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Hartz-IV-Empfänger brauchen mehr Geld für Strom

Stand:

Empfänger von Arbeitslosengeld II und Sozialgeld bekommen zu wenig Geld für Strom. Dies zeigt eine Auswertung des Projekts "NRW bekämpft Energiearmut" der Verbraucherzentrale NRW.

Stromstecker und Taschenrechner auf 100-Euro-Scheinen
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Die aktuelle Pauschale reicht nur selten, und dies schon bei durchschnittlichem Energieverbrauch und Durchschnittspreisen. Setzt man anstatt dieser allgemeinen Werte realistische Stromverbräuche an, wird die Deckungslücke sogar noch größer - so beträgt sie zum Beispiel bei Alleinerziehenden mit einem Kind und Durchlauferhitzer nicht mehr rund 22 Euro, sondern mehr als 50 Euro.

Wie Erfahrungen des Projekts zeigen, verbrauchen gerade Menschen mit wenig Geld mitunter relativ viel Strom, weil sie zum Beispiel alte, ineffiziente Geräte nicht ersetzen können. Zudem befinden sich viele Betroffene häufig noch in der relativ teuren Grundversorgung - ein Wechsel in einen günstigeren Tarif ist für sie aber oftmals schwierig oder sogar nicht möglich. Die Verbraucherzentrale NRW plädiert daher dafür, für Arbeitslosengeld II und Sozialgeld künftig bedarfsgerechtere Pauschalen zu kalkulieren.

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