Journalistenpreis der Verbraucherzentrale NRW
Mit einem eigenen Journalistenpreis zeichnet die Verbraucherzentrale NRW seit 2022 herausragende Medienbeiträge zu Verbraucherthemen aus.

Qualitätsjournalismus kann Verbraucherrechte stärken, denn gut recherchierte Informationen bringen Verbraucher:innen gegenüber Anbietern in eine bessere Position. Wer seine Rechte kennt, kann sich besser vor Betrugsmaschen, Falschinformationen oder unnötigen Produkten schützen. Um diese Arbeit von Journalist:innen zu würdigen, zeichnet die Verbraucherzentrale NRW herausragende Medienbeiträge zu Verbraucherthemen mit einem Journalistenpreis aus. Die Ausschreibung für die Preisvergabe 2026 hat am 1. November 2025 begonnen. Bis zum 30. April 2026 waren Bewerbungen möglich.
- Für 2026 sind Preise in fünf Kategorien ausgelobt, jeweils dotiert mit 2.000 Euro.
- Eine Jury aus renommierten Fachleuten bewerte die Einreichungen.
- Ausgezeichnet werden Beiträge mit NRW-Bezug, die Verbraucherprobleme in besonderer Herangehensweise, investigativer Eigenleistung oder außergewöhnlicher Darstellung aufgreifen und bestenfalls auch Hilfestellung für Betroffene bieten.
Die Ausschreibung
Bewerbungsfrist
Bewerbungen für den Journalistenpreis der Verbraucherzentrale NRW 2026 waren bis 30. April 2026 möglich. Es konnten Beiträge eingereicht werden, die im Zeitraum zwischen dem 1. November 2024 und dem 30. April 2026 erstmalig erschienen waren.
Kategorien
Der Preis wird in den folgenden Kategorien vergeben:
- Print/Online
- Video (Fernsehen/Mediatheken)
- Audio (inkl. Podcast)
- Lokaljournalismus
- Nachwuchspreis für Autor:innen bis 30 Jahre, Volontär:innen oder Studierende, alle Darstellungsformen zugelassen
Beiträge
Autor:innen können maximal zwei Beiträge einreichen und müssen sich pro Beitrag für eine der vier Kategorien "Print/Online", "Video", "Audio" oder "Lokaljournalismus" entscheiden. Einreichungen von Autor:innen bis 30 Jahren, Volontär:innen oder Studierenden starten automatisch zusätzlich in der Kategorie "Nachwuchspreis".
NRW-Bezug
Die eingereichten Beiträge müssen einen NRW-Bezug aufweisen. Konkret heißt das:
In den Kategorien "Print/Online", "Video", "Audio" sowie "Nachwuchspreis" müssen die Beiträge über ein NRW-Medium veröffentlicht worden sein oder NRW sollte als inhaltlicher Fokus klar erkennbar sein.
In der Kategorie "Lokaljournalismus" ist Voraussetzung, dass die Beiträge in einem NRW-Medium oder der NRW-Lokalausgabe eines Mediums veröffentlicht worden sind.
Preisgeld
Der Preis ist mit insgesamt 10.000 Euro dotiert, gefördert von "Wir Verbraucher in NRW", dem Förderverein der Verbraucherzentrale NRW. Die Preisverleihung findet am 29. September 2026 in Düsseldorf statt.
Die Bewertungskriterien
- Verständlichkeit: Der Beitrag verdeutlicht eine bestimmte Problematik für eine breite Öffentlichkeit anschaulich, verständlich und fachlich korrekt.
- Rechercheleistung: Der Beitrag stützt sich nicht nur auf externe Quellen oder vorhandene Pressemitteilungen, sondern enthält und verarbeitet auch eigenständig recherchierte Fakten.
- Verbraucherrelevanz: Der Beitrag beleuchtet ein aktuelles und/oder relevantes Thema und/oder deckt Verbraucherbenachteiligung in der Gesetzgebung oder bei Anbietern auf.
- Sachlichkeit: Der Beitrag übertreibt nicht und schürt nicht mutwillig Ängste.
- Journalistisches Handwerk: Der Beitrag ist spannend aufgebaut und optisch/akustisch/sprachlich ansprechend umgesetzt
Die Jury
Die Jury, die über die Preisvergabe entscheidet, setzt sich aus renommierten Fachleuten unterschiedlicher Bereiche zusammen. Für den Journalistenpreis 2026 sind dies:
Melanie Imenkamp, WDR
Redaktionsleiterin der Sendungen Markt, Servicezeit und Plusminus, stellvertretende Abteilungsleiterin Programmgruppe Wirtschaft und Verbraucher beim WDR und Poolmanagerin für die "Latente Aktualität" im ARD-Kompetenzcenter Verbraucher.

Joachim Frank, Kölner Stadt-Anzeiger
DuMont-Chefkorrespondent und Mitglied der Chefredaktion beim Kölner Stadt-Anzeiger, als Autor auch für das Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) tätig. Von 2009 bis 2011 Chefredakteur der Frankfurter Rundschau. 2021 "Journalist des Jahres" in der Kategorie Reportage regional. 2014, 2017 und 2022 ausgezeichnet mit dem Wächterpreis der Tagespresse.

Andrea Hansen, DJV NRW
Freie Journalistin und die erste Frau an der Spitze des DJV NRW. Seit April 2023 Landesvorsitzende des Deutschen Journalistenverbandes (DJV) NRW. Sie arbeitet crossmedial unter anderem für den WDR, schreibt für Magazine und moderiert Veranstaltungen.

Prof. Dr. Barbara Brandstetter, Hochschule Neu-Ulm
Seit 2011 Professorin für Wirtschaftsjournalismus an der Hochschule Neu-Ulm, langjährige Wirtschafts- und Finanzjournalistin und Vorsitzende im Verwaltungsrat der Stiftung Warentest.

Dr. Günther Horzetzky
Mitglied des Fördervereins "Wir Verbraucher in NRW" sowie des Verwaltungsrates der Verbraucherzentrale NRW, ehemaliger Staatssekretär im Bundesarbeitsministerium und NRW-Wirtschaftsministerium, zuvor Sozialreferent der Deutschen Botschaft in Washington.

Bewerbungsformular
Die Bewerbungsphase ist abgeschlossen.
Kontakt
Sie haben Fragen oder Anmerkungen zum Journalistenpreis der Verbraucherzentrale NRW? Sie erreichen uns per Mail oder telefonisch:
journalistenpreis@verbraucherzentrale.nrw
Tel.: 0211-91380-1101


