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Sparen mit dem richtigen Zubehör

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Mit dem richtigen Zubehör und einem veränderten Verhalten können Sie Ihren Verbrauch an warmem Wasser stark drosseln. Das senkt die Kosten, nicht aber den Komfort. Schon kleine Investitionen und kürzere Duschzeiten lohnen sich.

Das Wichtigste in Kürze:

  • Empfehlenswert sind Duschköpfe mit einem Wasserdurchfluss von weniger als neun Litern pro Minute.
  • Einhebel- und Thermostatische Mischer sind meist sparsamer und immer komfortabler als Zweigriff-Armaturen.
  • Ein Spar-Strahlregler begrenzt die Wassermenge an Armaturen.
Duschkopf
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Ein Sparduschkopf kann den Wasserverbrauch halbieren

Eine Anschaffung, die sich lohnt, ist ein Sparduschkopf. Er kostet ab etwa 20 Euro und spart bis zu 50 Prozent des Warmwasserverbrauchs ein. Entscheidend ist, wie viel Wasser pro Minute durch den Duschkopf fließt. Bei normalen Duschköpfen sind das oft zehn bis zwölf Liter, es gibt aber auch noch deutlich verschwenderischere Brausen – 14 Liter sind keine Seltenheit, und bei Regenduschen können es auch 20 Liter werden.

Der "Neue" sollte einen Wasserdurchfluss (auch Schüttmenge genannt) von weniger als neun Liter pro Minute haben. Achten Sie beim Kauf darauf, dass die genaue Verbrauchsmenge auf der Verpackung steht. Denn Begriffe wie "Eco" oder "sparsam" sind in diesem Zusammenhang nicht geschützt und kein Beleg für einen niedrigen Wasserverbrauch.

Sie brauchen keine Angst vor einem Komfortverlust zu haben: Sparduschen erreichen meist einen angenehmen, vollen Wasserstrahl, obwohl sie viel weniger Wasser verbrauchen. Der Trick: Sie mischen einfach Luft unter.

Allerdings funktionieren nicht alle Sparduschköpfe mit einem hydraulischen Durchlauferhitzer. Denn die benötigen meist einen Durchfluss von mindestens acht Litern Wasser pro Minute. Hier lohnt es sich, mit einem ganz einfachen Durchlaufbegrenzer (kleine Scheibe mit Löchern) aus dem Baumarkt vorab zu testen, ob Ihr Durchlauferhitzer auch bei einer verringerten Wassermenge die gewünschte Temperatur liefern kann. Legen Sie dazu die kleine Scheibe in Ihren Duschschlauch und litern Sie die Schüttmenge aus. Wird das Wasser wie gewohnt warm, steht dem Kauf eines Sparduschkopfs mit ähnlich niedriger Schüttmenge nichts mehr im Weg. Durch die Luftbeimischung wird dann der Strahl wieder voll und komfortabler als mit dem Durchflussbegrenzer.

Armaturen: Auf die Hebelstellung kommt es an

Welchen Armaturentyp verwenden Sie? Und wie tun Sie das? Diese beiden Entscheidungen beeinflussen Ihren Verbrauch an warmem Wasser. Vorteilhafter als Zwei-Griff-Armaturen sind Einhebel- und Thermostatische Mischer, weil damit die einmal eingestellte, gewünschte Temperatur direkt zur Verfügung steht. Der Hebel bleibt einfach immer in der "richtigen" Stellung. Dadurch müssen Sie den Hahn nicht mehr laufen lassen, und "experimentieren", um Ihre Wunschtemperatur zu finden. Es werden weniger Wasser und Energie verschwendet.

Am Waschbecken ist es sinnvoll, Einhebelmischer immer auf "kalt" zurückzustellen, also nach ganz rechts. Dann können Sie bei jedem Händewaschen entscheiden, ob Ihnen kaltes Wasser genügt oder Sie doch lieber warmes haben möchten. Wenn Sie sich für kaltes Wasser entscheiden, sparen Sie Energie.

Perlator bzw. Spar-Strahlregler
Ein Spar-Strahlregler verringert den Verbrauch um bis zu 30 Prozent.
Bild: Dominique VERNIER / Fotolia

Mit einem Spar-Strahlregler (Handelsname "Perlator") können Sie auch bei Armaturen die Wassermenge begrenzen. Dabei wird der Siebeinsatz unten am Wasserhahn einfach gegen einen anderen mit "Spar"-Funktion ausgetauscht. Die kleinen Einsätze gibt es im Baumarkt schon für wenige Euro. Sie sparen bis zu 30 Prozent Wasser ein.

Aber Vorsicht: Armaturen mit Durchflussbegrenzern sind ebenso wie Einhebel- und thermostatische Mischbatterien und Sparduschköpfe für hydraulische Durchlauferhitzer häufig nicht geeignet.

Kleine Verhaltensänderungen mit großer Wirkung

Wie viel Warmwasser Sie verbrauchen, hängt immer stark von Ihrem eigenen Verhalten ab. So verbraucht Baden in der Regel deutlich mehr Wasser als Duschen, und ein Blick auf die Uhr schadet auch nicht: Je länger Sie duschen, desto mehr Wasser und Energie benötigen Sie natürlich. Wenn Sie das Wasser beim Abseifen abstellen oder insgesamt kürzer duschen, sparen Sie also – so lange und so viel Sie wollen.

Unser Duschrechner hilft Ihnen bei der Berechnung der Duschkosten. Damit können Sie auch ausprobieren, wie viel Warmwasser Sie zum Beispiel durch kürzeres Duschen oder eine geringere Schüttmenge sparen können.