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Datenschutz und Datensicherheit: Tipps im Überblick

Stand:

Sicherheit im Internet: Hier haben wir die wichtigsten Aspekte und Einstellungen zusammengestellt. Wenn Sie mehr zu den einzelnen Themen wissen möchten, klicken Sie auf die weiterführenden Links.

Datenschutz im Internet
Off
Datensparsamkeit
  • Was nicht da ist, kann nicht gespeichert werden. Einmal im Netz verbreitete Informationen können kaum gelöscht oder zurückgeholt werden.
  • Beschränken Sie also Angaben im Internet auf das Notwendigste. Geizen Sie bei Informationen zu Privatleben, Interessen und finanziellem Spielraum und geben Sie niemals Passwörter und Kontoinformationen an Dritte im Netz oder am Telefon weiter!
  • Nutzungsprofile verändern sich mit jeder neuen Information. Für datensparsames Verhalten im Netz ist es daher nie zu spät.
  • Wägen Sie ab zwischen Klarnamen und Pseudonym: Wenn keine Authentifizierung notwendig ist, reicht ein Pseudonym.
  • Überlegen Sie sich, welche Fotos Sie von sich zeigen wollen. Selbst wenn Sie die Sichtbarkeit auf bestimmte Personen einschränken, kann es sein, dass auch solche Fotos öffentlich werden – weil sie jemand anderes veröffentlicht oder durch einen technischen Fehler.
  • Das Veröffentlichen von Bildern anderer Personen ist nur mit deren Einwilligung zulässig!

Mehr zum Thema Datensparsamkeit

Suchmaschinen
  • Nutzen Sie nicht nur eine Suchmaschine, sondern unterschiedliche Anbieter wie z. B. Duckduckgo, Startpage oder Metager.
  • Bedenken Sie bei der Wahl des favorisierten Suchmaschinenbetreibers den Unternehmenssitz des Anbieters: In den USA zum Beispiel herrscht ein anderes Datenschutz-Niveau als in der EU.
  • Löschen Sie regelmäßig die Cookies auf allen Geräten.

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Recht auf Vergessen
  • "Egosurfing / Self-Googling": Geben Sie Ihren Namen bei verschiedenen Suchmaschinen ein und prüfen Sie die Ergebnisse.
  • Bei veralteten Ergebnissen und Links, die nicht mehr öffentlich sein sollen und an denen kein öffentliches Interesse besteht, wenden Sie sich an den jeweiligen Suchmaschinenanbieter und fordern Sie ihn zur Löschung des entsprechenden Links auf. Dafür können Sie unseren Musterbrief verwenden.
  • Falls der Suchmaschinenbetreiber untätig bleibt, können Sie sich an die zuständigen Datenschutzbehörden wenden.
Cookies
  • Löschen Sie regelmäßig über die Browsereinstellungen die gespeicherten Cookies auf Ihren Geräten stellen Sie den Browser so ein, dass die Cookies nach jeder Sitzung automatisch gelöscht werden.
  • Verbieten Sie Cookies von Drittanbietern in den Browser-Einstellungen.
  • Nutzen Sie Anti-Tracking-Programme, zum Beispiel als Add-Ons für gängige Browser.

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Passwörter
  • Je sensibler ein Zugang – z. B. zum Online-Banking –, desto wichtiger sind Qualität und Sicherheit des Passwortes.
  • Ein sicheres Passwort sollte mindestens 10 Zeichen lang sein.
  • Ein sicheres Passwort besteht aus Groß- und Kleinbuchstaben, Zahlen und Sonderzeichen (z. B. §&?*!), ist nicht im Wörterbuch zu finden oder steht in keinem Zusammenhang mit persönlichen Dingen oder nahestehenden Personen.
  • Nutzen Sie keine Namen, Geburtsdaten, Telefonnummern von Verwandten, Freunden oder Ähnliches!
  • Ein sicheres Passwort darf keine bloße Zahlenfolge (12345...) oder alphabetische Buchstabenfolge (ABCDEF...) darstellen.
  • Eselsbrücken helfen beim Passwortbau, z. B. mit einem Liedtext.
  • Geben Sie Passwörter nicht leichtfertig weiter!
  • Loggen Sie sich nach jeder Nutzung eines Dienstes aus.

Mehr zum Thema Passwörter

E-Mails
  • Sofern Sie nicht von Ende zu Ende verschlüsselt sind, können E-Mails theoretisch von Unbefugten gelesen werden. Hochsensible Informationen wie Bankinformationen, Passwörter o. ä. sollten Sie also auf diesem Wege nicht verschicken.
  • Kostenloser oder kostenpflichtiger Anbieter? Wägen Sie die Kosten und Risiken ab. Kostenpflichtige Anbieter sollten zusichern, dass keinerlei personenbezogene Daten erhoben und verwendet werden.
  • Berücksichtigen Sie bei der Wahl eines E-Mail-Anbieters dessen Unternehmenssitz. In der EU gelten zum Beispiel strengere Datenschutzvorgaben als in den USA.

Mehr zum Thema E-Mails

Spam und Phishing
  • Öffnen Sie niemals Datei-Anhänge in E-Mails unbekannter Absender!
  • Klicken Sie niemals auf Links in E-Mails unbekannter Absender!
  • Antworten Sie nicht auf Spam-und Phishing-Mails!
  • Leiten Sie betrügerische E-Mails weiter an phishing@verbraucherzentrale.nrw und an den echten Anbieter. Viele geben auf ihren Hilfe-Seiten spezielle E-Mail-Adressen dafür an.
  • Halten Sie ein Virenschutzprogramm, Ihren Browser und Ihr Betriebssystem stets auf dem aktuellen Stand.
  • Nutzen Sie mehrere E-Mail-Adressen für unterschiedliche Lebensbereiche.

Mehr zum Thema Spam und mehr zum Thema Phishing

Online-Banking
  • Vorsicht im Umgang mit den Zugangsdaten! Sie sollten an einem geschützten Ort aufbewahrt und nicht per E-Mail, SMS etc. verbreitet werden.
  • Sichern Sie Ihr Gerät fürs Online-Banking stets mit einem Virenschutzprogramm, das laufend aktuell gehalten werden sollte.
  • Sofern Sie noch Listen mit TANs verwenden, bewahren Sie sich sicher auf, um sie vor Diebstahl oder missbräuchlicher Verwendung zu schützen.
  • Geben Sie Ihre Kontodaten nie öffentlich in Portalen, sozialen Netzwerken etc. preis. Bedenken Sie, dass in sozialen Netzwerken auch Privatnachrichten oft von Anbietern gelesen werden können.
  • Wählen Sie ein sicheres Passwort (siehe oben) für den Zugang zum Online-Banking-Konto.
  • Achten Sie auf die Verschlüsselung bei der Übertragung der Daten! Die Internet-Adresse muss mit "https://" beginnen und Ihr Browser sollte ein Vorhängeschloss-Symbol anzeigen.
  • Verschlüsseln Sie Ihre heimische WLAN-Verbindung mindestens mit WPA-2 (Wi-Fi Protected Access 2).
  • Nutzen Sie kein Online-Banking im offenen W-LAN von Cafés, Bahnhöfen etc., wenn Sie keinen VPN-Tunnel einsetzen.
  • Geben sie die Internetadresse der Bank immer per Hand in den Browser ein und verzichten Sie auf die Nutzung von Links per Suchmaschine oder ähnlichem.
  • Kontrollieren Sie Ihre Kontobewegungen regelmäßig! Sie können mit Ihrer Bank ein Tageshöchstlimit für Online-Banking-Transaktionen vereinbaren.
  • Loggen Sie sich nach einer Online-Banking-Sitzung immer aus!

Mehr zum Thema Datenschutz beim Online-Banking

Mobile Payment
  • Vorsicht im Umgang mit den Konto-Zugangsdaten: Bewahren Sie sie an einem geschützten Ort auf und versenden Sie sie nicht per E-Mail, SMS oder auf ähnlichem Wege.
  • Prüfen Sie auch bei seltener Nutzung regelmäßig die Vorgänge und Abbuchungen auf dem Konto.
Soziale Netzwerke
  • Seien Sie sparsam mit Informationen über sich selbst! Was einmal im Netz ist, bekommen Sie schwer wieder raus (siehe oben, "Datensparsamkeit").
  • Lesen Sie die Nutzungsbedingungen und die Bestimmungen zum Datenschutz des sozialen Netzwerks. Nutzen Sie die Möglichkeiten, mit denen Sie in den Einstellungen Ihre Daten schützen können.
  • Wenn Ihnen jemand eine Kontaktanfrage sendet, hinterfragen Sie stets, ob sie echt ist oder sich möglicherweise jemand anderes für die anfragende Person ausgibt.
  • "Cyberstalker", die unaufgefordert und dauerhaft über das soziale Netzwerk Kontaktversuche starten, können Sie an das jeweilige soziale Netzwerk melden.
  • Verwenden Sie für verschiedene soziale Netzwerke unterschiedliche und sichere Passwörter!
  • Sprechen Sie mit Ihren Kindern über deren Aktivitäten in sozialen Netzwerken und klären Sie sie über die Gefahren auf.
  • Klicken Sie nicht wahllos auf Links! Soziale Netzwerke werden auch für Betrug und Phishing genutzt.

Mehr zum Thema Soziale Netzwerke

Apps
  • Nutzen Sie zum Download von Apps nur die offiziellen Stores Ihres Betriebssystems oder Smartphone-Herstellers (z.B. App-Store von Apple oder Play Store von Google).
  • Beschränken Sie so weit wie möglich die Berechtigungen der Apps. Das geht über die Einstellungen Ihres Smartphones oder Tablets. Bei Android zum Beispiel heißt der entsprechende Menüpunkt "Apps". Erlauben Sie nur Zugriffe, die für die Nutzung eines Dienstes erforderlich sind.
  • Schalten Sie bei mobilen Geräten die allgemeine Ortungsfunktion, WLAN und Bluetooth grundsätzlich aus, wenn Sie die Funktionen nicht benötigen.

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