Gießener Masterstudiengang gefährdet

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Nach Überlegungen der Justus-Liebig-Universität Gießen (JLU) könnte der Masterstudiengang "Haushalts- und Dienstleistungswissenschaften" abgeschafft werden. Damit ist auch die Ausbildung des wissenschaftlichen Nachwuchses für das Fach Oecotrophologie in Gefahr.

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Zum Sommersemester 2013 sollen keine neuen Studierenden in den Masterstudiengang mehr aufgenommen werden, so der Präsident der JLU Professor Dr. Joybrato Mukherjee, laut "aid infodienst". Die Direktorin des Instituts für Wirtschaftslehre des Haushalts und Verbrauchsforschung, Professorin Dr. Uta Meier-Gräwe, zeigte sich laut Meldung des Gießener Anzeigers (15.11.2012) empört: "Man kann doch einen so gut laufenden Studiengang nicht einfach abschaffen."

Auf der Fachtagung "'Die Arbeit des Alltags...' - Gleichstellungs- und beschäftigungspolitische Perspektiven von haushaltsnahen und familienunterstützenden Dienstleistungen" des Instituts für Wirtschaftslehre des Haushalts und Verbrauchsforschung übergab Professorin Dr. Angelika Sennlaub (Fachhochschule Mönchengladbach) einen offenen Brief der deutschen Fachhochschulprofessoren, der vor den bundesweiten Auswirkungen für die Oecotrophologie warnt, denn nur noch in Gießen, die als Universität das Promotionsrecht besitzt, werde das Lehrpersonal dieses Fach ausgebildet.

Quellen

Coordes, G., 2012. "Weiche Weiberthemen" stehen im Jubiläumsjahr auf der Kippe. Masterstudiengang Haushalts- und Dienstleistungswissenschaften an der JLU in Gefahr. Gießener Anzeiger, 15.11.2012. Online: http://www.giessener-anzeiger.de/lokales/hochschule/12593771.htm.

Gomm, U., 2012. Zukunftsträchtige Ausbildung vor dem Aus: Aufnahmestopp für Haushalts- und Dienstleistungswissenschaften in Gießen. aid-Newsletter, 21.11.2012. http://www.aid.de/presse/aktuell.php?mode=beitrag&id=6128.