Wenn das Geld knapp wird – Tipps für schnelle Hilfe
Hier erklären wir:
Wenn das Geld knapp ist:
Tipps für schnelle Hilfe
Informationen in Leichter Sprache

Die Verbraucherzentrale wünscht sich,
dass alle Menschen die Informationen auf der Internet-Seite gut verstehen können.
Darum gibt es die Informationen jetzt auch in Leichter Sprache.
Dieser Text ist eine Zusammenfassung von einem längeren Text.
Das heißt: Es gibt noch weitere Informationen zu diesem Thema.
Den längeren Text können Sie hier lesen:
Wenn das Geld knapp wird – 69 Tipps für schnelle Hilfe | Verbraucherzentrale.de
Der längere Text ist nicht in Leichter Sprache geschrieben.
Viele Dinge kosten jetzt mehr Geld als früher.

Das ist für viele Menschen nicht einfach.
Seit Monaten steigen die Preise.
Viele Menschen sind verunsichert und haben Angst.
Vor allem Lebensmittel und Energie werden immer teurer.
Die Verbraucherzentrale will deshalb von der deutschen Regierung mehr Unterstützung.
Vor allem für Menschen,
die wenig Geld haben.
Einige Hilfs-Angebote gibt es schon:
- Die Pendler-Pauschale.
Bei der Pendler-Pauschale bekommen manche Arbeit-Nehmer Geld.
Das Geld ist für den Weg zur Arbeit. - Das Entlastungs-Paket für Energie-Kosten.
Das bedeutet:
Die deutsche Regierung übernimmt einen Anteil von den Kosten für Gas oder Strom.
Hier können Sie lesen:
So können Sie Geld sparen.
Die Verbraucherzentrale gibt Ihnen Tipps:
- Stromkosten, Wasserkosten und Heizkosten sparen
- Benzin und Diesel für Ihr Auto sparen
- Beim Einkaufen sparen
- Welche Rechnungen sind am wichtigsten
- Versicherungen überprüfen
- Unnötige Abos und Mitgliedschaften kündigen
- Haushaltsbuch führen
- Was Sie besser nicht machen sollen
Stromkosten, Wasserkosten und Heizkosten sparen
Das ist wichtig:
Prüfen Sie:
Gibt es vielleicht einen Anbieter, der günstiger ist?
Dann kann sich ein Wechsel von dem jetzigen Energie-Lieferanten für Wasser, Strom und Gas vielleicht lohnen.
So können Sie Kosten für den Strom sparen
- Gibt es Geräte, die Sie gerade nicht nutzen?
Dann ziehen Sie den Stecker aus der Steckdose. - Praktisch sind Stecker-Leisten mit mehreren Steckdosen
und einem Schalter zum Ausschalten. - Schalten Sie Ihren Internet-Router über Nacht aus.

Oder schalten Sie den Internet-Router auf die Einstellung:
Flug-Modus.
Der Internet-Router ist ein Gerät.
Mit diesem Gerät kommen Sie ins Internet.
- Beim Schauen von Filmen, Serien und Nachrichten können Sie Strom sparen:
Ein Tablet oder ein Laptop sind sparsamer als ein Fernseh-Gerät.
- Schalten Sie Ihre Heizung im Sommer auf Sommer-Betrieb.
Dann verbraucht die Heizung weniger Strom.
- Benutzen Sie besser einen Ventilator zum Kühlen.
Ein Ventilator verbraucht weniger Strom als eine Klima-Anlage. - Lassen Sie Ihre Wäsche draußen trocknen.
Das ist besser als das Trocknen mit dem Trockner.
Weil der Trockner viel Strom verbraucht.
- Schalten Sie alle elektrischen Geräte aus, wenn Sie verreisen.
Zum Beispiel: Den Kühlschrank oder die Musikanlage.
- Prüfen Sie Ihre Elektro-Geräte.
Zum Beispiel:
Ein alter Kühlschrank kann sehr viel Strom verbrauchen.
Oft verbrauchen neue Kühlschränke weniger Strom.
Auch bei dem Kauf einer neuen Pumpe für die Heizung können Sie sehr viel Kosten für den Strom sparen.
Manchmal gibt Ihnen der Staat auch Geld dazu,
wenn Sie ein neues Gerät kaufen.
Das nennt man: Förderung.
So können Sie Kosten für die Heizung sparen
- Entlüften und säubern Sie Ihre Heizung.
Denn:
Staub und Flusen können die Heizleistung vermindern.
- Achten Sie darauf, dass keine Möbel vor der Heizung stehen.

Verwenden Sie Heiz-Thermostate.
Heiz-Thermostate sind elektronische Wärme-Regler an Ihrer Heizung.
- Dämmen Sie Ihre Heizungs-Rohre.
Das bedeutet:
Sie können die Rohre von der Heizung mit Dämm-Material umwickeln.
So bleibt die Wärme in den Rohren und kommt im Heiz-Körper an.
Auch wenn Sie heizen:
Lüften Sie regelmäßig für mehrere Minuten.
Dazu öffnen Sie das ganze Fenster.
So können Sie Kosten für das Wasser sparen
- Benutzen Sie kaltes Wasser.

Das ist viel billiger.
Auch mit kaltem Wasser und Seife werden Ihre Hände gründlich sauber.
- Sparen Sie Wasser.
Denn das ist günstiger und gut für die Umwelt. - Duschen Sie statt zu baden.
Denn beim Duschen brauchen Sie weniger Wasser als beim Baden in der Badewanne.
Für die Dusche gibt es bestimmte Duschbrausen die Wasser sparen.
Die Duschbrausen heißen: Spardusch-Kopf.
- Benutzen Sie an Ihrer Spülmaschine oder an Ihrer Waschmaschine das ECO-Programm.
Das ECO-Programm ist ein Spar-Programm.
Benzin und Diesel für Ihr Auto sparen
Wenn Sie Ihr Auto tanken:
Benzin und Diesel sind sehr teuer geworden.
So können Sie sparen:

- Entfernen Sie alle Dachgepäck-Träger.
- Stellen Sie den Druck von den Reifen richtig ein.
- Fahren Sie mit gleicher Geschwindigkeit.
- Benutzen Sie die Start-Funktion und die Stopp-Funktion an Ihrem Auto.
- Schalten Sie im Stau oder an der Ampel den Motor aus.
- Benutzen Sie nicht so oft die Heizung oder die Klimaanlage.
Lüften Sie lieber, bevor Sie losfahren.
- Bringen Sie Ihr Auto regelmäßig in die Werkstatt.
Das spart Kosten.
Denn das Auto ist dann gut gepflegt.
- Vergleichen Sie die Preise beim Tanken.
Oft ist Benzin oder Diesel zwischen 18 und 20 Uhr am billigsten.
- Kaufen Sie sich ein kleines Auto.
Achtung:
Am meisten sparen Sie natürlich,
wenn Sie ganz auf Ihr Auto verzichten.
Fahren Sie mit dem Bus oder der Bahn.
Oder machen Sie eine Fahrgemeinschaft mit anderen Menschen.
Beim Einkaufen sparen
Auch die Preise für Lebensmittel sind stark gestiegen.
Hier können Sie lesen,
wie Sie Geld im Supermarkt sparen können.
- Achten Sie beim Preisvergleich von Lebensmitteln auf den Grundpreis.
Der Grundpreis ist der Preis für eine bestimmte Menge. - Wählen Sie günstige Lebensmittel.
Oft stehen die günstigen Lebensmittel ganz oben oder ganz unten im Regal. - Kaufen Sie nichts an der Tankstelle.
Dort sind die Lebensmittel viel teurer. - Trinken Sie Leitungswasser.

Das ist billiger als Mineralwasser. - Sparen Sie Fett und Öl.
Zum Beispiel: Benutzen Sie beschichtete Pfannen. - Kaufen Sie weniger Marken-Produkte.
Oft gibt es günstige Produkte,
die genauso gut sind. - Auf dem Wochenmarkt bekommen Sie die Lebensmittel kurz vor Schluss oft günstiger.
- Planen Sie Ihren Einkauf. Schreiben Sie einen Essensplan und schreiben Sie einen Einkaufszettel.
- Kochen Sie selbst und vermeiden Sie Fertiggerichte.
- Lagern Sie Ihre Lebensmittel richtig.
Dann können Sie die Lebensmittel länger verwenden.
Auch Lebensmittel mit abgelaufenem Datum können Sie oft noch essen. - Essen Sie mehr Gemüse.
Das Gemüse können Sie auch in Ihrem Garten selbst anbauen.
Denn: Fleisch ist sehr teuer geworden.
Welche Rechnungen sind am wichtigsten
Haben Sie viele Rechnungen, aber zu wenig Geld?
Dann überlegen Sie genau:
Welche Rechnung muss ich am schnellsten bezahlen?
Reihenfolge der Zahlungen nach der Wichtigkeit:

- Miete
- Lebensmittel
- Medikamente
- Energiekosten
- Telefon und Internet
- Unterhalts-Leistungen
Haben Sie Schulden?
Dann gibt es hier mehr Informationen:
Beratung zum Thema Schulden:
Inkasso-Check
Der Text ist nicht in Leichter Sprache geschrieben.
Versicherungen überprüfen
Überprüfen Sie Ihre Versicherungen:
- Vergleichen Sie Preise von verschiedenen Versicherungs-Unternehmen.
Gibt es eine Versicherung, die weniger Geld kostet?
Dann ist es vielleicht gut, die Versicherung zu wechseln.
- Kündigen Sie überflüssige Versicherungen.
- Heben Sie alle Belege über Zuzahlungen zu Rezepten oder Krankenhaus-Aufenthalten auf.
Sie können vielleicht einen Antrag bei der Krankenkasse stellen.
Damit Sie keine Zuzahlungen mehr machen müssen.
Mehr Informationen zu diesem Thema finden Sie hier:
Regelungen für eine Befreiung bei der Krankenkasse
Der Text ist nicht in Leichter Sprache geschrieben.
Unnötige Abos und Mitgliedschaften kündigen
Hobbys wie Sport oder Unterhaltungsangebote kosten Geld.
Überlegen Sie:
Kann ich mir die Abos und Mitgliedschaften leisten?
Haben Sie mehrere Abos und Mitgliedschaften, dann prüfen Sie:
Was nutze ich am meisten?
Kündigen Sie teure oder überflüssige Abos und Mitgliedschaften.
Sie können auch Verträge per E-Mail kündigen.
Haushaltsbuch führen
Manchmal ist es so:
Sie haben den Überblick über Ihr Geld verloren.
Zum Beispiel: Sie wissen nicht,
- wieviel Geld bekommen ich im Monat?
- wieviel Geld gebe ich aus?
- wofür gebe ich mein Geld aus?
- wo kann ich Geld sparen?
Ein Haushaltsbuch kann Ihnen helfen.
In einem Haushaltsbuch schreiben Sie zum Beispiel auf:
Das habe ich an Geld ausgegeben.
Hier finden Sie alle Informationen zu dem Thema Haushaltsbuch in Leichter Sprache.
Was sie besser nicht machen sollen
- Benutzen Sie nicht Ihren Dispo-Kredit.
Der Dispo-Kredit ist ein Überziehungs-Kredit für Ihr Konto.
Für den Überziehungs-Kredit müssen Sie hohe Zinsen bezahlen.
- Schließen Sie keine Kleinkredite ab.
- Nehmen Sie keine Heim-Arbeit-Angebote an.
Heim-Arbeit bedeutet: Sie arbeiten von zu Hause aus.
Oft sind solche Angebote nicht vertrauenswürdig.
Das Kompetenz-Zentrum Leichte Sprache

hat den Text im Jahr 2023 in Leichte Sprache übersetzt.
Dudweilerstraße 72
66 111 Saarbrücken
0 681 93 62 15 05
www.leicht-sprechen.de
Mitglied im Netzwerk Leichte Sprache

Die Prüflese-Gruppe von der reha gmbh in Saarbrücken hat den Text geprüft.
Die Bilder sind von:
© Lebenshilfe für Menschen mit geistiger Behinderung Bremen e.V.
Der Zeichner ist Stefan Albers, Atelier Fleetinsel, 2013.
Das Europäische Zeichen für Leichte Sprache:

© Europäisches Logo für einfaches Lesen:
Inclusion Europe.
www.inclusion-europe.eu/easy-to-read
Wir schreiben in dem Text nur die männliche Form.
Zum Beispiel: Berater.
Weil das leichter zu lesen ist.
Gemeint sind aber immer auch alle Menschen.
Tipp 1 bis 23: Strom und Heizkosten sparen
Es gibt viele Möglichkeiten, Ihre Energiekosten im Alltag zu reduzieren. Wenn Sie beim lokalen Anbieter bleiben wollen, ist der Wechsel aus der Grundversorgung ein erster Tipp. Vergleichen Sie dennoch die Tarife auch von anderen Versorgern. So können Sie sicher sein, dass Sie das günstigste Angebot nutzen.
Hier listen wir Ihnen einige Maßnahmen zum Stromsparen auf:
- Ziehen Sie bei nicht genutzten Geräten den Stecker und vermeiden Sie den Stand-by-Betrieb. Komfortabel ist dabei die Verwendung von schaltbaren Steckerleisten oder Steckdosen. Auch der Router kann nachts abgeschaltet oder über die Einstellungen in den Flugmodus versetzt werden.
- Schauen Sie nicht alles über den Fernseher. Mit erhöhtem Stromverbrauch treiben Fernseher, Rechner und Co. nämlich die Stromrechnung in die Höhe. Notebooks oder Tablets sind beispielsweise sparsamer als Desktoprechner.
- Heizen Sie richtig und stromsparend. Optimieren Sie dafür Ihre Heizungsregelung, da bei den Heizzeiten und der Vorlauftemperatur oft gespart werden kann. Achten Sie darauf, dass Ihre Heizung entlüftet und nicht durch Möbel verdeckt ist. Auch Staub und Flusen können die Wärmeabgabe mindern.
- Außerdem können Sie mit jedem Grad Raumtemperatur weniger ungefähr 6 Prozent Heizenergie einsparen. Deshalb sind Thermostate an Heizkörpern echte Klima- und Kontoschoner. Gleiches gilt für das Dämmen Ihrer Heizungsrohre, das Sie einfach selbst machen können. Sie sollten zudem die Bedeutung von richtigem Lüften der Wohnung nicht unterschätzen. Öffnen Sie die Fenster möglichst komplett für wenige Minuten.
- Nutzen Sie zudem im Sommer weitere Tipps, um Strom zu sparen. Wenn Sie Ihre Heizung selbst steuern können, dann schalten Sie diese aus oder den Sommerbetrieb ein. Nutzen Sie lieber Ventilatoren als Klimaanlagen. Lassen Sie ihre Wäsche lufttrocknen und den Wäschetrockner aus. Schalten Sie Dauerverbraucher wie Kühl- und Gefrierschränke sowie Router und Stereoanlagen bei längeren Reisen ab.
- Achten Sie auf Ihren Wasserverbrauch und lassen Sie möglichst wenig warmes Wasser aus Ihrem Hahn laufen. Es gibt unzählige einfach umsetzbare Tipps, die Sie Trinkwasser sparen lassen. Beispielsweise sollten Sie duschen statt zu baden. Auch die Nutzung von Eco-Programmen an Spül- und Waschmaschinen ist leicht umgesetzt und reduziert den Strom- und Wasserverbrauch. Des Weiteren reduziert ein Sparduschkopf den Warmwasserverbrauch enorm.
Aufwendiger ist der Einbau von sogenannten Vorrangschaltungen und Zeitschaltuhren, die auf Ihre Verbrauchsgewohnheiten zugeschnitten werden können. Auch die Anschaffung eines wassersparenden WC-Spülkastens und einer Sparspülfunktion kann sich für Sie rentieren.
- Stellen Sie sehr alte Geräte auf den Prüfstand. Bei Unterhaltungsgeräten, Kühlschränken und Heizungspumpen kann sich die Anschaffung von effizienteren Geräten lohnen. Mit neuen, hocheffizienten Heizpumpen sparen Sie beispielsweise 90 Prozent des Stroms. Fördermöglichkeiten finden Sie in einem separaten Artikel und können die entstehenden Kosten senken.
- Die Handspülung mit eingelassenem Abwaschwasser kann energiesparender als eine Spülmaschine sein. Wichtig ist, für welche Geschirrmenge das Spülbecken gefüllt wird, ob Sie nachspülen oder wie häufig Sie das Wasser zwischendurch wechseln. Außerdem spielt es eine Rolle, wie das Warmwasser erzeugt wird und wie lange die Leitungswege sind.
- Auch mit kaltem Wasser werden die Hände richtig sauber, die Wassertemperatur spielt bei der Reduktion von Mikroorganismen nämlich keine Rolle. Nutzen Sie konsequent kaltes Wasser zum Händewaschen, können Sie je nach Art der Wassererwärmung und Länge der Leitung Energie einsparen.
Tipp 24 bis 35: Sprit sparen
Wie Sie Sprit sparen haben wir in einem eigenen Artikel zusammengefasst. Am meisten Kraftstoff sparen Sie, wenn Sie auf Alternativen zu Ihrem Auto zurückgreifen. Jedoch sind Bus, Bahn, Fahrrad, Car-Sharing oder Fahrdienste nicht für alle und nicht immer eine Alternative. Darum finden Sie hier einige Tipps, die Sie sofort umsetzen können und mit denen Sie mit Ihrem Kraftstoff haushalten:
- Entfernen Sie unnötigen Ballast und Dachaufbauten.
- Stellen Sie den Reifendruck richtig ein.
- Fahren Sie vorausschauend und gleichmäßig. Fahren Sie entsprechend mit gleichbleibender Geschwindigkeit, schalten Sie zügig hoch und bremsen Sie dosiert.
- Lassen Sie Ihr Fahrzeug nicht warmlaufen.
- Viele Autos haben mittlerweile eine Start-Stopp-Automatik. Nutzen Sie diese, wenn möglich.
- Schalten Sie im Leerlauf den Motor aus, beispielsweise im Stau, an der Ampel oder am Bahnübergang.
- Nutzen Sie die Klimaanlage und Heizung bewusst und sparsam. Die Klimaanlage sorgt für einen Mehrverbrauch von 10 bis 15 Prozent.
- Parken Sie nach Möglichkeit nicht in der Sonne. Wenn das Fahrzeug stark aufgeheizt wurde, belüften Sie es vor Fahrtantritt über geöffnete Fenster und Türen.
- Bringen Sie Ihr Fahrzeug regelmäßig zur Inspektion oder Wartung.
- Tanken Sie vorausschauend und vergleichen Sie Preise. Das geht zum Beispiel über eine dieser Tank-Apps.
- Verabschieden Sie sich vom Zweitwagen und denken Sie über alternative Antriebe nach. Überlegen Sie zudem, ob es sich für Sie lohnt, ein kleineres sparsameres Fahrzeugmodell anzuschaffen.
Tipp 36 bis 53: Beim Einkaufen sparen
Die Lebensmittelpreise sind zum Januar 2025 im Vergleich zu 2020 um 34 Prozent gestiegen. Wir haben für Sie Tipps zum Sparen im Supermarkt gesammelt. Hier erhalten Sie einen ersten Überblick, wie Sie Ihr Portemonnaie schonen können:
- Achten Sie beim Preisvergleich von Lebensmitteln auf den Grundpreis. Großpackungen müssen im Verhältnis nicht preiswerter sein als normale Verpackungsgrößen. Auch Mogelpackungen lassen sich mit Hilfe des Grundpreises enttarnen.
- Ersetzen Sie Lebensmittel oder Zutaten mit besonders starkem Preisanstieg durch derzeit günstigere Alternativen. So kommt auch Abwechslung in den Speiseplan.
- Wählen Sie günstige Lebensmittel im unteren und oberen Regalbereich, sogenannte Streck- und Bückware, und vermeiden Sie Einkaufsfallen im Supermarkt.
- Meiden Sie besonders teure Einkaufsstätten für Lebensmittel wie Tankstellen.
- Wer Leitungswasser statt Mineralwasser trinkt, kann viel Geld sparen. Für Abwechslung können Zitronen- oder Orangenscheiben, aber auch Minze oder andere Kräuter dienen.
- Eine Trinkflasche zum Nachfüllen für Unterwegs spart Geld und Verpackung.
- Sparen Sie Fette und Öle, indem Sie beschichtete Pfannen und Fettarme Zubereitungsweisen wie Garen und Dünsten nutzen.
- Suchen Sie nach Alternativen zu Markenprodukten. Tests der Stiftung Warentest zeigen regelmäßig, dass Sie mit (Handels-bzw) Eigenmarken ebenfalls eine gute Qualität bekommen.
- Obst und Gemüse der Saison kann vergleichsweise günstig sein. Bei der Auswahl hilft Ihnen unser Saisonkalender.
- Planen Sie Ihre Mahlzeiten vor dem Einkauf. Essensplan, Einkaufszettel und ein maximaler Geldbetrag, den Sie nicht überschreiten wollen, helfen Ihnen Spontankäufe zu vermeiden.
- Mit dem Portionsplaner können Sie beim Kochen für Gäste besser planen.
- Das Essen in Restaurants, am Imbiss oder in Fast-Food-Läden ist ebenfalls teurer geworden. Trotz hoher Lebensmittelpreise schaffen Sie es, günstiger zu kochen, zum Beispiel durch Meal Prepping, also Vorkochen für die Mittagspause.
Wenn Sie essen gehen, lassen Sie sich die Reste einpacken. Eine mitgebrachte Box macht es einfacher. - Vermeiden Sie Fertiggerichte. Selbst kochen lohnt sich besonders, wenn Sie für mehrere Familienmitglieder oder für mehrere Mahlzeiten kochen.
- Kaufen Sie Grundnahrungsmittel statt Convenience-Produkte, da diese meist preiswerter sind.
- Achten Sie auf die richtige Lagerung Ihrer Lebensmittel, damit sie länger halten. Lebensmittel mit abgelaufenem Mindesthaltbarkeitsdatum können Sie meist noch essen. Bei Lebensmitteln mit einem Verbrauchsdatum gilt das nicht, deshalb sollten Sie sie rechtzeitig verarbeiten oder einfrieren.
- Ernähren Sie sich öfter vegetarisch. Zutaten wie Hülsenfrüchte Erbsen, Linsen, Bohnen, Getreide und Kartoffeln sind preiswert und gesund.
- Sparen Sie schon auf dem Weg zum Supermarkt, indem Sie das Auto stehen lassen und kleinere Einkäufe zu Fuß oder mit dem Fahrrad erledigen.
- Bauen Sie Kräuter, Gemüse und Obst selber an, wenn Sie die Möglichkeit dazu haben.
Tipp 54 bis 57: Zahlungen priorisieren
Haben Sie viele Rechnungen offen, aber zu wenig Geld? Dann überlegen Sie genau, welche Rechnung Sie noch bezahlen. Am wichtigsten sind Rechnungen, mit denen Sie Ihre existenziellen Lebensbedürfnisse sichern.
Vorrang haben daher die Zahlung von:
- Miete
- Energiekosten
- Lebensmittel
- notwendige Medikamente
Abgesehen vom Priorisieren können Sie mit Ihren Gläubigern sprechen. Möglicherweise lässt sich ein Aufschub oder Abzahlungsplan aushandeln. Lassen Sie sich jedoch nicht von Gläubigern beeinflussen, nur weil die eventuell besonders drängen. Sie müssen nicht alles akzeptieren und nicht alle Forderungen sind gerechtfertigt. Nutzen Sie unseren Inkasso-Check.
Tipp 58 bis 63: Versicherungen überprüfen
Mittelfristig können Sie Geld sparen, indem Sie Ihre Haftpflicht- und Sachversicherung auf den Prüfstand stellen. Oft gibt es hier Sparmöglichkeiten.
- Vergleichen Sie Konditionen und Preise von Versicherungsunternehmen.
- Wechseln Sie gegebenenfalls.
- Kündigen Sie überflüssige Policen.
- Achten Sie darauf, nicht überversichert zu sein. Das kann zum Beispiel bei Hausrat- sowie Haftpflichtversicherungen der Fall sein. Im Schadensfall kommt nur eine Versicherung für einen mehrfach versicherten Schaden auf. Außerdem können Mehrfach- oder Doppelversicherungen zu Ärger führen.
- Heben Sie alle Belege über Zuzahlungen zu Rezepten oder Krankenhausaufenthalten auf. Wenn Sie mehr als 2 Prozent der jährlichen Bruttoeinnahmen Ihres Haushaltes für Gesundheitskosten ausgeben, können Sie einen Antrag auf Befreiung von den gesetzlichen Zuzahlungen bei der Krankenkasse stellen. Die Regeln für eine Befreiung bei der Krankenkasse haben wir in einem Artikel beschrieben.
- Überprüfen Sie im Herbst zudem Ihre Kfz-Versicherungen. Wollen Sie als Autobesitzer:in Kfz-Verträge kündigen, so muss das entsprechende Schreiben bis zum 30. November beim Versicherer sein.
Tipp 64: Abos und Mitgliedschaften kündigen
Zum Alltag gehört auch Unterhaltung. Hobbys wie Sport oder Unterhaltungsangebote kosten Geld. Überlegen Sie, ob Sie sich die Abonnements oder Mitgliedschaften leisten können. Haben Sie mehrere, dann priorisieren Sie die meistgenutzten. Kündigen Sie teure oder überflüssige Unterhaltungsangebote.
Seit März 2022 gibt es Neuerungen, die für mehr Verbraucherschutz sorgen sollen. Das betrifft vor allem Verträge für
- Fitness-Studios,
- Streaming-Dienste,
- Internet-, Telefonie- und TV-Provider,
- Dating-Portale und Online-Partnerbörsen,
- Abos für Zeitungen und Zeitschriften sowie
- Strom- und Gasverträge.
Die neuen Kündigungsregeln gelten auch für Verträge, die ab Oktober 2021 geschlossen wurden. Sie können Verträge per E-Mail kündigen. Worauf Sie dabei achten sollten, lesen Sie in einem separaten Beitrag. Auch gegen ungewollte Werbeanrufe können Sie sich zur Wehr setzen. Ihre Rechte erfahren Sie im verlinkten Artikel.
Tipp 65: Haushaltsbuch führen
Führen Sie ein Haushaltsbuch, damit Sie einen Überblick über Ihre Finanzen bekommen. So schaffen Sie sich Klarheit über Ihre Einnahmen und Kosten und decken womöglich auch bisher unerkannte Ursachen auf, warum das Geld knapp ist. Sie können ein Haushaltsbuch kaufen, einen Budgetplaner als Excel-Tabelle anlegen, die Übersicht auf einem Blatt Papier erstellen oder eine App installieren. Sie können auch unseren interaktiven Budgetplaner nutzen.
Gehen Sie folgendermaßen vor:
- Regelmäßige Einnahmen notieren,
- alle festen Ausgaben ermitteln,
- verfügbares Budget ausrechnen,
- alle veränderlichen Ausgaben aufschreiben.
- Ziehen Sie einmal im Monat Bilanz.
Notieren Sie auch kleinere Ausgaben. Nur wenn Sie alles aufschreiben stimmt das Ergebnis am Ende des Monats. Beispiel-Tabellen sowie weitere Tipps finden Sie in einem eigenen Artikel.
Tipp 66 bis 69: Was Sie auf keinen Fall machen sollten
- Reizen Sie nicht Ihren Dispo aus. Der Dispokredit ist ein Überziehungskredit für das Girokonto und kostet Sie Zinsen, die in vielen Fällen sehr hoch sind.
- Schließen Sie keine unseriösen Kleinkredite ab. Wir geben Tipps, wie Sie unseriöse Kreditvermittler erkennen. Benötigen Sie für den Kredit keine Schufa-Auskunft, sollten Sie misstrauisch werden.
- Seien Sie auch beim Umschulden von laufenden Krediten vorsichtig und misstrauisch.
- Nehmen Sie keine unseriösen Heim-Job-Angebote an.
Was Sie sonst noch tun können, wenn das Geld knapp wird, erfahren Sie im Artikel "Finanzieller Engpass: Was tun, wenn ich nicht rechtzeitig bezahlen kann?". Dort geben wir Tipps, wo Sie bei finanziellen Engpässen Geld einsparen können und wo Sie besser nicht sparen sollten.








