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Ethanol-Feuerstellen: Gefährlicher Kamin-Ersatz

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Das Wichtigste in Kürze:

  • Ethanolöfen ohne Kamin verbrauchen Sauerstoff aus der Raumluft. Deshalb müssen Sie häufiger Lüften.
  • Neben Wasser und Kohlendioxid können bei der Verbrennung gesundheitsschädliche Substanzen entstehen, die die Raumluft belasten.
  • Brand- und Explosionsgefahr: Niemals eine brennende oder noch heiße Feuerstelle mit Ethanol auffüllen.
  • Bevorzugen Sie nach DIN 4734-1 geprüfte Geräte.
  • Wenn Kinder oder Haustiere im Haushalt leben, sollten Sie aus Sicherheitsgründen auf Ethanolöfen besser verzichten.
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Diese auch als Bio- oder Indoor-Kamine angebotenen Öfen sind einfach zu installieren und werden ohne Schornstein betrieben. Das Risiko von Ethanolöfen in den eigenen vier Wänden ist jedoch nicht zu unterschätzen. Denn Ethanol-Feuerstellen geben ihre Verbrennungsstoffe direkt an die Raumluft ab. Sie besitzen außerdem ein hohes Unfall- und Brandrisiko. Vor Anschaffung und Betrieb von Ethanol-Feuerstellen sollten folgende Hinweise beachtet werden:

  • Zum Heizen ungeeignet: Ethanol ist eine farblose Flüssigkeit, die im allgemeinen Sprachgebrauch auch als Alkohol bezeichnet wird und sich bei Raumtemperatur leicht entzündet. Die Verbrennung von Ethanol verbraucht Sauerstoff und es entstehen Kohlendioxid und Wasser. Deshalb muss häufiger gelüftet werden und die Wärme geht so schnell wieder zum Fenster hinaus.
  • Für Raumluft bedenklich: Untersuchungen belegen, dass bei Betrieb eines Ethanol-Ofens sehr feine Verbrennungspartikel entstehen, die tief in die Lunge eindringen können. Auch krebserregende Substanzen wie Formaldehyd und Benzol sowie Stickstoffdioxid konnten trotz vorschriftsmäßiger Lüftung in der Raumluft nachgewiesen werden.
  • Betrieb nur unter Aufsicht: Für den Ethanol-Kaminersatz gilt das Gleiche wie für Kerzen: Das Feuer in einem Brennofen sollte nur unter wachsamer Aufsicht, mit einem Stabfeuerzeug, entfacht und bis zum Erlöschen stets im Blick gehalten werden. Andere brennbare Materialien, etwa Vorhänge, dürfen sich nicht in der Nähe der Feuerstelle befinden. Wenn Kinder oder Haustiere mit im Haushalt leben, sollten Sie auf die Anschaffung und den Betrieb einer Ethanol-Feuerstelle aus Sicherheitsgründen besser verzichten.
  • Risiko beim Nachfüllen: Ethanol bildet mit Luft schon bei Temperaturen über 21 Grad ein leicht entzündliches und sogar explosionsfähiges Gemisch. Läuft etwas Ethanol beim Befüllen der Brennkammern daneben und entzündet sich, steht die Umgebung schnell in Flammen. Deshalb gilt: Niemals eine brennende oder noch heiße Feuerstelle mit Ethanol auffüllen und die maximale Füllhöhe im Tank unbedingt beachten. Vorsicht: Bei vielen Ethanol-Öfen ist nicht zu erkennen, ob die Flamme noch brennt. Manche haben eine Abdeckvorrichtung, mit der sich die Flamme ersticken lässt. Bei Öfen ohne diese Vorrichtung muss sichergestellt sein, dass das Ethanol restlos verbraucht ist. Der Nachfüllbehälter für den Brennstoff muss außerdem fest verschlossen in einem separaten Raum gelagert werden, der für offene Flammen tabu ist. Brennstoff und Nachfüllbehälter dürfen auf keinen Fall in Kinderhände gelangen.
  • Geprüfte Sicherheit ein Muss: Kunden sollten beim Kauf eines Ethanol-Ofens einen unabhängigen Nachweis -– zum Beispiel vom TÜV -– verlangen, aus dem hervorgeht, dass das Gerät der DIN 4734-1 "Dekorative Feuerstellen für flüssige Brennstoffe -– Nutzung in privaten Haushalten" entspricht. Diese Norm legt Anforderungen an die Kipp- und Auslaufsicherheit des Gerätes, die Feuerfestigkeit der verwendeten Materialien, das maximale Füllvolumen und andere Dinge fest. Die Aufstellungs- und Betriebsanleitung muss auch bei einfacher Installation unbedingt beachtet werden. Vorsicht: Auch zertifizierte Brennstellen können die Innenraumluft mit Schadstoffen belasten.
  • Reaktion im Brandfall: Eine speziell ausgerüstete Löschdecke oder ein Schaumfeuerlöscher sollten vorsichtshalber schnell zur Hand sein, falls Ethanol und andere Materialien außerhalb der Feuerstelle in Brand geraten.
Weitere Infos und Tipps für ein schadstoffarmes Raumluftklima bietet die örtliche Umweltberatung der Verbraucherzentrale NRW.