Batterien: Kann bei langem Sammeln etwas passieren?

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Ich habe eine ganze Menge alter Batterien zu Hause, die ich immer sehr lange sammle, bis ich sie zur Entsorgung bringe. Kann damit etwas passieren?

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Grundsätzlich ist es empfehlenswert, alte Batterien nie lange Zuhause zu lagern, sondern sie beim nächsten Einkauf in die Sammelboxen zu werfen, die in fast jedem Supermarkt stehen. Sehr lange gelagerte Batterien können auslaufen. Normalerweise ist es der Elektrolyt, der ausläuft. Dabei handelt es sich um Laugen oder Säuren, die später auskristallisieren. Diese können reizend oder ätzend wirken. Beim Umgang mit ausgelaufenen Batterien sollten daher idealer Weise Handschuhe getragen werden. Wenn das nicht möglich ist, sollten die Hände nach dem Kontakt gründlich gewaschen werden.  Falls Sie Kinder im Haushalt haben, sollten insbesondere Knopfzellen kindersicher aufbewahrt werden, da sie verschluckt werden könnten.

Lithiumhaltige Batterien und Akkus (oft an der freiwilligen Kennzeichnung "Li" oder "Li-Ion" erkennbar) bergen außerdem das Risiko, dass sie bei Beschädigung oder unsachgemäßer Lagerung Brände verursachen können. Sollten Sie solche Batterien oder Akkus zu Hause haben, sollten zusätzlich folgende Hinweise beachtet werden:

  • Beschädigte oder verformte lithiumhaltige Batterien sollten Sie umgehend zu einer Sammelstelle  bringen. Kleben Sie dazu am besten die Pole mit Klebestreifen ab. 
  • Schützen Sie noch unbeschädigte und unverformte Batterien vor mechanischen Schäden z. B. vor dem Herunterfallen.
  • Lagern Sie diese Batterien nicht im Außenbereich, nicht in feuchten Räumen und nicht an Orten mit (zeitweise) hohen Temperaturen (z. B. hinter der Windschutzscheibe eines Autos).

Zur Entsorgung: Einige Stoffe, die in Batterien enthalten sein können (wie Quecksilber, Cadmium und Blei) sind giftig und gefährden die Umwelt, wenn man sie nicht sachgerecht entsorgt. Deshalb dürfen Batterien nie im Hausmüll entsorgt werden, sondern gehören immer in entsprechende Sammelboxen. Sie finden diese z. B. in Supermärkten oder Drogerien.

Quellen:

Dieser Beitrag ist Teil des kostenlosen Angebots "Schadstoffberatung - Sie fragen, wir antworten". Haben Sie auch eine Frage zu Schadstoffen in Haushalt, Kleidung oder einem bestimmten Produkt? Schreiben Sie uns!