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Tiefkühlpizza: Reichlich Kalorien

Stand:

Das Wichtigste in Kürze:

  • Meist deckt etwa eine halbe Pizza den Energiebedarf für eine Mittags- oder Abendmahlzeit. In der Regel wird aber die ganze Pizza verzehrt.
  • Pizza mit Salami oder extra dickem Teig und Auflage übersteigt die Empfehlungen für Hauptmahlzeiten in der Regel deutlich.
  • Wer es ausgewogener mag, bereitet seinen Pizzateig selbst zu und belegt diesen mit viel frischem Gemüse und weniger Käse selbst.
Pizza auf einem Teller
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Tiefgekühlte Pizza ist ein Renner bei den Fertiggerichten. In 2017 wurden in Deutschland rund 338.400 Tonnen Pizza verkauft. Seit Jahren hat Pizza Salami  die meisten Fans beim Griff in die Tiefkühltruhe, gefolgt von der Pizza Speciale, der Pizza mit Tomate und Mozzarella oder der "Margherita".

Was jedoch als Portion für eine Mahlzeit daherkommt, entpuppt sich beim Blick auf die Kaloriengehalte eher als Mahlzeit für zwei. Denn unser Marktcheck zeigt: Zahlreiche Pizzen mit Salami, Schinken, Käse und Co. enthalten mehr Energie, als ein normaler Erwachsener als Mittags- oder Abendmahlzeit braucht. Für die Pizza-Portionen auf unseren Fotos haben wir 500 kcal als Maß für eine Hauptmahlzeit zugrunde gelegt -  ausgehend von 2.000 kcal Tagesbedarf, drei Hauptmahlzeiten á 500 kcal und zwei Zwischenmahlzeiten á 250 kcal. Über diesen Maßstab gehen die meisten Pizzen in der Stichprobe deutlich hinaus: Meist wäre demgemäß etwa die Hälfte einer Pizza völlig ausreichend. Besonders eine „BIG-Pizza“ bringt mit viel Teig und mehr Auflage an Wurst und Käse mehr auf die Waage und enthält bis zu  1.000 kcal pro Pizza. Mit Blick auf den Energiegehalt kommt hier eine einfache Pizza Margarita besser weg. Das Gewicht der von uns eingekauften Pizzen lag zwischen 300 und 455 g.

Zwei Pizzen auf Tellern, dahinter die Verpackungen.

Die "Gut & Günstig Margherita" enthält komplett 630 kcal, die ganze "ja! Margherita" 720 kcal. Die dargestellte Menge auf dem Teller entspricht dem Energiebedarf von etwa 500 kcal für eine Hauptmahlzeit.

Zwei Pizzen auf Tellern, dahinter die Verpackungen.

Die "Wagner Steinofen Salami" enthält komplett 815 kcal, die ganze "Wagner Steinofen Mozzarella" 853 kcal. Die dargestellte Menge auf dem Teller entspricht dem Energiebedarf von etwa 500 kcal für eine Hauptmahlzeit.

Zwei Pizzen auf Tellern, dahinter die Verpackungen.

In der Stichprobe hinsichtlich des Kalorienwerts pro kompletter Pizza ganz oben: Die "Dr. Oetker Big Americans Supreme" mit 1001 kcal sowie die "Wagner Big Pizza Smokey Salami" mit 1064 kcal pro Pizza. Die dargestellte Menge auf dem Teller entspricht dem Energiebedarf von etwa 500 kcal für eine Hauptmahlzeit.

Zwei Pizzen auf Tellern, dahinter die Verpackungen.

Die Kalorienwerte pro kompletter Pizza hier: Alfredo Deliziosa Salame - 818 kcal. Alfredo Deliziosa Margherita - 631 kcal. Die dargestellte Menge auf dem Teller entspricht dem Energiebedarf von etwa 500 kcal für eine Hauptmahlzeit.

Zwei Pizzen auf Tellern, dahinter die Verpackungen.

Dr. Oetger Ristorante Salame: Komplett 873 kcal. Dr. Oetker Ristorante Mozzarella: Komplett 839 kcal. Die dargestellte Menge auf dem Teller entspricht dem Energiebedarf von etwa 500 kcal für eine Hauptmahlzeit.

Fertigpizza auf einem Teller, dahinter die Verpackung.

Kleine Pizzen können komplett gegessen werden. Die Dr. Oetker Piccola Margherita z. B. liefert 340 Kilokalorien Energie - also weniger als die von uns angelegten 500 Kilokalorien pro Mittagsmahlzeit. Eine der drei in der Packung enthaltenen "Riggano Pizza Steinofen Edel-Salami" liefert hingegen 861 kcal. Deren dargestellte Menge auf dem Teller entspricht dem Energiebedarf von etwa 500 kcal für eine Hauptmahlzeit.

 

Zahlreiche Zusatzstoffe

Wer sich die Zutaten anschaut, findet zum Teil Pizzen mit überschaubaren Zutatenlisten, mitunter aber auch Aufzählungen, bei denen die Lust am Lesen vergeht. Zusatzstoffe wie Antioxidationsmittel, Stabilisatoren, Säuerungsmittel, Emulgatoren und andere, verarbeitete Zutaten wie Extrakte, modifizierte Stärke oder auch bis zu sechs verschiedene Zuckerarten finden sich auf den Packungen. Dabei sind bis zu 14 g Zucker pro Pizza drin. Zwar sind alle Zusatzstoffe zugelassen und üblich, doch wären weniger verarbeitete, natürliche Zutaten auch in Fertiggerichten wünschenswert. Gewöhnt man sich nämlich an einen solchen Geschmack, schmeckt am Ende die selbst gemachte Pizza nicht mehr, die mit den Zutaten einer üblichen Haushaltsküche auskommt.

Was können Hersteller tun?

Bei den Portionsgrößen sollten Hersteller die Energiegehalte im Blick haben. Wünschenswert wären gut zu entnehmende Portionen, die nicht mehr als 500 bis 600 kcal enthalten.

Genuss ohne Reue?

Auch fertig gekaufte Pizza kann man genießen: Kaufen Sie eine einfache Variante mit wenigen Zutaten, z. B. Margherita, und legen extra Tomatenscheiben, Zwiebelringe, Oliven oder Paprikastreifen darauf. Auch etwas frischer Ruccola auf der Pizza schmeckt gut. Bedenken Sie, dass Pizza trotzdem ein meist sehr energiereiches Fertigprodukt ist. Möglich ist auch die Verwendung eines fertigen Pizzateiges. Eine Tomatensauce aus frischen Tomaten und nur wenig Käse ist dann die Grundlage für eine weitere Auflage aus verschiedenen Gemüsesorten. Aber auch hier sollten die einzelnen Portionen nicht zu groß sein.

Am besten probieren Sie einmal eine selbst gemachte Pizza nach unserem Rezept!