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Energiesparmaßnahmen in Wohngebäuden: Förderprogramme von Bund und Land NRW

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Gewusst, wie  - – so lautet die Devise bei den oft unübersichtlichen, aber lohnenden Förderprogrammen für Heizungsoptimierung, Wärmedämmung oder auch Nutzung von erneuerbaren Energien. Bauliche Maßnahmen zum Energiesparen gehen auf den ersten Blick zwar ins Geld, langfristig machen sie sich aber bezahlt, zumal dann, wenn Fördermittel genutzt werden.

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Haus mit Geld

Wer beim Bauen, Kaufen oder Sanieren auf energieeffiziente Technologien setzt, dem steht eine wahre Flut von Zuschüssen und Krediten offen. Leider ist die Programmvielfalt jedoch für den Laien kaum mehr durchschaubar. Wir geben einen Überblick und Hinweise, wo weitere Informationen zu finden sind.

Was ist zu beachten?

  • Bevor mit einer Energiesparmaßnahme begonnen wird, sollten sich künftige Energiesparer in jedem Fall bei den Ansprechpartnern der jeweiligen Antragstelle über Fördermöglichkeiten informieren.
  • Es besteht kein Rechtsanspruch auf Förderung. Ist beispielsweise der Etat eines Programms ausgeschöpft, können keine Gelder mehr ausgezahlt werden.
  • Alle Förderungen sind an strenge Bedingungen geknüpft. Wer nur eine einzige davon nicht erfüllt, kann leer ausgehen. Oft betreffen sie das Ergebnis, etwa die zu erreichende Effizienz eines Gebäudes. Anders ist es zum Beispiel beim BAFA-Programm zum Heizen mit erneuerbaren Energien, das unter anderem Listen förderfähiger Anlagen beinhaltet. Nur Geräte, die darauf stehen, werden bezuschusst.
  • Die KfW fordert bei den meisten Förderprogrammen die Einbeziehung und Bestätigung eines Sachverständigen aus der Energieeffizienz-Expertenliste.
  • Antrag rechtzeitig stellen! Anträge müssen in aller Regel - vor Maßnahmenbeginn gestellt werden.
  • Zuschüsse richtig einkalkulieren: Zuschüsse dürfen anders als Kredite nie als direkt verfügbare Mittel in die Finanzierung eingeplant werden, sondern nur als nachträgliche Erstattungen. Das Geld muss also erst einmal anderweitig aufgebracht werden.

Suche nach Förderprogrammen:

Die Förderprogramme von Bund und Land NRW für Bestandsgebäude haben wir in einer Liste zusammengefasst:

Übersicht der Verbraucherzentrale NRW im PDF-Format. Sie enthält Förderprogramme zu folgenden Themen:

  • Nachträglicher Wärmeschutz bei Gebäuden / Effizienzhäuser
  • Reduzierung von Barrieren / Einbruchschutz
  • Energiesparende Heizungs- und Lüftungssysteme
  • Thermische Solaranlagen / Biomasseheizungen
  • Wärmepumpen / Geothermie
  • Kraft-Wärme-Kopplung
  • Photovoltaikanlagen / Batteriespeicher / Ladestationen für E-Fahrzeuge

Die Auflistung enthält auch Informationen, wie sich Programme zu Energieeinsparmaßnahmen mit anderen Fördermitteln kombinieren lassen zum Beispiel zum Reduzieren von Barrieren oder zum Einbruchschutz.

Förderdatenbanken anderer Anbieter

Je nach Anbieter gibt es Möglichkeiten die Förderprogramme entsprechend dem Sanierungsanliegen zu filtern oder nach Stichworten zu suchen. Die Datenbanken enthalten Förderprogramme vom Bund und Land NRW sowie teilweise auch lokale Förderungen.

Hilfe im Förderdschungel

Wer sicher sein möchte, das richtige Angebot zu finden und keine Förderung zu verpassen, sollte fachkundige Beratung in Anspruch nehmen. Zudem empfehlen wir, sich auch beim zuständigen Energieversorger und der jeweiligen Kommune zu erkundigen.

Energieberatung

Die Energieberatung der Verbraucherzentrale NRW informiert zu allen Fragen rund ums Energie sparen, zur energetischen Gebäudemodernisierung und selbstverständlich auch zu passenden Förderprogrammen. Sie können sich in der Beratungsstelle oder bei sich zu Hause beraten lassen.

Energielotse

Wenn Sie noch Fragen zu den vielfältigen Förderprogrammen haben, die Sie telefonisch klären möchten, steht Ihnen der Energielotse der Verbraucherzentrale NRW unter (0211) 33 996 556 zur Verfügung.
In einer individuellen Lösungswegberatung besprechen die Mitarbeiter des Service-Teams Ihr Anliegen und suchen das für Sie passende Angebot heraus.