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Auf einen Blick: Was beim Kauf einer Waschmaschine wichtig ist

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Das Angebot an Waschmaschinen ist groß, und die Vielfalt mag auf den ersten Blick verwirren. Die Wahl fällt jedoch leichter, wenn klar ist, worauf es ankommt.

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Waschmaschine einkaufen
Foto: Sergey Ryzhov  / Fotolia.com

Wenn die Waschmaschine schon deutlich mehr als 12 Jahre auf dem Buckel hat, lauter als üblich rumpelt und klappert, vielleicht sogar leichte Undichtigkeiten an der Türdichtung auftauchen ‒ dann ist es Zeit, sich um ein neues Gerät zu kümmern. Ältere Modelle zu reparieren, lohnt sich meist nicht mehr, da das Recycling funktioniert und neue Maschinen viel weniger Energie verbrauchen als die alten Schätzchen.

Top- oder Frontlader

Diese beiden Typen unterscheiden sich grundlegend in der Bauform. Top-Lader werden von oben befüllt und sind mit einer Breite von 40 bis 45 cm sehr platzsparend. Sie eignen sich vor allem beim Einsatz in engen Räumen, sind allerdings meist etwas teurer. Günstigere Preise und mehr Auswahl finden Sie bei den klassischen Frontladern, die über das runde "Bullauge" an der Vorderseite befüllt werden. Je nach Fassungsvermögen sind Frontlader meist 50 bis 60 cm breit.

Stand- oder Einbaugerät

Frontlader gibt es nicht nur als Standgeräte. Waschmaschinen, die ohne Abdeckplatte direkt unter eine Arbeitsplatte montiert werden können, werden als Unterbau-Gerät bezeichnet. Dann gibt es noch voll integrierbare Geräte, bei denen vor der Befüllungsluke eine Möbeltür angebracht werden kann. Damit fügt sich die Waschmaschine optisch nahtlos in eine Küchenzeile ein. Toplader sind aufgrund ihrer speziellen Konstruktion nur als Standgerät erhältlich.

Die richtige Größe

Waschmaschinen für 1-2 Personen fassen 5 bis 6 Kilogramm Wäsche. Größere Maschinen mit 7 Kilogramm Kapazität sind hier nicht nötig und sollten möglichst vermieden werden ‒ auch wenn bei diesen Modellen das Angebot besonders groß ist. Großversionen mit bis zu 12 Kilogramm Fassungsvermögen sind für Privathaushalte eher ungeeignet.

Entscheiden Sie sich für eine Größe, bei der sie die Trommel regelmäßig vollpacken können! Denn: Bei einer halben Beladung spart man nicht die Hälfte der Energie und des Wasser ein, sondern nur circa 20-30 Prozent. Die Maschine sollte daher immer voll geladen sein. Kaufen Sie ein zu großes Modell, verbrauchen Sie womöglich trotz neuer effizienter Maschine absolut gesehen mehr Energie als zuvor mit einem passenden Gerät mit damals üblicher Effizienz. Da hilft dann auch keine Mengenautomatik.

Schleuderleistung

Je höher die maximale Schleuderleistung, desto weniger Strom braucht der Trockenvorgang bei einem Trockner und desto teurer ist meist die Maschine. Teurere Geräte haben neben der höheren Drehzahl eine mehrstufige Drehzahlvorwahl, um die Besonderheiten einzelner Textilien berücksichtigen zu können.

Das umfangreichste Angebot und das beste Preis-Leistungsverhältnis findet man bei Waschmaschinen mit 1.400 Umdrehungen pro Minute (U/Min). Frontlader mit 1.600 U/min sparen beim Einsatz eines Wäschetrockners mehr Energie, die Wäsche wird jedoch auch stärker belastet. Trocknet die Wäsche an der Luft, reichen üblicher weise niedrigere Drehzahlen. Allerdings sollte die Schleuderleistung nicht unter 1200 U/min liegen.

Einfache Bedienung

Vor dem Kauf einer Waschmaschine sollte man sich die Programmwahl vorführen lassen. Wichtige Punkte sind eine einfache Programmwahl, klare Beschriftung und Anzeige des Programmablaufs sowie die Möglichkeit, das Waschprogramm zu ändern. Auch Größe der Türöffnung, Öffnungswinkel und Anschlagseite (meist links) können bei der Wahl eine Rolle spielen.

Geringe Lärmentwicklung

Beachten sollte man auch die Geräuschentwicklung der Waschmaschine. Sie ist vor allem für Verbraucher wichtig, die das Gerät in der Wohnung aufstellen wollen. Von sehr laut bis leise ist hier alles möglich. Allerdings fällt die Geräuschbelastung während des Waschvorganges stärker ins Gewicht als die beim Schleudern. Trotz der teils hohen Drehzahlen beim Touren werden nur kurzzeitig hohe Lärmwerte erreicht. Auf dem Energielabel wird sowohl der Lärmpegel beim Waschgang als auch beim Schleudern angegeben.

Wichtige Ausstattung

Je mehr Ausstattung, desto teurer die Maschine. Es empfiehlt sich daher, den eigenen Bedarf zu prüfen. Bestimmte Waschprogramme, Energiesparprogramme und Mengenautomatik sind heute meist selbstverständlich. Sehr empfehlenswert ist darüber hinaus ein integriertes Wasserschutzsystem, Stufen- und Kurzschleudern, eine Unwuchtkontrolle und freie Temperaturwahl. Eine Startzeitvorwahl ist günstig, wenn man preiswerten Nachtstrom nutzen will. Sinnvoll aber nicht erforderlich sind Zusatzausstattungen wie Einweichprogramm, sensorgesteuerte Schaumkontrolle und gute Geräuschdämmung.

Niedriger Strom- und Wasserverbrauch

Die Waschmaschine sollte wenig Strom und Wasser verbrauchen. Es empfiehlt sich deshalb, beim Kauf auf niedrige Verbrauchswerte zu achten, insbesondere bei Billigangeboten. Obwohl der Strom- und Wasserverbrauch bei den Geräten generell gesunken ist, ist die Spannbreite insgesamt noch groß. So gibt es sparsame Maschinen, die mit 37 Liter Wasser und 0,78 kWh Strom 6 Kilogramm (kg) Wäsche sauber bekommen, aber auch Strom- und Wasserverschwender, die dafür bis zu 65 Liter und weit über 1 kWh Strom benötigen.

In der Anschaffung günstige Geräte sind unter dem Strich oft teurer. Da alle handelsüblichen Maschinen in der Effizienzklasse nicht schlechter als "A+" gekennzeichnet sein dürfen, erkennt man besonders energiesparende Modelle an der Anzahl der Pluszeichen. Seit einer Reform des Energielabels 2010 kennzeichnet A+++ die höchste Effizienzklasse bei Waschmaschinen; A+-Geräte weisen die geringste Effizienz auf, obwohl das Label bis D reicht.

Auf dem EU-Effizienzlabel wird der Energieverbrauch für ein Jahr angegeben. Dabei wird angenommen, dass 220 Waschgänge mit voller und mit Teilbeladung, bei 60 °C und bei 40 °C, erfolgen. Da alle Label für Waschmaschinen mit diesen Annahmen getestet wurden, können Sie die unterschiedlichen Modelle optimal miteinander vergleichen.

Auch die Klasse der Schleuderwirkung ist auf dem neuen Label zu finden. Die Darstellung der Reinigungswirkung hingegen entfällt, da mittlerweile alle Geräte mindestens die Kriterien der Klasse A erfüllen müssen. Eingeführt wurden zudem Lautstärkensymbole, die den Lärmpegel sowohl beim Waschen als auch beim Schleudern angeben.

Hier finden Sie besonders effiziente Geräte.

Allerdings sollten Sie sich nicht allein auf das Label zur Energieeffizienz verlassen. Ratsam ist, sich immer auch unabhängige Produkttests, wie beispielsweise von der Stiftung Warentest, anzuschauen.

Sicherheit

Achten sollten Sie darauf, dass das Gerät ein Sicherheitszeichen wie das CE-, GS- und VDE-Zeichen aufweist. Besonders wenn die Maschine in der Wohnung stehen soll, ist zum Schutz vor Wasserschäden ein integriertes Wasserschutzsystem zu empfehlen.

Wichtig ist auch eine Wasserentleerung bei blockiertem Programm. Der Entleerungsschlauch muss leicht zugänglich sein und so hoch über dem Boden liegen, dass ein Gefäß zum Auffangen des Restwassers untergestellt werden kann.


Unterschiede zwischen sparsamen und verschwenderischen Waschmaschinen

Der wirtschaftliche Nutzen durch den Kauf eines sparsamen Haushaltsgerätes wird häufig unterschätzt. Oft steht der günstige Preis als Kaufanreiz im Vordergrund, und bei den Verbrauchsangaben übersieht man gerne die "Stellen hinter dem Komma". Bei der Nutzungsdauer eines Gerätes von 10 - 15 Jahren sind jedoch die Unterschiede in den Strom- und Wasserkosten in der Regel höher als die Unterschiede beim Kaufpreis. Mitunter kann sogar ein geschenktes Gerät mit hohem Verbrauch im Endeffekt teurer werden als ein gekauftes Sparmodell.

Beispiel: Wer einen Billig-Kühlschrank mit 1,1 kWh Stromverbrauch/Tag geschenkt bekommt, der zahlt in 15 Jahren etwa 1.500 € an Stromkosten. Kauft er dagegen ein sparsames Markengerät für 400 €, das täglich mit 0,32 kWh Strom auskommt, zahlt er in 15 Jahren nur 490 € Stromkosten, also einschließlich Kaufpreis 890 €. Das sind insgesamt 800 € weniger, als bei dem geschenkten Billig-Gerät. Das Beispiel ist ebenso auf andere Produktgruppen übertragbar.

 
Verbrauchsunterschiede zwischen sparsamen und verschwenderischen Waschmaschinen ( 3 Wäschen à 60 Grad/Woche in 15 Jahren, Strom 0,28 €/kWh, Wasser 6,20 €/m3)
Gerät Sparsamer Verbrauch Hoher Verbrauch Einsparung in
15 Jahren
Frontlader 5 kg 0,78 kWh, 37 l 1,33 kWh, 65 l 727 Euro
Toplader 5 kg 0,65 kWh, 39 l 1,19 kWh, 62 l 687 Euro

Verbrauch: So lassen sich Wasser und Strom sparen

Den Hauptanteil am Stromverbrauch verursacht die Erwärmung des Wassers. Daher heißt Energiesparen:

  • Achten Sie beim Kauf einer Waschmaschine auf niedrige Verbrauchswerte, insbesondere bei Billigangeboten! Für den niedrigsten Verbrauch steht die Energieeffizienzklasse A+++. A-Geräte sind nicht mehr auf dem Markt zu finden, so dass nun Geräte der Klasse A+ am meisten Strom verbrauchen.
  • Aus Kosten- und Umweltgründen kann eine Maschine mit Warmwasseranschluss sinnvoll sein. Der Anschluss kann sich lohnen, wenn preiswert erwärmtes Wasser zur Verfügung steht, zum Beispiel durch eine Solarthermieanlage oder ein Gas-Brennwertgerät. Aber auch dann sollten nur sehr geringe Mengen Wasser fließen, bis das warme wasser an der Maschine ankommt. Doch nicht alle Modelle sind von den Herstellern für einen Warmwasseranschluss zugelassen.


Dass die Wäsche auch mit wenig Wasser sauber wird, zeigen neuentwickelte Waschmaschinen schon seit mehreren Jahren: Engere Laugenbehälter, bessere Ausnutzung des Trommelvolumens und der Waschlauge, Einrichtungen zur Verhinderung von Waschmittelverlusten und Waschverfahren mit besserer Durchflutung der Wäsche führen zu deutlich geringerem Wasser-, Strom- und Waschmittelverbrauch. Meist laufen die Waschprogramme dann jedoch länger, um die niedrigen Waschtemperaturen und die verringerte Bewegung der Wäsche in der Trommel auszugleichen.

Obwohl Strom- und Wasserverbrauch bei den Geräten generell gesunken sind, ist doch die Spannbreite insgesamt nach wie vor groß. Sie reicht von sparsamen Maschinen, die mit 37 Liter Wasser 6 Kilogramm Wäsche sauber bekommen bis zu Strom- und Wasserverschwendern, die bis zu 65 Liter dafür benötigen.

Billiggeräte sind unter dem Strich oft teurer.

Der wirtschaftliche Nutzen durch den Kauf eines energiesparsamen Haushaltsgerätes wird häufig unterschätzt. Oft steht der geringe Preis als Kaufanreiz im Vordergrund, und bei den Angaben zum Verbrauch übersieht man gelegentlich die jeweiligen Werte für den Jahresverbrauch. Bei der Nutzungsdauer eines Gerätes von zehn bis fünfzehn Jahren sind jedoch die Unterschiede in den Verbrauchskosten in der Regel höher als die Differenzen beim Kaufpreis. Mitunter kann sogar ein geschenktes Gerät mit hohem Strom- und Wasserverbrauch im Endeffekt teurer werden als ein gekauftes Sparmodell.

Mit Hilfe einer Excel-Arbeitsmappe (Waschkostenrechner) können Sie sowohl die jährlichen Verbrauchs- als auch die Gesamtkosten (inklusive Anschaffungspreis) für Waschmaschinen ermitteln. Dafür stehen Ihnen in der Excel-Datei zwei Tabellenblätter zur Verfügung. Um zwei Geräte miteinander zu vergleichen, klicken Sie auf die entsprechenden Karteikartenreiter.

Ein Beispiel: Eine ältere, geschenkte Waschmaschine mit 6 Kilogramm Waschvermögen sowie einem Stromverbrauch von 1,33 Kilowattstunde (kWh) und einem Wasserbrauch von 65 Litern führt in 15 Jahren, bei 220 Waschladungen im Jahr, zu Betriebskosten von circa 2.175 Euro (bei 30 Cent je kWh und 4 Euro pro Kubikmeter Wasser). Ein neues, effizientes Gerät dagegen mit einem Stromverbrauch von 0,66 kWh und einem Wasserverbrauch von 50 Litern kostet im gleichen Zeitraum nur 1.313 Euro. Das ist eine Ersparnis von 861 Euro in 15 Jahren (ohne Berücksichtigung von Preissteigerungen).

Sparen beim Waschen: Bei häufiger Benutzung fallen die Verbrauchsunterschiede zwischen den Waschprogrammen besonders ins Gewicht. Je höher aufgeheizt wird, desto höher ist auch der Stromverbrauch.

Waschtemperatur Energieverbrauch
60°C 100 %
30°C 30 %
40°C 50 %
90°C 160 %


Der Stromverbrauch bei 60 Grad entspricht einem Wert von 100 Prozent. 30 Grad-Wäsche bedeutet demnach circa 30 Prozent Energieverbrauch, d.h. etwa zwei Drittel weniger als bei 60 Grad. Bei 40 Grad liegt der Energieverbrauch bei circa 50 Prozent, bei 90 Grad bei ungefähr 160 Prozent, d.h. etwas mehr als 1,5 mal soviel wie bei 60 Grad.

Neue Techniken: Moderne Waschmaschinen mit niedrigem Wasser- und Stromverbrauch nutzen Wasserspartechniken wie Schöpfrippen oder Jet-System und sorgen für intensive Waschmechanik und gleichzeitige Durchfeuchtung der Wäsche. Sparsame Waschmaschinen kommen auch mit weniger Waschmittel aus. Unnötige Waschmittelverluste werden je nach Hersteller durch veränderte Wassereinspülung oder durch ein Kugelventil bzw. eine Klappe im Laugenbehälter mit Bezeichnungen wie etwa "Öko-Schleuse" verhindert.


Die verschiedenen Waschprogramme

Sie haben bei modernen Waschmaschinen eine große Auswahl an Spezialprogrammen. Lesen Sie in der Bedienungsanleitung Ihrer Waschmaschine nach, für welche Wäscheart sich die Waschprogramme eignen.

In jedem Kleidungsstück, aber auch an allen anderen Textilien, finden Sie ein Waschlabel mit Waschsymbolen, die angeben, wie das Textil gewaschen werden soll, damit es nicht einläuft oder sich ggf. verfärbt. Diese Symbole finden Sie teilweise auch auf Waschmaschinen.

Zu den Grund­programmen, die jede Wasch­maschine bietet, zählen Koch- und Bunt­wäsche, Pflegeleicht-, Fein- und Woll­programme. Darüber hinaus gibt es jede Menge Sonder­programme, die eine Maschine verteuern können. Welche Sie brauchen, richtet sich nach Ihren Textilien und nach Ihren Gewohn­heiten. Viele Programme zu haben, muss nicht unbedingt von Vorteil sein. Wer seine Schmutzwäsche nicht sorgfältig sortiert, hat kaum Nutzen von der Programmvielfalt. Braucht man wirklich ein Extra-Programm für Turn­schuhe, oder gar ein Imprägnierprogramm für Outdoorbekleidung?

Die Waschprogramme sind auf Material, Färbung und Verschmutzung der Textilien abgestimmt. Sie unterscheiden sich im wesentlichen durch Wassermenge, Temperatur, Waschmechanik, Spülgänge und wie stark die Wäsche geschleudert wird.

Koch- und Buntwäsche: Das Koch- und Buntwäscheprogramm (Normalprogramm) besteht aus Hauptwäsche, Spülen, und Schleudern. Die Vorwäsche ist eine Zusatzfunktion und separat wählbar. Es wird mit der maximalen Füllmenge, z.B. mit 7 kg Wäsche gewaschen. Das Waschprogramm dauert dann mind. 120 Minuten. Bei sehr energiesparenden Modellen kann dieses Programm aber auch 200 und mehr Minuten dauern.
Die Hauptwäsche wird mit niedrigem Wasserstand und normaler Trommelbewegung durchgeführt. Ist die gewählte Temperatur erreicht, läuft bei einigen Geräten automatisch kaltes Wasser zu. Die Lauge wird dadurch verdünnt und abgekühlt.
Danach wird die Lauge durch zwei bis sechs Spülgänge aus der Wäsche entfernt. Teilweise ist es möglich, zusätzlich einen Spülgang zuzuschalten oder das Spülniveau zu erhöhen. Das ist sinnvoll bei sehr weichem Wasser, Allergikern oder besonders empfindlichen Textilien. Das Waschprogramm endet mit dem Schleudergang und evtl. mit Auflockern der Wäsche zum Knitterschutz.

Pflegeleichtwäsche: In diesem Programm darf die Maschine nur zur Hälfte beladen werden, Bedienungsanleitungen geben sogar nur 2 kg an (bei 7 kg maximaler Füllmenge), damit die Wäsche locker in der Trommel liegt. Der Waschgang erfolgt bei reduzierter Trommelbewegung mit drei Gängen bei hohem Wasserstand. Bei der Programmwahl kann man entscheiden, ob die Wäsche im Spülbad liegen bleiben (Vermeidung von Knitterfalten) oder kurz geschleudert werden soll.

Feinwäsche: Füllmenge max. halbe Beladung der Maschine. Waschgang und Spülgänge werden bei hohem Wasserstand mit reduzierter Trommelbewegung durchgeführt, um die mechanische Belastung möglichst gering zu halten. Spülstop und Kurzschleudern ähneln dem Pflegeleicht-Programm. Während der Spülgänge wird nicht zwischengeschleudert.

Wollprogramm: Geeignet für maschinenwaschbare Wolle mit entsprechender Kennzeichnung. Bei Wasch- und Spülgängen wird die Mechanik stark reduziert und die Wollfaser bei verringertem Wasserstand geschont. Da nasse Wolle sehr bewegungsempfindlich ist, bleibt die Trommel während der Aufheizphase zeitweise stehen.

Handwäsche: Für schlecht gefärbte Textilien sowie Teile aus Wolle und Seide wird häufig Handwäsche empfohlen. Mit diesem Programm kann auch handwaschbare Wolle maschinell gewaschen werden. Die Bewegungen sind noch geringer. Die Trommel bewegt sich schneller, wodurch sich die Wäsche an die Trommelwand legt und nicht so häufig fällt. Wer Wäsche mit der Hand wäscht, sollte zügig arbeiten, damit die Teile nicht lange in der Lauge liegen. Wolle darf man nicht reiben oder wringen, wohl aber in der Waschmaschine kurz anschleudern.

Energiesparprogramm: Programme zur Senkung des Stromverbrauchs sind mittlerweile Standard. Sie verlängern die Einwirkzeit der Lauge teilweise erheblich, wodurch die Wäsche auch bei niedrigen Temperaturen - also mit geringerem Stromverbrauch - sauber wird. Diese Funktion ist meistens durch eine Taste wählbar oder grundsätzlich in das Programmangebot integriert. Diese Programme sollten vorzugsweise genutzt werden, da sie viele Ressourcen sparen.

Kurzprogramm: Programm für nur leicht verschmutzte Wäsche, bei dem verschiedene Programmabschnitte zeitlich verkürzt sind. Es spart aber nur dann Energie ein, wenn eine geringe Temperatur gewählt wird.

Einweichprogramm: Separates Programm oder verlängerte Einweichphase für besonders stark verschmutzte und/oder verfleckte Wäsche. Es wird bis maximal 40 Grad °C aufgeheizt und dauert ca. ein bis zwei Stunden.