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Tierisch überflüssig: Krankenversicherungen für Haustiere

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Impfungen, Kastration, Wurmkuren oder verletzte Pfoten – muss ein Haustier zum Arzt, können Kosten für Behandlungen und Medikamente richtig ins Geld gehen. Doch eine Krankenversicherung für Tiere lohnt in den meisten Fällen nicht.

Das Wichtigste in Kürze:

  • Krankenversicherungen für Tiere lohnen sich selten.
  • Versichert werden meist nur gesunde Tiere.
  • Vorsicht im Kleingedruckten: Nicht alle Behandlungen werden bezahlt.
Ein Hund wird mit einem Stethoskop abgehört.
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Impfungen, Kastration, Wurmkuren oder verletzte Pfoten – muss ein Haustier zum Arzt, können die Ausgaben für Behandlungen und Medikamente richtig ins Geld gehen. Einige Versicherer bieten zur Reduzierung der Kosten spezielle Versicherungen für Hunde, Katzen und Pferde an. Doch deren Nutzen ist beschränkt: Die Policen sind teuer, und nicht alle Behand­lungen werden bezahlt. Zudem werden meist nur gesunde Tiere versichert. Bleibt also die Frage, ob und in welchen Fällen sich eine Versicherung für einen Vier­beiner überhaupt lohnt.

Leistungen:

Tierbesitzer können meist zwischen zwei Versicherungs­varianten wählen: Die Vollversicherung übernimmt die Kosten bei Unfällen oder Erkrankungen für (spezielle) Untersuchungen, Behandlungen und Operationen. Standardleistungen wie Impfungen und Kastration sind allerdings meist nicht mitversichert. In der Regel ist eine Selbstbeteiligung in Höhe von 20 Prozent enthalten. Die Höhe des Jahresbeitrags richtet sich nach mehreren Faktoren – etwa Tierart, Rasse, Alter, Größe und Gewicht. Günstiger als dieser Rundumschutz ist eine OP-Kostenversicherung. Diese kommt aber nur für die Kosten von chirurgischen Eingriffen unter Narkose auf. Der Versicherungs­schutz bei beiden Modellen gilt oftmals auch im Urlaub – pro Aufenthalt in der Regel maximal bis zu sechs Monaten.

Einige Versicherer bieten eine weltweite Absicherung, andere haften jedoch nur für Erkran­kungen und Unfälle innerhalb Europas. Bevor sich Halter für eine Tierversicherung entscheiden, sollten sie mehrere Angebote ein­holen und die für sie wesentlichen Punkte miteinander vergleichen.

Ausschluss- und Aufnahmekriterien:

Nur gesunde Tiere werden versichert. Als Faustregel gilt: Je älter Hund oder Katze bei Ver­tragsabschluss sind, desto teurer ist die Police. Die Altersgrenzen variieren jedoch: Zu versichernde Tiere dürfen meist nicht jünger als zwei Monate sein. Ab einem bestimmten Alter werden vier­beinige Hausgenossen nicht mehr oder nur gegen einen Aufschlag versichert. Oft wird auch der Nachweis von Impfungen gegen bestimmte Krankheiten sowie ein Mikrochip unterm Fell mit der Angabe von Daten gemäß EU-Standard verlangt.

Kosten:

Kleinere Hunde können oft preiswerter versichert werden als größere. Der Beitrag für einen Stubentiger ist günstiger als für eine freilaufende Katze. Der Vollschutz kostet mehr als die OP-Ver­sicherung. Laut Finanztest zahlt ein Hundebesitzer jährlich ab rund 120 bis zu annähernd 1.300 Euro. Bei einer Katze beginnen die Tarife bei 160 Euro und enden bei 560 Euro. Im Vergleich hierzu kostet die günstigste OP-Versicherung für Waldi ab 110 Euro und für Mietze ab 70 Euro im Jahr.

Empfehlung:

Eine Krankenversicherung für Tiere lohnt zumeist nicht. In einigen Praxen wird der dreifache Satz der Gebührenordnung für Tierärzte (GOT) berechnet. Da Versicherun­gen in der Regel nur die Kosten bis zum zweifachen Satz der GOT über­nehmen, müssen Herrchen oder Frauchen den Rest aus eigener Tasche bezahlen. Deshalb rechnet es sich eher, auf den Versicherungsschutz für den vier­beinigen Hausgenossen zu verzichten und gelegentliche Behand­lungen aus eigener Tasche zu zahlen.

Ein absolutes Muss ist hingegen eine Haft­pflichtversicherung für Hundehalter: Gerät ein Hund außer Kon­trolle, muss ein Halter für eventuell entstandene Schäden auf­kommen. Die Versicherungssumme sollte hierbei mindestens pauschal fünf Millionen Euro für Personen- und Sachschäden betragen. Bei Besitzern von Katzen deckt eine private Haftpflicht­versicherung mögliche Folgen von unkalkulierbarem Verhalten ab.