Förderung fürs Eigenheim: energieeffizient, sicher, barrierefrei

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Wer bei der Haussanierung auf Energiesparen, Einbruchschutz und Barrierefreiheit setzt, dem steht eine wahre Flut von Zuschüssen und günstigen Krediten offen. Daher sollten Sie sich als Eigentümerin oder Eigentümer gut informieren, um für Ihr Vorhaben die passenden Fördermittel zu bekommen.

Das Wichtigste in Kürze:

  • Die Bundesförderung für energetische Sanierungsmaßnahmen wird schrittweise geändert, die Zuschussvariante für Einzelmaßnahmen ist zum 1. Januar 2021 gestartet, die Sanierung zum Effizienzhaus startet ab 1. Juli 2021.
  • Für viele Maßnahmen an Ihrem Wohnhaus gibt es Förderungen: von der neuen Heizung im Keller, über einbruchsichere Fenster sowie den barrierefreien Hauseingang bis zur Nutzung erneuerbarer Energien.
  • Sie können auch mehrere Programme kombinieren, um die öffentlichen Fördermittel bestmöglich auszunutzen.
  • Online helfen Ihnen verschiedene Datenbanken, um nach den passenden staatlichen Förderprogrammen zu suchen.
Paar umarmt sich vor Haus mit Gerüst
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Was wird gefördert?

Private Eigenheimbesitzer:innen finden eine Vielzahl von Förderprogrammen bei Bund, Land und kommunalen Trägern zu folgenden Themen:

  • Sanierung zum Effizienzhaus
  • Wärmedämmung von Dach, Wand und Geschoss-/Kellerdecke, Fenster und Außentüren
  • Reduzierung von Barrieren, Einbruchschutz
  • Maßnahmen zur Klimafolgenanpassung
  • Lüftungsanlagen
  • Austausch von Heizungen (Gashybridheizung, Holzpelletheizungen, Wärmepumpen, thermische Solaranlagen, Brennstoffzellenheizungen, KWK-Anlagen) und Heizungsoptimierung
  • Einbau von digitalen Systemen zur energetischen Betriebs- und Verbrauchsoptimierung und Netzdienlichkeit
  • Photovoltaikanlagen und Batteriespeicher
  • Ladestationen für E-Fahrzeuge
  • Baubegleitung durch Energieeffizienz-Expertinnen und Experten
  • Energieberatung.

Wo finde ich Informationen zur steuerlichen Förderung?

Energetische Sanierungsmaßnahmen sind seit 2020 auch über eine neue Steuerermäßigung in Gestalt eines Steuerbonus durch eine Änderung des Einkommensteuergesetzes möglich. Gefördert werden Maßnahmen an selbstgenutzten Wohneigentum, wenn das Gebäude mindestens 10 Jahre alt ist.

Steuerlich berücksichtigt werden nur Sanierungsmaßnahmen, die von einem Fachunternehmen ausgeführt werden und die die Anforderungen aus der Energetische Sanierungsmaßnahmen-Verordnung (ESanMV) erfüllen. Die Maßnahmen müssen die technischen Mindestanforderungen des Gebäudeenergiegesetzes (GEG) übersteigen - wie bei den Förderprogrammen von KfW und BAFA.

Wenn dies alles zutrifft, können Sie 20 Prozent und maximal 40.000 Euro innerhalb von drei Jahren in der Steuererklärung angeben. Eine Beantragung beim Finanzamt vor Beginn der Sanierungsmaßnahme ist nicht erforderlich.

Weitere Informationen zur steuerlichen Förderung finden Sie auf der Internetseite des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie:

  1. Faktenblatt (PDF, 73 KB)
  2. Das amtliche Muster für die Bescheinigung der Sanierungsmaßnahmen
  3. Einkommensteuergesetz (EStG) § 35c

Wie finde ich das richtige Förderprogramm?

Wenn Sie sich eine Übersicht verschaffen wollen, welche Fördermittel es für Ihr Sanierungsanliegen gibt, können Sie verschiedene Fördermitteldatenbanken durchsuchen. Eine gute Übersicht bietet der Förder.Navi der EnergieAgentur.NRW – insbesondere für Nordrhein-Westfalen. Das Tool ermöglicht die Auswahl nach Förderthema, Förderart und Fördergeber. Probieren Sie es hier aus und klicken Sie sich bis zur Detailansicht von einzelnen Förderprogrammen durch.

Förder.Navi laden: Erst wenn Sie auf „Inhalt anzeigen“ klicken, wird eine Verbindung zur EnergieAgentur.NRW GmbH hergestellt und Daten werden dorthin übermittelt. Hier finden Sie deren Hinweise zur Datenverarbeitung.

Eine weitere Förderdatenbank bietet das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie. Die Datenbank enthält ausschließlich Förderprogramme vom Bund und teilweise von den Bundesländern. Zusätzlich gibt es aber vielerorts weitere lokale Förderungen von Kommunen, Kreisen oder Energieversorgern. Informieren Sie sich vor Ort, beispielsweise im Rathaus oder bei unserer Energieberatung.

Fördergelder beantragen

Die Antragstellung läuft je nach Förderprogramm unterschiedlich ab. Bundesweite Fördermittel erhalten Sie über die KfW-Bank und das BAFA.

  • Lassen Sie sich am besten vor der Planung beraten. Die Verbraucherzentrale bietet eine Energieberatung und Beratung zur Immobilienfinanzierung an.
  • Anträge müssen vor Maßnahmenbeginn gestellt werden.
  • Bei Maßnahmen an der Gebäudehülle wie zum Beispiel Dämm-Maßnahmen und Fensteraustausch ist im Rahmen der Bundesförderung die Einbeziehung von Energie-Effizienz-Expert:innen erforderlich.
  • Es besteht kein Rechtsanspruch auf Förderung. Ist beispielsweise der Etat eines Programms ausgeschöpft, können keine Gelder mehr ausgezahlt werden.

Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG)

Die Förderprogramme des Bundes, die über die KfW und das BAFA abgewickelt werden, werden neu strukturiert. Dadurch ergeben sich Änderungen in den technischen Mindestanforderungen, den Rahmenbedingungen und bei den Zuständigkeiten. Seit Januar 2021 wird die BEG schrittweise umgesetzt.

KfW-Bankengruppe

Bei der KfW gibt es unterschiedliche Möglichkeiten eine Förderung zu erhalten, es gibt zinsgünstige Kredite, Kredite mit zusätzlichem Tilgungszuschuss und die Zuschussförderung. 

BAFA - Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle

Beim BAFA können Sie Zuschüsse für einzelne Sanierungsmaßnahmen beantragen. Seit Januar 2021 nicht nur für Heizungsanlagen, sondern auch für Dämm-Maßnahmen und den Fensteraustausch. 

Förderungen kompakt – Infoblätter

Wenn Sie schon wissen, ob eine steuerliche Anrechnung Ihrer Sanierungsmaßnahmen oder ein Förderprogramm in Frage kommt: Die wichtigsten Infos zur steuerlichen Förderung sowie zu vielen Krediten und Zuschüssen finden Sie hier als Infoblätter zum Download.

Steuerliche Anrechnung

Steuerliche Förderung energetischer Sanierungsmaßnahmen

KfW-Bankengruppe

Die Bundesregierung  fördert über die KfW Maßnahmen zur energetischen Sanierung, zum altersgerechten Umbau und zum Einbruchschutz von Gebäuden. Gefördert werden zudem Brennstoffzellen, Photovoltaikanlagen und Ladestationen durch zinsgünstige Kredite oder Zuschüsse.

    KfW-Produkt 262 Kredit mit Tilgungszuschuss

Achtung: Da die zur Verfügung stehenden Fördermittel bereits ausgeschöpft sind, ist es momentan nicht möglich, einen Antrag zur Förderung einer Ladestation zu stellen.


Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA)

Die Bundesregierung fördert über das BAFA Einzelmaßnahmen durch einen Zuschuss. Gefördert werden der Austausch und die Optimierung von Heizungsanlagen, Baubegleitung, Energieberatung  und ab dem 01.01.2021 auch Einzelmaßnamen wie Wärmedämmung, Fenster und Lüftungstechnik

NRW-BANK und progres.nrw

Die Landesregierung NRW fördert über die NRW.BANK Maßnahmen zur Energieeffizienz, zum Einbruchschutz und zur Reduzierung von Barrieren. Über das Programm proges.nrw erhalten Sie Zuschüsse für Maßnahmen zur Nutzung erneuerbarer Energien und zur Verbesserung der Energieeffizienz.

Beratung zu Fördermitteln

Mitarbeiterinnen am Servicetelefon des Energielotsen


Die Vielfalt der staatlichen Förderung für die Haussanierung ist für Hausbesitzer kaum durchschaubar. Unser Energielotse hilft Ihnen im Förderdschungel weiter und kann Sie zu einer passenden Energieberatung der Verbraucherzentrale NRW weiter vermitteln.
Servicetelefon: 0211 - 33 996 556
energielotse@verbraucherzentrale.nrw