Alle Preisträger:innen des Nachwuchspreis MehrWert NRW

Stand: 05. November 2025

Diese Projekte haben die Jury überzeugt – und zeigen, wie Zukunft geht: ressourcenschonend, alltagstauglich und voller MehrWert.

Preisträger:innen 2025

Alexandra Plewnia (Hauptpreis), Studiengang: M. Sc. Textile Produkte, Hochschule Niederrhein, Projekt: Octogarn – flourfreies Hightech-Garn für Textilien

Für ihre Entwicklung "Octogarn" wurde Alexandra Plewnia mit dem Nachwuchspreis MehrWert NRW 2025 ausgezeichnet. Die Textilfaser ist fluorfrei, hochfunktional – und ein starkes Statement für umweltverträgliches Design. "Octogarn" bietet wasserabweisende Eigenschaften ohne die Nutzung umweltschädlicher Chemikalien. Es eignet sich für Outdoor- und Sporttextilien ebenso wie für Interior-Anwendungen. Das Projekt adressiert ein zentrales Feld der Ressourcenschonung: Textilien zählen zu den besonders rohstoffintensiven Produktgruppen – und nachhaltige Materialalternativen wie Octogarn sind entscheidend für eine zukunftsfähige Kreislaufwirtschaft.

Leon Blanckart (Hauptpreis), Studiengang: Textilingenieur M. Sc., Hochschule Niederrhein, Projekt: AlgaCore – Grünalten als Faserstoff der Zukunft

Mit "AlgaCore" entwickeln Leon Blanckart und sein Team eine textile Faser auf Basis fädiger Süßwasseralgen – eine ressourcenschonende Alternative zu Baumwolle und Chemiefasern. Die Algenfaser ist hochtemperaturbeständig, benötigt keine Pestizide und kann in Garnen, Vliesen oder technischen Textilien eingesetzt werden. Das Projekt ist aus dem BMFTR-Forschungsvorhaben AlgaTex hervorgegangen und wird aktuell zur Gründung eines Start-ups vorbereitet. Ziel: Die Etablierung einer nachhaltigen Rohstoffquelle für die Textilindustrie.

Preisträger:innen 2023

Pablo Brugger (Hauptpreis), Studiengang Nachhaltiges Design ecosign/Akademie für Gestaltung Köln, "Cue"

Das in der Notfallmedizin am häufigsten eingesetzte Medikament ist Sauerstoff. "Cue" ermöglicht Rettungskräften eine effiziente Nutzung von Sauerstoff unter in extremen Stresssituationen, indem es die Restzeit des verbleibenden Sauerstoff anhand der Durchflussrate auch bei einer manuellen Beatmung berechnet. Es wird zwischen der Sauerstoffflasche und dem Druckminderer angebracht und gibt ein akustisches sowie optisches Feedback zum rechtzeitigen Wechsel der Sauerstoffflasche. Ökologische und ökonomische Vorteile werden durch die modulare Bauweise und die damit verbundene Langlebigkeit ermöglicht. Einzelne Segmente des Moduls, wie der Drucksensor, der Lautsprecher oder der Akku, sind austauschbar, ohne dass eine umfassende Demontage oder ein vollständiger Ersatz des Geräts erforderlich ist.

Laura Grönewald und Julian Weiblen (Hauptpreis), Wirtschaftsinformatik Universität Siegen, "Sustainability by design"

Julian Weiblen und Laura Grönewald bekamen die Auszeichnung von NRW-Umweltminister Oliver Krischer (links) und Martin Kuhne, Bereichsleiter Ernährung und Umwelt der Verbraucherzentrale NRW (rechts), für ihr Konzept "Sustainability by Design". Weiblen wurde von Matthias Laschke (2. von links), Junior-Professor und Projektbetreuer an der Uni Siegen, vertreten.

14 Prozent des Stromverbrauchs privater Haushalte in Deutschland entfallen auf die Wäschepflege. Um den Energieverbrauch zu senken, haben die Preisträger:innen vier Waschmaschinensteuerungskonzepte entwickelt, mit denen die Anwender:innen zur Wahl von Energiesparprogrammen und ökologischen Einstellungen motiviert werden können. Zwei der Konzepte liefern bei der Einstellung der Waschprogramme Informationen über die ökologischen Auswirkungen. Zwei weitere Konzepte restrukturieren die Eingabe am Interface, so dass die Maschine Energiesparprogramme anbietet und ihre Auswahl wahrscheinlicher macht. Für die Realisation der Konzepte bedarf es lediglich einer anderen Gestaltung der Menüführung moderner Waschmaschinen. Die Konzepte sind Ergebnis einer Masterarbeit an der Universität Siegen, die Teil eines vom BMBF geförderten Forschungsprojekts war. Dabei war Miele Kooperationspartner.

Jonathan Pohlke (Sonderauszeichnung), Studiengang Nachhaltiges Design ecosign/Akademie für Gestaltung Köln, "Eleazar"

Pauline Klimpel (Mitte) nahm die Auszeichnung für Jonathan Pohlke stellvertretend entgegen. NRW-Umweltminister Oliver Krischer (links) und Martin Kuhne, Bereichsleiter Ernährung und Umwelt der Verbraucherzentrale NRW (rechts), überreichten die Ehrung für das Bestattungskonzept "Eleazar".

Das entwickelte Bestattungskonzept "Eleazar" vermeidet Boden- und Grundwasserbelastung durch Humanasche und bietet eine neue Form des Abschieds. Ein vor dem Tod des Verstorbenen ausgesuchter junger Baum wird zusammen mit der entwickelten Aschekapsel in einem Pflanzgefäß beigesetzt. Die Humanasche dient dabei als Wachstumsgrundlage für den Baum, der den Hinterbliebenen gleichzeitig als Ort der Trauer dient. Durch die tellerartige Form der Kapsel ist die Humanasche nicht so stark konzentriert und entsprechend weniger belastet, was eine bessere Verträglichkeit für Pflanzen und Mikroorganismen bedeutet. "Eleazar" funktioniert als gesamtheitliche neue Gestaltungsform, ist aber auch für bestehende Friedhöfe geeignet.

Preisträger:innen 2021

Preisträger:innen 2019

Preisträger:innen 2017