Langes Leben für Kräutertöpfe aus dem Supermarkt

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Kräutertöpfe aus dem Supermarkt gehen oft schnell ein? Die Verbraucherzentrale zeigt, wie du mit einfachen Tricks Basilikum, Petersilie & Co. lange frisch hältst – von Umtopfen bis zur richtigen Ernte.
Im Vordergrund sind verschiedene Kräuter zu sehen, dahinter verbirgt sich ein Kochtopf
  • Nicht sofort ernten: Ernte erst, wenn sich neue Blätter gebildet haben - so gewöhnt sich die Pflanze zuerst an den neuen Standort.
  • Direkt umtopfen: Supermarktkräuter brauchen mehr Platz. Setze sie nach dem Kauf in einen größeren Topf oder teile sie auf mehrere kleinen Töpfe auf.
  • Licht und Wasser: Stelle deine Kräuter sonnig und halte die Erde feucht, aber nicht nass.
  • Richtig ernten: Verwende zum Ernten Schere oder Messer - nie mit den Fingern zupfen. Schneide je nach Kraut ganze Stängel oder äußere Triebe.
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Warum Supermarktkräuter oft schnell eingehen

Kräuter aus dem Supermarkt stehen meist in kleinen Töpfen. Diese sogenannten Verkaufstöpfe sind nur dafür gedacht, dass die Pflanzen den Transport und Verkauf unbeschadet überstehen. Für dauerhaftes Wachstum darin haben die Wurzeln der Pflanzen zu wenig Platz. Außerdem wachsen viele Kräuter zuvor im Treibhaus unter optimalen Bedingungen. Zu Hause sind Licht, Temperatur und Pflege oft anders. Die Pflanzen müssen sich deshalb erst anpassen.

Tipp: Gib deinen Kräutern Zeit und die richtigen Bedingungen, um sich zu akklimatisieren. Ernte nicht sofort nach dem Kauf. Warte, bis sich neue Blätter gebildet haben. So hat die Pflanze Zeit, sich an den neuen Standort zu gewöhnen.

So pflegst du deine Kräuter richtig

Umtopfen - mehr Platz für die Wurzeln

Topfe deine Kräuter möglichst bald nach dem Kauf um. Teile sie auf zwei bis drei Töpfe auf oder setzte sie in einem größeren Topf. So bekommen die Wurzeln mehr Platz und die Pflanzen können sich besser entwickeln. Wichtig: Der neue Topf sollte am Boden Löcher haben, damit sich keine Staunässe bilden kann. Für Kräuter eignet sich handelsübliche torffreie Gemüse- oder Kräutererde. Du kannst die Erde aber auch selbst anmischen, indem du die gleiche Menge an Erde aus dem Garten, Kompost und Sand mischst.

Anleitung:

  • Nimm die Pflanze vorsichtig aus dem Verkaufstopf.
  • Lockere die Wurzeln leicht auf.
  • Setze sie in frische, nährstoffreiche Erde.
  • Drücke die Erde leicht an und gieße mäßig.

Der richtige Standort: viel Licht, aber nicht zu viel

Die meisten Küchenkräuter brauchen viel Sonnenlicht. Ein Platz auf der Fensterbank oder dem Balkon ist ideal.

Achte darauf:

  • Zu wenig Licht: Blätter werden blass.
  • Zu viel Licht: Blätter können an den Rändern der Blätter braune Stellen bekommen oder verwelken, obwohl der Boden noch feucht genug ist.

Tipp: Drehe den Topf regelmäßig, damit die Pflanze gleichmäßig wächst.

Gießen - feucht, aber nicht nass

Halte die Erde leicht feucht, aber nicht nass. Gieße erst, wenn die obere Schicht trocken ist. Staunässe führt schnell zu Wurzelfäule.

Merkregel: Lieber seltener, aber durchdringend gießen.

Kräuter richtig ernten - so wachsen sie nach

Ernte nie mit den Fingern, sondern immer mit einer Schere oder einem Messer. So vermeidest du Verletzungen an der Pflanze und förderst neues Wachstum.

Ernte-Tipps für verschiedene Kräuter:

  • Basilikum: Die Triebspitzen knapp oberhalb der Blattverzweigung abschneiden. Blattverzweigungen sind die Blattpaare einer Basilikumpflanze
  • Petersilie: Äußere Stiele ernten
  • Minze: Ganze Stängel eine Handbreit über der Erde abschneiden
  • Schnittlauch: Halme 2-3 cm über der Erde abschneiden
  • Thymian: Ganze Triebe ernten, die jung und unverholzt sind
  • Koriander: Blätter einzeln ernten oder Triebe bodennah abschneiden

Einige Kräuter, wie z.B. Schnittlauch oder Minze, sind besonders langlebig. Wer Kräutertöpfe aus dem Supermarkt in eigene, größere Töpfe umsetzt und richtig pflegt, kann sie über mehrere Jahre ernten. So profitiert man nicht nur von frischeren Aromen, sondern spart auf lange Sicht bei auch Kosten im Vergleich zum regelmäßigen Kauf von frischen Bündeln im Supermarkt.

Gefördert durch das

Ministerium für Landwirtschaft und Verbraucherschutz