Das Landesprojekt "NRW bekämpft Energiearmut"

Rechnung mit Taschenrechner, Geld und Lupe
Das Landesprojekt "NRW bekämpft Energiearmut"
Im Landesprojekt "NRW bekämpft Energiearmut" tritt die Verbraucherzentrale NRW gemeinsam mit örtlichen Grundversorgern den komplexen Problemen rund um Energiearmut und Energiesperren mit einer umfassenden Informations- und Beratungsoffensive entgegen.

Gibt es aufgrund der aktuellen Corona-Pandemie besondere Regelungen?

Die vom Gesetzgeber geschaffene Möglichkeit, Zahlungen wegen Corona bis zu drei Monate lang aufzuschieben, ist am 30. Juni 2020 ausgelaufen.

Wer nun zu wenig Geld zur Verfügung hat, sollte vor allem Prioritäten setzen. Tätigen Sie existenzielle Zahlungen wie etwa für Strom vor anderen. Wenn Sie Ihre Abschläge nicht mehr bezahlen können, sprechen Sie mit Ihrem Energieversorger. Möglicherweise können Sie zumindest Teilzahlungen leisten, um die Zahlungsrückstände gering zu halten. Denn aufgelaufene Zahlungsrückstände können Ihr Budget auch zu einem späteren Zeitpunkt besonders stark belasten. Deutet sich an, dass Sie auch später nicht zahlen können, was an Kosten aufläuft, suchen Sie sich frühzeitig Hilfe.

Bei Zahlungsschwierigkeiten für Strom stehen Ihnen selbstverständlich weiterhin die üblichen Lösungsmöglichkeiten offen. Suchen Sie auch hier frühzeitig den Kontakt zu Ihrem Versorger.

Wir über uns
Das Landesprojekt "NRW bekämpft Energiearmut" der Verbraucherzentrale NRW
Informationen für Verbraucher
Fragen, Antworten und Tipps zur Vermeidung einer Versorgungsunterbrechung

Wie wir arbeiten

Bürgerinnen und Bürger, die ihre Energierechnungen nicht bezahlen können, denen eine Gas- oder Stromsperre droht oder deren Versorgung bereits unterbrochen worden ist, können die kostenfreie Budget- und Rechtberatung bei Energiearmut in Aachen, Alsdorf, Bochum, Dortmund, Duisburg, Gelsenkirchen/Bottrop, Hamm, Krefeld, Witten und Wuppertal in Anspruch nehmen. Die wirtschaftliche und rechtliche Beratung der Verbraucherzentrale NRW wird zudem bei Bedarf kombiniert mit einer Energieberatung des Verbraucherzentrale Bundesverbands oder mit dem Stromspar-Check der Caritas in NRW.

Finanziert wird das Landesprojekt durch das Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen und die örtlichen Energieversorgungsunternehmen.

Seit Projektbeginn im Oktober 2012 suchten insgesamt Verbraucher aus mehr als 8.300 Haushalten – überwiegend Bezieher von Sozialleistungen, Geringverdiener und Rentner – mit Zahlungsproblemen rund um die Energierechnung die Budget- und Rechtsberatung Energiearmut auf. Aufgrund des ganzheitlichen Beratungsansatzes sowie der komplexen Problemlagen der Verbraucher fanden insgesamt mehr als 18.880 Beratungstermine statt. In 90 Prozent der Fälle konnten gemeinsam mit den Betroffenen sowie den kommunalen Kooperations- und Netzwerkpartnern tragfähige und nachhaltige Lösungen erarbeitet werden. Dadurch wurden 82 Prozent der angedrohten Sperren verhindert und 64 Prozent der bereits bestehenden Sperren zeitnah wieder aufgehoben.

Das Landesprojekt "NRW bekämpft Energiearmut" wurde im Jahr 2017 in einem europaweiten Wettbewerb als "Social Innovation-Projekt" mit dem 1. Preis ausgezeichnet. Die Juroren der weltweit tätigen Non-profit-Organisation Ashoka überzeugte das Angebot der Rechts- und Budgetberatung für Menschen, denen Stromsperren drohen oder die ihre Energierechnung nicht bezahlen können. Es sei beispielgebend für innovative soziale Ansätze bei der Bekämpfung von Energiearmut.

Kontakt Energiearmut NRW

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Gefördert durch:Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen