Wäscheduftperlen: Wie gefährlich können sie für Umwelt und Haut sein?

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Wie gefährlich sind Wäscheduftperlen, die gekennzeichnet sind mit „schädlich für Wasserorganismen mit langfristiger Wirkung“ und „kann allergische Reaktionen“ hervorrufen?

Das Wichtigste in Kürze:

  • Parfümierte Weichspüler und zusätzlicher Wäscheduft belasten die Haut und das Abwasser unnötig mit Chemikalien.
  • Wenn mit „langanhaltendem Duft“ geworben wird, wird möglicherweise zusätzlich Mikroplastik in Form von Mikrokapseln verwendet, die mit Duftstoffen gefüllt sind.
  • Moschusähnliche Duftstoffe belasten nicht nur die Umwelt, sie lassen sich auch in der Muttermilch oder im Fettgewebe nachweisen.
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Duftprodukte für die Waschmaschine egal ob Wäscheduftperlen, - Caps oder flüssiges Wäscheparfüm mit einer solchen Kennzeichnung belasten die Kläranlagen mit schwer abbaubaren Duftstoffen. Selbst natürlich vorkommendes Limonen, ein Duftstoff aus Zitrusfrüchten, ist biologisch schwer abbaubar, giftig für Wasserorganismen und kann Allergien auslösen. Umweltbelastend sind auch polyzyklische Moschusduftstoffe und ähnliche Verbindungen, die in einigen Produkten eingesetzt werden. Sie sind nicht nur schlecht abbaubar, sondern lassen sich auch im Fettgewebe und der Muttermilch nachweisen.

Da Waschmittel ohnehin schon Duftstoffe enthalten, sind solche Duftzusätze für die Waschmaschine eine zusätzliche und unnötige Umweltbelastung. Für Menschen mit einer Veranlagung zur Allergie stellen diese Duftstoffe auf der Haut ein zusätzliches Risiko dar, sich zu sensibilisieren oder allergisch zu reagieren.

Vorsicht ist auch angesagt, wenn bei

  • Waschmitteln,
  • Weichspülern oder
  • Wäscheduft 

mit „langanhaltendem Duft“ geworben wird. Um zu erreichen, dass Duftstoffe sich nicht so schnell verflüchtigen, setzen einige Hersteller Mikroplastikkapseln ein, also winzige Plastiktütchen, die mit Duftstoffen gefüllt sind. Diese sollen an der Wäsche haften und die Duftstoffe über einen längeren Zeitraum freisetzen. Wenn schwer abbaubare Kunststoffe für diese Technologie verwendet werden, wird auf diese Weise Mikroplastik in die Luft und das Abwasser freigesetzt.


Quellen:

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