Journalistenpreis der Verbraucherzentrale NRW

Stand: 29. September 2026

Am 29. September 2026 hat die Verbraucherzentrale NRW in Düsseldorf ihren diesjährigen Journalistenpreis verliehen. In fünf Kategorien waren insgesamt 14 Beiträge nominiert. Seit 2022 wählt eine unabhängige Jury preiswürdige Medienbeiträge zu Verbraucherthemen aus, um Qualitätsjournalismus sichtbar zu machen und Verbraucherrechte zu stärken.

„Wir freuen uns über die erneut hochklassigen Einreichungen“, sagt Wolfgang Schuldzinski, Vorstand der Verbraucherzentrale NRW. Die nominierten Beiträge analysieren existenzielle Probleme wie Überschuldung, Pflegekosten oder Wohnungsnot, aber auch PFAS-Belastung, irreführende Gesundheitswerbung und Finanzbetrug. „Qualitätsjournalismus kann Verbraucherrechte stärken, denn gut recherchierte Informationen helfen Verbraucher:innen dabei, problematische Angebote zu erkennen und sich vor Falschinformationen oder unnötigen Produkten zu schützen.“

Ausgezeichnet werden Beiträge mit NRW-Bezug, die Verbraucherprobleme in besonderer Herangehensweise, investigativer Eigenleistung oder außergewöhnlicher Darstellung aufgreifen und bestenfalls auch Hilfestellung für Betroffene bieten. Pro Kategorie gibt es 2.000 Euro Preisgeld, gefördert aus Mitteln des Fördervereins der Verbraucherzentrale NRW („Wir Verbraucher in NRW“).

Die Preisträgerinnen und Preisträger 2026

Bilder von der Preisverleihung und Links zu den Siegerbeiträgen

Die Nominierungen

Kategorie Print / Online:

  • Nils Heck / Lea Hampel (Süddeutsche Zeitung) für den Beitrag „Die eine glaubt an die Schufa. Die andere nicht.“
  • Niklas Hoyer (WirtschaftsWoche) für den Beitrag „Klick in den Ruin“
  • Julia Leonhardt / Philipp Frohn (WirtschaftsWoche) für den Beitrag „Was du heute kannst besorgen“ 

Kategorie Video: 

  • Hanna Beckmann / Lars Tepel (WDR) für den Beitrag „ECHT? - Snus: das neue Geschäft der Nikotin-Industrie“
  • Berit Kalus / Melanie Schoepf / Jana Heck (WDR) für den Beitrag „Falsche Diagnosen: Böse Überraschung in deiner Krankenakte“
  • Dorothee Werkman / Lars Tepel (WDR) für den Beitrag „ImmoScout: Wird Vertrauen zur Falle?“ 

Kategorie Audio: 

  • Alexandra Duong (Deutschlandfunk) für den Beitrag „Chemikalien - Wie PFAS das Trinkwasser belasten“
  • Jonathan Focke / Maximilian Doeckel / Sophie Kuhlmann (WDR/Science Cops) für die Podcast-Folge „Die Akte LaVita: 100 Euro für Gemüsesaft!?“
  • Mathias von Lieben (Deutschlandfunk) für den Beitrag „Insekten als Lebensmittel – Tabu oder Problemlöser?“ 

Kategorie Lokaljournalismus: 

  • Sebastian Fobbe (RUMS, Münster) für den Beitrag „Der neue Mietspiegel: Was er aussagt und was nicht“
  • Verena Kensbock / Philip Zeitner (Rheinische Post, Düsseldorf) für den Beitrag „Das Wohn-Dilemma“
  • Maximilian Nowroth (Rheinische Post, Düsseldorf) für den Beitrag „Centrum-Insolvenzen schädigen Kleinanleger“ 

Kategorie Nachwuchs: 

  • Anna Niere (RUMS, Münster) für den Beitrag „Mann über Bord“
  • Bjarne Overkott (RUMS, Münster) für den Beitrag „Tiefer geht's nicht“

Die Ausschreibung

Bewerbungsfrist

Bewerbungen für den Journalistenpreis der Verbraucherzentrale NRW 2026 waren bis 30. April 2026 möglich. Es konnten Beiträge eingereicht werden, die im Zeitraum zwischen dem 1. November 2024 und dem 30. April 2026 erstmalig erschienen sind.

Beiträge

Autor:innen können maximal zwei Beiträge einreichen und müssen sich pro Beitrag für eine der vier Kategorien "Print/Online", "Video", "Audio" oder "Lokaljournalismus" entscheiden. Einreichungen von Autor:innen bis 30 Jahren, Volontär:innen oder Studierenden starten automatisch zusätzlich in der Kategorie "Nachwuchspreis".

NRW-Bezug

Die eingereichten Beiträge müssen einen NRW-Bezug aufweisen. Konkret heißt das:

In den Kategorien "Print/Online", "Video", "Audio" sowie "Nachwuchspreis" müssen die Beiträge über ein NRW-Medium veröffentlicht worden sein oder NRW sollte als inhaltlicher Fokus klar erkennbar sein.

In der Kategorie "Lokaljournalismus" ist Voraussetzung, dass die Beiträge in einem NRW-Medium oder der NRW-Lokalausgabe eines Mediums veröffentlicht worden sind.

Preisgeld

Der Preis ist mit insgesamt 10.000 Euro dotiert, gefördert von "Wir Verbraucher in NRW", dem Förderverein der Verbraucherzentrale NRW. Die Preisverleihung findet am 29. September 2026 in Düsseldorf statt.

Die Bewertungskriterien

  • Verständlichkeit: Der Beitrag verdeutlicht eine bestimmte Problematik für eine breite Öffentlichkeit anschaulich, verständlich und fachlich korrekt.
  • Rechercheleistung: Der Beitrag stützt sich nicht nur auf externe Quellen oder vorhandene Pressemitteilungen, sondern enthält und verarbeitet auch eigenständig recherchierte Fakten.
  • Verbraucherrelevanz: Der Beitrag beleuchtet ein aktuelles und/oder relevantes Thema und/oder deckt Verbraucherbenachteiligung in der Gesetzgebung oder bei Anbietern auf.
  • Sachlichkeit: Der Beitrag übertreibt nicht und schürt nicht mutwillig Ängste.
  • Journalistisches Handwerk: Der Beitrag ist spannend aufgebaut und optisch/akustisch/sprachlich ansprechend umgesetzt

Die Jury

Die Jury, die über die Preisvergabe entscheidet, setzt sich aus renommierten Fachleuten unterschiedlicher Bereiche zusammen. Für den Journalistenpreis 2026 sind dies:

Melanie Imenkamp, WDR

Redaktionsleiterin der Sendungen Markt, Servicezeit und Plusminus, stellvertretende Abteilungsleiterin Programmgruppe Wirtschaft und Verbraucher beim WDR und Poolmanagerin für die "Latente Aktualität" im ARD-Kompetenzcenter Verbraucher.


Joachim Frank, Kölner Stadt-Anzeiger

DuMont-Chefkorrespondent und Mitglied der Chefredaktion beim Kölner Stadt-Anzeiger, als Autor auch für das Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) tätig. Von 2009 bis 2011 Chefredakteur der Frankfurter Rundschau. 2021 "Journalist des Jahres" in der Kategorie Reportage regional. 2014, 2017 und 2022 ausgezeichnet mit dem Wächterpreis der Tagespresse.


Andrea Hansen, DJV NRW

Freie Journalistin und die erste Frau an der Spitze des DJV NRW. Seit April 2023 Landesvorsitzende des Deutschen Journalistenverbandes (DJV) NRW. Sie arbeitet crossmedial unter anderem für den WDR, schreibt für Magazine und moderiert Veranstaltungen.


Prof. Dr. Barbara Brandstetter, Hochschule Neu-Ulm

Seit 2011 Professorin für Wirtschaftsjournalismus an der Hochschule Neu-Ulm, langjährige Wirtschafts- und Finanzjournalistin und Vorsitzende im Verwaltungsrat der Stiftung Warentest.


Dr. Günther Horzetzky

Mitglied des Fördervereins "Wir Verbraucher in NRW" sowie des Verwaltungsrates der Verbraucherzentrale NRW, ehemaliger Staatssekretär im Bundesarbeitsministerium und NRW-Wirtschaftsministerium, zuvor Sozialreferent der Deutschen Botschaft in Washington.


Bewerbung

Die nächste Ausschreibung ist für 2028 geplant.

Kontakt

Sie haben Fragen oder Anmerkungen zum Journalistenpreis der Verbraucherzentrale NRW? Sie erreichen uns per Mail oder telefonisch:

journalistenpreis@verbraucherzentrale.nrw
Tel.: 0211-91380-1101