Spielschleim

Stand:

Mein Sohn hat auf einem Kindergeburtstag grünen Spielschleim geschenkt bekommen. Eine Freundin sagte mir, als sie meinen Sohn damit spielen sah, dass Spielschleim für Kinder gefährlich sei, weil er Schadstoffe enthalte. Stimmt das? Wird Spielzeug in Deutschland denn nicht kontrolliert?

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Das Wichtigste in Kürze:

  • Viele Spielschleime überschreiten seit Jahren die Grenzwerte für die Freisetzung von Bor von 300 mg/kg in flüssigem Spielzeug.
  • Wenn Kinder zu viel Borsäure oder Salze der Borsäure aufnehmen z.B. durch Verschlucken oder Hautkontakt, kann das ihre Fruchtbarkeit im späteren Leben schädigen. Außerdem können diese Stoffe das ungeborene Kind schädigen.
  • Kinder müssen auf den Spaß nicht verzichten, denn es gibt ein einfaches Rezept  für unbedenklichen Spielschleim.

Die gesetzlichen Regelungen in Bezug auf Spielzeug sind nicht so streng, wie einige Verbraucher*innen annehmen. Spielzeuge dürfen leider verkauft werden, ohne dass ein Nachweis von unabhängiger Stelle verlangt wird, dass diese die gesetzlichen Anforderungen erfüllen. Marktüberwachungsbehörden überprüfen stichprobenartig nur einen kleinen Teil der Spielzeuge. Die Stiftung Warentest kaufte 2018 fünf verschiedene Spielschleime im Internet und alle setzten zu viel Borsäure frei. ÖKO-TEST wies ebenfalls 2018 in allen überprüften Spielschleimen Borverbindungen nach, in 7 von 11 wurde der gesetzliche Grenzwert zu mehr als 50 Prozent ausgeschöpft.

Weitere Informationen rund um das Thema Spielzeug finden sie auf unserer Internetseite.

Quellen:

Dieser Beitrag ist Teil des kostenlosen Angebots "Schadstoffberatung - Sie fragen, wir antworten". Haben Sie auch eine Frage zu Schadstoffen in Haushalt, Kleidung oder einem bestimmten Produkt? Schreiben Sie uns!