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Energiesparlampe (Kompaktleuchtstofflampe)

Stand:

Eine Kompaktleuchtstofflampe, umgangssprachlich als Energiesparlampe bezeichnet, ähnelt in der Funktion sehr stark den bekannten Leuchtstoffröhren.

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Funktionsweise

Kompaktleuchtstoff- oder Energiesparlampen bestehen aus einem Glasrohr, das mit einem Edelgas und geringen Mengen Quecksilber gefüllt ist. Von einem integrierten Starter bzw. Vorschaltgerät wird zum Lampenstart eine sehr hohe Spannung erzeugt, die dann im Betrieb wieder gesenkt wird. An den am Glasrohrende angebrachten Elektroden werden im Betrieb Elektronen ausgesendet, die mit dem Füllgas (meist Argon) und dem Quecksilber zusammenprallen. Dadurch wird ultraviolettes Licht erzeugt, welches für uns unsichtbar ist. Die Innenseite von Kompaktleuchtstofflampen ist mit einer Mischung verschiedener Leuchtstoffe beschichtet, die das für uns unsichtbare UV-Licht in sichtbares Licht umwandeln. Damit erklärt sich auch die milchig weiße Farbe der Glasröhren.

Lichtfarbe

Durch die Kombination verschiedener Leuchtstoffe können die Lichteigenschaften einer Energiesparlampe (warmweiß, kaltweiß usw.) beeinflusst werden. Meistens werden drei Leuchtstoffe genutzt, die dann in drei eng begrenzten Frequenzbereichen Licht abgeben. Für sogenannte Vollspektrumlampen werden meist fünf Leuchtstoffe gemischt, diese sind jedoch weniger effizient als Energiesparlampen mit nur drei Leuchtstoffen.

Lebensdauer

Weit verbreitet ist das Vorurteil, dass Energiesparlampen beim Anschalten mehr Strom verbrauchen als in einer Stunde Betrieb. Und dass sie bei häufigem An- und Ausschalten schnell kaputt gehen. Richtig ist, dass die sogenannte Schaltfestigkeit durch eine Warmstartfunktion deutlich erhöht wird. Die auf der Verpackung deklarierte Lebensdauer sowie die Zahl der Schaltzyklen geben Aufschluss über die Haltbarkeit der Lampe. Durch den Warmstart braucht die Lampe nach dem Einschalten zwar etwas länger, bis sie ihre volle Helligkeit erreicht. Aber dafür kann sie mehr als 20.000 Schaltzyklen überleben. Auch beim Starten sind die Sparlampen keineswegs Energieverschwender. Im Übrigen: Licht auszuschalten, wenn es nicht benötigt wird, spart immer noch die meiste Energie. Fällt eine Lampe vor der angegebenen Lebensdauer aus oder spendet sie zu wenig Licht, greift die gesetzliche Gewährleistung durch den Händler. Einige Hersteller bieten zudem eigene Garantien an. Deshalb ist es wichtig, den Kassenzettel aufzubewahren.

Ökobilanz

Um eine Energiesparlampe zu produzieren, wird etwa zehnmal so viel Energie benötigt wie für die Herstellung einer Halogenlampe, die keine elektronischen Bauteile benötigt. Durch die lange Lebensdauer und den wesentlich geringeren Stromverbrauch im Betrieb (lediglich 30 Prozent des Verbrauchs einer Halogenlampe) wird dies jedoch mehr als ausgeglichen. Anders als Energiesparlampen enthalten Glühlampen zwar kein Quecksilber, dennoch verursachen die vertrauten Lampen durch ihren erheblich höheren Energiebedarf indirekt höhere Quecksilberemissionen. Die Erklärung: Kohle hat nach wie vor einen hohen Anteil an der deutschen Stromproduktion. Bei deren Verbrennung zur Stromgewinnung wird das in der Kohle natürlicherweise enthaltene Quecksilber teilweise frei gesetzt. In diesem Sinne sorgt die Glühlampe für mehr Quecksilberemissionen als zerbrochene oder nicht richtig entsorgte Energiesparlampen.

Schadstoffe

Bis heute gibt es keine Studien, die gesundheitsschädliche Auswirkungen belegen. Andeutungen zu negativen Folgen sind daher zum jetzigen Zeitpunkt nicht seriös. Das hat auch das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) bestätigt. Ebenso Entwarnung gibt die Stiftung Warentest, die regelmäßig gesundheitsschädliche Aspekte bei Energiesparlampen und LEDs prüft: Die von den Lampen abgegebenen UV-Strahlen und elektromagnetischen Felder haben sich in verschiedenen Tests als unbedenklich erwiesen. Die wenigen Milligramm Quecksilber in den Lampen gelangen bei korrekter Entsorgung nicht in die Umwelt.

  • Elektrische und magnetische Felder im Haushalt
    Bedacht werden sollte, dass sämtliche Elektrogeräte im Haushalt von elektrischen und magnetischen Feldern umgeben sind. Dabei nimmt die Feldstärke bei Haushaltsgeräten allerdings mit zunehmender Entfernung rasch ab und sinkt in der Regel im Abstand von 30 Zentimetern bis einem Meter vom Gerät auf unproblematische Werte. Entscheidend ist es, eine andauernde Belastung über viele Stunden täglich zu vermeiden: ganz einfach durch Abstand halten und/oder Abschalten, insbesondere nachts. Diese Verhaltensregeln gelten auch für alle Beleuchtungsmittel.
  • Quecksilber
    Energiesparlampen sind kleine Leuchtstoffröhren. Um zu funktionieren, benötigen sie eine kleine Menge Quecksilber. Bei den üblichen Haushaltslampen beträgt sie nur noch ein halbes bis vier Milligramm (mg). Per Verordnung ist das Maximum auf fünf Milligramm festgelegt. Auch Neonröhren enthalten Quecksilber. Wie viel Quecksilber in der Energiesparlampe steckt, muss auf der Verpackung stehen. Die Angabe versteckt sich hinter der Abkürzung „Hg" (dem chemischen Zeichen für Quecksilber).

Entsorgung

Bei der Entsorgung von Energiesparlampen müssen Sie besondere Vorsichtsmaßnahmen beachten. Wenn Sie quecksilberhaltige Lampen vermeiden wollen, nutzen Sie LED-Leuchtmittel. Diese benötigen für die Funktion kein Quecksilber.

Korrekt entsorgte Energiesparlampen werden recycelt, wegen der längeren Lebensdauer fällt weniger Abfall an.