Strohhalme aus Pappe: Enthalten Papierstrohhalme Schadstoffe?

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In Restaurants werden Getränke jetzt häufiger mit Strohhalmen aus Pappe serviert. Das schmeckt merkwürdig. Enthalten diese Papierstrohhalme Schadstoffe?

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Mit dieser Frage hat sich gerade das Kantonale Untersuchungslabor St. Gallen beschäftigt. Dort wurden 12 verschiedene Papierstrohhalme aus Supermärkten oder dem Gastronomiehandel auf Geschmack und Schadstoffe getestet.

Das Ergebnis: Die Hälfte der Strohhalme veränderte den Geschmack des Getränks. Sieben davon gaben Chlorpropanole an die Flüssigkeit ab, zwei setzten Mineralöle frei und zwei weitere Photoinitiatoren.

Chlorpropanole und Mineralöle können krebserregend wirken. Die gefundenen Mengen wurden als nicht gesundheitsgefährdend bewertet. Diese teilweise aus den Druckfarben stammenden Schadstoffe tragen aber unnötig zur Gesamtbelastung bei und sind technisch vermeidbar. Daher forderte die Schweizer Behörde die Hersteller auf, die chemischen Verunreinigungen in ihren Produkten zu beseitigen.

Strohhalme sind in den meisten Fällen schlicht überflüssig. Wer aber gerne aus dem Halm trinkt, kann jetzt auch zu spülbaren Strohhalmen aus Glas und Edelstahl greifen.

Lebensmittelverpackungen aus Papier sind gesetzlich nicht streng genug geregelt und fielen bei chemischen Untersuchungen immer wieder durch Belastung mit Schadstoffen auf. Aus diesem Grund ist es keine Lösung Plastikverpackungen jetzt einfach durch Papier und Pappe zu ersetzen. Einwegprodukte sind niemals ressourcenschonend – auch nicht, wenn sie aus Papier sind.

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