So prüfen Sie Ihre Warmwasser-Abrechnung

gefördert durch:
Stand:
Bezahlen Sie (zu) viel für Ihr warmes Wasser? Wir zeigen Ihnen, wie Sie Ihre Heizkostenabrechnung richtig lesen und überprüfen.
Warmwasserzähler
Beispiel eines Warmwasserzählers

Das Wichtigste in Kürze:

  • Bei zentralen Warmwasseranlagen in Mehrfamilienhäusern sind Wärmemengenzähler Pflicht.
  • Die Kosten werden bei Mietwohnungen in Grundkosten und Verbrauchskosten aufgeteilt.
  • Mit einer Formel können Sie Ihre Kosten auch bei einer Verteilung ohne Wärmemengenzähler ermitteln.
On

Wärmemengenzähler und Warmwasserzähler

Wie viel bezahlen Sie für Ihr warmes Wasser? Das verrät Ihnen Ihre Heizkostenabrechnung. Hier finden Sie die Kosten für Heizung und Warmwasser. Ebenfalls Pflicht sind geeichte Wärmemengenzähler für zentrale Warmwasseranlagen in Mehrfamilienhäusern, nach deren Messwerten die Kosten der Heizung und Wassererwärmung voneinander getrennt werden. Gibt es einen Warmwasserzähler für Ihre Wohnung, können Sie Ihren persönlichen Verbrauch mit einem Blick darauf feststellen und den Wert mit Ihrer Heizkostenabrechnung abgleichen.

Gibt es im Mietshaus keinen Wärmemengenzähler, weil der Aufwand für die Installation für den Vermieter "unzumutbar hoch" wäre, schreibt die Heizkostenverordnung (HKVO) eine Formel vor, nach der der Warmwasserverbrauch berechnet werden muss. Mit dieser Formel können Sie ebenfalls überprüfen, ob Ihre Abrechnung korrekt ist. 

So prüfen Sie selbst Ihre Heizungsabrechnung

Mit unserer Beispielrechnung können Sie unter Punkt 1 sehen, wie viel hier vorausbezahlt und welche Kosten für Heizung und Warmwasser berechnet wurden. Die Rechnung hilft Ihnen, den Energieverbrauch und die Kosten fürs Haus und auch für eine Wohnung nachzuvollziehen. Um die Erläuterungen zu sehen, müssen Sie nur mit der Maus auf die gelben Punkte klicken.

Bitte beachten Sie, dass die Energiepreise derzeit starken Schwankungen unterliegen. Das aufgeführte Beispiel kann daher im Einzelfall bei den Kosten stark von Ihren eigenen Zahlen abweichen. Bei Bedarf können Sie die Berechnung jedoch mit Ihren eigenen Zahlen sowie Energie- und Wasserpreisen nachbilden und so überprüfen, ob Ihre Abrechnung korrekt ist.

 

Beispiel Warmwasserabrechnung interaktiv

Berechnung mit Wärmemengenzähler

Ist der vorgeschriebene Wärmemengenzähler installiert, ist dort abgelesen worden, wie viel Energie für Warmwasser benötigt wurde (Punkt 3). Um diesen Verbrauch ins Verhältnis zum Ölverbrauch zu setzen, wird der Heizwert (Hibenötigt (Punkt 4). Dieser gibt an, wie viele kWh aus einem Liter Öl gewonnen werden.

Berechnung ohne Wärmemengenzähler

Achtung: Fehlt ein Wärmemengenzähler, wird eine vorgegebene Formel genutzt, um den Energieverbrauch für Warmwasser zu errechnen.

Um zu ermitteln, wie viel Öl benötigt wurde, um das verbrauchte Wasser für die gesamte Wohnanlage zu erwärmen, wird folgende mathematische Formel genutzt:

B=(2,5 x V x (t-10))/Hi

Darin steht das V für die Warmwassermenge, das t für die Temperatur des zentral erwärmten Wassers und Hi für den sogenannten Heizwert des Öls (vgl. Punkt 4 der Beispielrechnung). Einfluss haben Sie hier nur auf die Verbrauchsmenge. Ihre Duschtemperatur etwa spielt keine Rolle, als t werden meist 60° C angesetzt. 

Angewandt auf die Daten des Beispiels sieht die Formel so aus:

B= 2,5 x 150 m³ x (60-10)/10 = Erforderliche Menge Öl, um das Wasser zu erwärmen.

B = 1.875 Liter Öl.

Das entspricht 22,06 Prozent des Gesamt-Ölverbrauchs (Punkt 5)

Ab dem nächsten Schritt geht die Rechnung weiter wie in der Variante mit Wärmemengenzähler (Punkt 6).

Aufteilung nach Wohnungsgröße und Verbrauch

Wie sich die Aufteilung auswirkt, zeigt ein Blick auf die Beispielrechnung (Punkt 7).

Grundsätzlich werden die Kosten für Heizung und Warmwasser in Grund- und Verbrauchskosten getrennt.

Dabei sind folgende Aufteilungen zulässig:

  • 30 Prozent Grundkosten und 70 Prozent Verbrauchskosten
  • 40 Prozent Grundkosten und 60 Prozent Verbrauchskosten
  • 50 Prozent Grundkosten und 50 Prozent Verbrauchskosten

Wie sich diese Aufteilung auswirkt, zeigt ein Blick auf die Beispielrechnung (Punkt 7). Hier wurden die Grundkosten mit 30 Prozent und die Verbrauchskosten mit 70 Prozent angesetzt.