar sind. Und wenn sie danach noch gut aussehen, riechen und schmecken, kann man ja zum Beispiel auch einen Joghurt oder so noch essen.
[Lukas 1:54]
Ja, eh klar. Nur bei Fleisch und Fisch muss man halt aufpassen. Auf der Verpackung ist ja kein Mindesthaltbarkeitsdatum angegeben, sondern ein Verbrauchsdatum. Das gibt an, bis wann du das Produkt mindestens verbraucht haben musst. Und danach sollte man das echt nicht mehr essen, das kann fies ins Auge gehen.
[Selma 2:11]
Ich habe am Anfang voll oft viel zu viel gekocht und hatte dauernd Nudeln übrig. In meiner WG gab es aber zum Glück jemanden, der immer alle Reste aufgegessen hat.
[Lukas 2:18]
Uh ja, das Problem kenne ich. Das ist mir auch voll oft passiert. Mein Bruder hat mir deshalb ein Kochbuch geschenkt, in dem richtig viele Rezepte drinstehen, was man aus Resten von Lebensmitteln noch so alles machen kann. Das war echt praktisch.
[Juri 2:29]
Ah ok. Ja, ich mache mir mittlerweile einen Wochenplan und überlege halt, wie oft ich zu Hause esse und was ich wann koche. Seitdem habe ich zum Glück eigentlich selten was übrig. Also eigentlich fast gar nichts.
[Lukas 2:38]
Und zur Not kann man ja auch immer noch zum Foodsharing gehen.
[Juri 2:41]
Was ist denn Foodsharing?
[Lukas 2:42]
Das ist eine Initiative, die sich gegen Lebensmittelverschwendung einsetzt. Also es ist ja so, dass jeder Mensch in Deutschland ungefähr 235 Euro an Lebensmitteln pro Jahr wegwirft. Beim Foodsharing muss man sich einfach nur anmelden und kann dann eigene Lebensmittel anbieten oder Lebensmittel von anderen bekommen, die sonst weggeworfen werden. Hier um die Ecke ist auch ein Verteilzentrum, da gehe ich ziemlich oft hin.
[Juri 3:04]
Was? Richtig cool. Und es kostet gar nichts?
[Lukas 3:07]
Ne, das ist ja das Gute daran. Das ist komplett kostenlos. Alle Leute arbeiten ehrenamtlich und für die Lebensmittel muss man auch nichts bezahlen. Das spart echt auch eine Menge Geld und man tut nebenbei natürlich auch noch was Gutes.
[Juri 3:18]
Ah, fürs Geld sparen habe ich seit ein paar Wochen eine Budget-App. Da ist mir zum Beispiel das erste Mal aufgefallen, für wie viel Geld ich jeden Monat Pizza bestelle. Richtig krass.
[Selma 3:27]
Eine Budget-App? Wie funktioniert das?
[Juri 3:30]
Naja, du schreibst einmal deine ganzen Einnahmen auf, also zum Beispiel dein Ausbildungsgehalt oder BAföG oder eventuell Geld, was du durch einen Nebenjob verdienst und vielleicht noch dein Kindergeld. Und dann gibst du an, wie viel feste Ausgaben du hast, sowas wie Miete, Strom, Versicherung und deinen Handyvertrag natürlich nicht vergessen. Und dann rechnet dir die App dein verfügbares Budget für den Monat aus. Und wenn du Geld ausgibst, notierst du das dann einfach in der App und siehst dann direkt, wie viel Geld du noch übrig hast.
[Lukas 3:55]
Boah, ich glaube, so eine App wäre voll mein Ding. Ich würde automatisch sparen, weil ich auf keinen Fall auf null kommen will. Das wäre dann so meine Challenge.
[Juri 4:03]
Ja, probier es doch mal aus. Also mir hat es echt geholfen. Ich konnte so zum Beispiel herausfinden, dass ich 170 Euro im Monat für Essen ausgebe. Genau der Durchschnitt. Und ich weiß jetzt auch, dass ich genug Geld habe, um mich beim Fitnessstudio anzumelden. Richtig gut.
[Selma 4:15]
Sag mal, also ich habe schon mega Hunger. Wollen wir vielleicht anfangen zu kochen?
[Juri 4:19]
Ja, können wir machen. Völlig vergessen.
[Lukas 4:21]
Ja, gerne. Lass mal den Auflauf anfangen.
[Marie 4:28]
So eine Budget-App ist eine richtig coole Sache, weil man immer weiß, wie viel Geld man zur Verfügung hat. Jetzt muss Juri nur noch ein bisschen sparen, damit er auch mal spontan Geld ausgeben kann, falls mal irgendwas Wichtiges kaputt geht, wie der Laptop oder die Waschmaschine. Wenn ihr auch Geld sparen wollt, probiert doch mal das Foodsharing aus. Ihr rettet damit Lebensmittel vor der Mülltonne und bekommt kostenlos richtig gutes Essen. Und auch wenn es nervig klingt, selber kochen ist immer noch am günstigsten. Damit ihr passend Lebensmittel einkauft, ist es gut, einen Wochenplan zu machen. Um die Einkäufe lange haltbar zu machen, solltet ihr sie auf jeden Fall richtig lagern. Dafür haben wir euch in die Beschreibung den Link zum Lagerungs-ABC gepackt.
Damit sind wir jetzt am Ende unserer vierteiligen Podcast-Reihe zum Thema Meine erste eigene Wohnung angekommen. Wir hoffen, wir konnten euch einige hilfreiche Tipps mit an die Hand geben, sodass ihr jetzt bestens gewappnet seid, um euch auf die Suche nach eurer eigenen ersten Wohnung zu machen. Hört euch gerne nochmal unsere anderen Episoden an oder klickt euch durch unsere Infoseiten. Viel Spaß dabei!