Einfache Spartipps: Mit dem Einkommen besser auskommen

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Wenn das Budget eng wird, ist ein Blick auf Einsparmöglichkeiten notwendig. Hier finden Sie Hilfestellungen, das Finanzmanagement besser in den Griff zu bekommen.

Das Wichtigste in Kürze:

  • Oft gibt Sparmöglichkeiten bei Versicherungen: durch einen Wechsel des Versicherers oder durch Kündigung überflüssiger Policen.
  • Für Gesundheitskosten gibt es Unterstützung und Einsparmöglichkeiten durch so genannte Generika.
  • Mit einer Befreiung vom Rundfunkbeitrag, einem Bankkonto mit niedrigeren oder keinen Gebühren sowie einem Wechsel des Energieanbieters können Sie weiteres Geld sparen.
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Richtig gut versichert

Beim Ausloten von Einsparmöglichkeiten sollte auch der Versicherungsschutz auf dem Prüfstand stehen. Berufs- oder Erwerbsunfähigkeits- sowie Unfallversicherungen können sich in Einzelfällen als überflüssig erweisen. Und etwa bei Privathaftpflicht- oder Hausratpolice der verschiedenen Versicherungsgesellschaften gibt es erhebliche Prämienunterschiede, sodass sich ein Preisvergleich lohnt!

Gesundheitskosten deckeln

Alle Belege über Zuzahlungen zu medizinischen Leistungen (Zuzahlungen zu Rezepten über verschreibungspflichtige Medikamente oder für den Krankenhausaufenthalt) aufheben! Denn wird die Belastungsgrenze in Höhe von zwei Prozent der jährlichen Bruttoeinnahmen (abzüglich von Freibeträgen für mit im Haushalt lebende Ehegatten) überschritten, kann mit diesen "Quittungen" bei der Krankenkasse – für jedes Kalenderjahr neu – ein Antrag auf Befreiung von den gesetzlichen Zuzahlungen gestellt werden. Mit der entsprechenden Bescheinigung der Krankenkasse muss dann für den Rest des Jahres bei medizinischen Leistungen nichts mehr zugezahlt werden. Für chronisch Kranke hat der Gesetzgeber die Belastungsgrenze für Zuzahlungen auf ein Prozent des jährlichen Bruttoeinkommens festgelegt. Ausführliche Beschreibung dazu.

Sparen bei Pillen und Salben

Nachahmerpräparate (so genannte Generika) sind in der Regel erheblich günstiger als die bekannten rezeptpflichtigen Originalarzneimittel. Viele Versandapotheken weisen direkt auf preiswerte Generika hin. Es empfiehlt sich auch, den Apotheker vor Ort nach diesen Nachahmerpräparaten zu fragen, sofern er nicht selbst darauf aufmerksam macht.

Nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel wie Kopfschmerz- und Grippemittel oder Cremes gegen Gelenkbeschwerden, die ohne ärztliche Verordnung nur in Apotheken erhältlich sind, werden – bis auf wenige Ausnahmen – nicht mehr von den gesetzlichen Krankenkassen erstattet, sondern der Patient muss sie komplett aus eigener Tasche bezahlen. Für diese Präparate gibt es keine festen Preise, sodass sich ein Preisvergleich bei stationären sowie Internetapotheken lohnt.

Energiekosten runterregeln

Die Energiepreise sind derzeit stark angestiegen. Ob ein Wechsel in einen anderen Tarif oder zu einem anderen Anbieter noch Ersparnisse bringt, ist fraglich. Helfen können dabei Vergleichsportale.

Umso wichtiger ist es, im Haushalt Strom zu sparen.  An der Kostenschraube in Sachen Strom kann mit wenigen Handgriffen gedreht werden. So einige Euro im Jahr sind an Ersparnis drin, wenn bei heimlichen Stromfressern der Stecker gezogen wird  So fressen PC, Laptop, alte Musikanlagen, Fernsehgeräte und -Receiver und vor allem vernetzte Geräte im Stand-by-Betrieb unnötig Energie. Nutzen Sie eine abschaltbare Steckerleiste, damit kein unnötiger Strom mehr fließt. Auch beim Waschen, Trocknen, Kochen, Kühlen und Gefrieren kann  durch schlaues Bedienen noch Einiges an Strom eingespart werden. Weitere Tipps finden Sie hier.

Beim Rundfunkbeitrag nicht schwarzsehen

Wer nur ein geringes Einkommen hat, kann sich unter bestimmten Voraussetzungen von den Gebühren befreien lassen. Wer keine Sozialleistungen bezieht, weil seine Einkünfte die jeweilige Bedarfsgrenze überschreiten, kann eine Befreiung von der Rundfunkbeitragspflicht als besonderen Härtefall beantragen, wenn die Überschreitung geringer ausfällt als die Höhe des monatlichen Rundfunkbeitrags. Für die Befreiung ist die Vorlage eines ablehnenden Leistungsbescheids der jeweiligen Sozialbehörde erforderlich, aus dem hervorgehen muss, dass die Bedarfsgrenze um maximal 18,36 € überschritten wurde. Wissenswertes zum Rundfunkbeitrag: Befreiung und Ermäßigung.

Kontoführungskosten knacken

Beim Ausgaben-Check sollten auch die Kontoführungsgebühren in den Blick genommen werden. Nur noch wenige Banken bieten kostenlose Gehaltskonten an – noch weniger  - ohne weitere Bedingungen wie zum Beispiel einen Mindestgeldeingang. Umso wichtiger ist es, bei der Wahl der Bank neben den Kosten andere Aspekte zu prüfen.

Neben dem monatlichen Grundpreis sollte geprüft werden, ob genügend Geldautomaten in der Nähe sind. Denn das Abheben an fremden Automaten kann mit Beträgen bis zu 7,50 Euro sonst ganz schön ins Geld gehen und das Plus an Ersparnis bei der Kontoführung schnell wieder schmelzen lassen. Und nicht nur die Grundgebühr, sondern auch die Entgelte für einzelne Leistungen wie Überweisungen usw. sollten verglichen werden.

Zum Preisfuchs werden

Auch beim Einkauf für den täglichen Bedarf lohnt sich der Preisvergleich. Und auf dem Einkaufszettel sollte stehen, dass man nicht blind auf den Hinweis "Sonderangebot" vertraut. Denn was in dem einen Geschäft als Angebot gilt, ist bei einem anderen vielleicht als "Dauertiefpreis" noch günstiger zu haben. Auch sollte man nach den "Bückwaren" schauen, die in den unteren Regalen oft preiswerter angeboten werden. Zudem sind Lebensmittel am Rande des Mindesthaltbarkeitsdatums häufig zu reduzierten Preisen im Angebot. Bei Frischwaren wie Gemüse, Obst oder Backwaren lassen Händler gegen Geschäftsschluss über einen Preisnachlass mit sich reden. Einen soliden Haushaltskurs steuert, wer die Mahlzeiten für eine Woche im Voraus plant und sich dann einen Einkaufszettel anfertigt. Damit vermeidet man nicht nur, dass überflüssiger Vorrat an teuren Lebensmitteln weggeworfen werden muss, sondern kann auch kreative und Kosten sparende "Resteverwertung" einplanen.

Weitere Tipps zum Umgang mit hohen Lebensmittelpreisen sind hier zu finden.

Gebrauchtes statt Neuware

Es muss nicht immer neu sein – bei Kinderbetten, Fahrräder, Handys kann man secondhand viel Geld sparen. Für Handys gibt es beispielsweise spezielle Onlinehändler, die die Gebrauchten aufbereiten. Secondhand-Bekleidung ist preisbewussten Verbrauchern bekannt, aber auch Bücher, Technik und Möbel gibt es gebraucht günstig zu erwerben. Dabei spart man nicht nur Geld sondern tut auch etwas für die Nachhaltigkeit.

Für selten gebrauchte Produkte wie Teppichreinigungsgeräte oder Hochdruckreiniger, kann über eine Leihe nachgedacht werden. Informieren Sie sich vor Ort, ob und wo sie das Gewünschte ausleihen können.

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