Finanziert Coca-Cola "Verbraucherforschung"?

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Das Global Energy Balance Network steht in Verdacht, der Brauseindustrie genehme Botschaften zu verbreiten.

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Das Global Energy Balance Network vertritt die Botschaft, dass eine Gewichtszunahme verhindert werden kann, wenn man sich ausreichend bewegt. Die Ursache für Übergewicht liege im Bewegungsmangel, und nicht im Konsum kalorienreicher Getränke. Ernährungswissenschaftlerinnen und -wissenschaftlern hingegen sind skeptisch, durch Bewegung allein könne man ein kalorienreiches Trinkverhalten nicht kompensieren, berichtet die "Süddeutsche Zeitung".

Es besteht die Vermutung, dass Coca-Cola hinter dem Global Energy Balance Network steckt, da die Webseite des Netzwerks auf den Namen des Unternehmens aus Atlanta registriert ist, so ein Bericht der "New York Times". In der Vergangenheit hatte die Zuckerindustrie immer wieder versucht Einfluss auf Forschung und Politik zu nehmen.

Quellen und Literatur

Bartens, Werner. 2015. Wie die Zuckerindustrie die Politik beeinflusste. Süddeutsche Zeitung (11. März): 9. http://www.sueddeutsche.de/gesundheit/usa-dokumente-der-zuckerindustrie-belegen-einfluss-auf-die-politik-1.2386491 (Zugegriffen: 22. April 2015).

Kearns, Cristin E., Stanton A. Glantz und Laura A. Schmidt. 2015. Sugar Industry Influence on the Scientific Agenda of the National Institute of Dental Research’s 1971 National Caries Program: A Historical Analysis of Internal Documents. PLOS Medicine 12, Nr. 3 (10. März): e1001798. doi:10.1371/journal.pmed.1001798.

Lenzen-Schulte, Martina. 2015. Wie "Big Sugar" manipuliert: Zuckerlobbyisten treiben Forscher vor sich her. Frankfurter Allgemeine Zeitung (26. Juli): 1. http://www.faz.net/-gx3-85wqw (Zugegriffen: 26. März 2015).

O’Connor, Anahad. 2015. Coca-Cola Funds Scientists Who Shift Blame for Obesity Away From Bad Diets. The New York Times (9. August). http://nyti.ms/1KZUZ4e (Zugegriffen: 11. August 2015).

Zinkant, Kathrin. 2015. Coca-Cola - Klebrige Argumente. Süddeutsche Zeitung (11. August): 1. http://www.sueddeutsche.de/politik/coca-cola-klebrige-argumente-1.2602390 (Zugegriffen: 11. August 2015).