Eisdosen oder Joghurtbecher: Zum Einfrieren von Speisen geeignet?

Stand: 20. Juli 2027

Kann man die Verpackungen von Speiseeis, Margarinedosen oder Joghurtbecher weiterverwenden, um andere Speisen darin aufzubewahren oder einzufrieren? Die Verbraucherzentrale NRW sagt Ihnen, was Sie beachten sollten.

Das Wichtigste in Kürze:

  • Vorsorglich sollten Sie Eisdosen und andere Lebensmittelverpackungen aus Kunststoff nicht für andere Lebensmittel weiter verwenden.
  • Lebensmittelverpackungen müssen nicht für alle Arten von Lebensmitteln, alle Temperaturbereiche und mehrfachen Gebrauch getestet werden.
  • Daher können möglicherweise Schadstoffe bei der Weiterverwendung in Lebensmittel übergehen.

Detaillierte Antwort.

Einweg-Verpackungen sind für das spezielle Lebensmittel und den einmaligen Gebrauch gedacht. Deshalb sind Joghurtbecher, Margarinedosen, Eisboxen oder sonstige Einmal-Verpackungen nicht für die Weiterverwendung z.B. zum Einfrieren oder zum Erwärmen in der Mikrowelle geeignet.

Aus Kunststoffverpackungen können Chemikalien in Lebensmittel übergehen. Hersteller von Verpackungen müssen erklären, dass die gesetzlichen Bestimmungen für den Übergang von Chemikalien eingehalten werden. Dazu müssen sie dem Abfüller eine Konformitätserklärung vorlegen, – allerdings nur für einen speziellen Verwendungszweck.

Wenn etwa die Dose zum Verkauf von fettfreien Sorbets bestimmt ist, kann es sein, dass bei fettigen oder heißen Lebensmitteln die gesetzlichen Grenzwerte für den Übergang von Chemikalien nicht eingehalten werden. Also sollte man in die Sorbetpackung keinesfalls die fettige, heiße Suppe zum Abkühlen und Einfrieren einfüllen und diese auch nicht zum Auftauen in die Mikrowelle stellen.

Außerdem wurden solche Einmal-Verpackungen nicht für die dauerhafte Nutzung und wiederholtes Spülen hergestellt. Aus diesem Grund raten wir vorsorglich von der Weiterverwendung ab.. Selbst um  Lebensmittel wie Kuchen oder Früchte einzufrieren, empfehlen wir aus Vorsorgegründen eine Weiterverwendung zu vermeiden, auch wenn die Wahrscheinlichkeit eines Chemikalienübergangs deutlich geringer ist als bei heißer, fettiger Suppe.

Lebensmittel sollten generell möglichst nicht heiß in Kunststoffbehälter gefüllt oder darin erhitzt werden. Fettige Lebensmittel sollten besser in Behältern aus Edelstahl, Glas oder Porzellan aufbewahrt  und erhitzt werden, da sie besonders anfällig für den Übergang von Schadstoffen aus Kunststoffgefäßen sind.

Weitere Tipps zum Umgang mit Kunststoffbehältern für Lebensmittel und sinnvolle Alternativen finden Sie in unserer Broschüre "Kunststoffe erkennen und bewerten".

Quellen:

Diese Expertenantwort entstand in der Online-Schadstoffberatung der Verbraucherzentrale NRW