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Popup-Werbung auf dem Handy entfernen

Stand:

Wenn ständig Werbebotschaften das Smartphone blockieren, gibt es diese Tricks, um sie loszuwerden.

Das Wichtigste in Kürze:

  • Manche Werbebotschaften auf dem Smartphone blockieren das komplette Display.
  • Meist lässt sich diese aggressive Werbeform entfernen, indem der Cache des Internet-Browsers gelöscht wird (Anleitung s. unten).
  • Auch Apps können für die Botschaften verantwortlich sein. Daher kann auch das Deinstallieren von kürzlich hinzugefügten Anwendungen helfen.
Screenshots verschiedener angeblicher Viren-Warnungen und Gewinnbenachrichtigungen

Warnung vor Viren und Gewinnbenachrichtigungen auf dem Smartphone? In diesem Fall ist es lästige Popup-Werbung.

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Mal sollen Sie etwas gewonnen haben, mal ist angeblich das Smartphone in Gefahr: Hin und wieder erscheint so genannte Popup-Werbung, die das gesamte Display blockiert, sobald Sie irgendeine Internetseite öffnen. Das kann nervig sein. Übel wird es, wenn sie durch so eine Werbung plötzlich unbewusst ein Abo abschließen. Immerhin können Sie sich davor grundsätzlich mit einer Drittanbietersperre schützen. Generell lautet die erste Regel in so einer Situation: Nichts antippen und keine persönlichen Daten in Eingabefelder eintragen! Denn oft lauern hinter solchen Gewinn-Nachrichten schlicht Adressensammler, die Geld mit Ihren Daten machen wollen. Mehr dazu auf checked4you.de, dem Online-Jugendmagazin der Verbraucherzentrale NRW.

Woher aber kommen die Nachrichten? Meistens werden sie in große Werbenetzwerke eingeschleust, sodass sie auf praktisch jeder Internetseite erscheinen können, die man mit dem Smartphone öffnet. Die Betreiber der Internetseite können in der Regel gar nichts dafür. Sie können höchstens beim Werbenetzwerk, mit dem sie zusammenarbeiten, die Sperrung der Werbeanzeigen fordern. Ein ewiges Katz- und Mausspiel.

Dass ähnliche Werbeanzeigen immer wieder erscheinen, liegt oft an Cookies, die im Browser gespeichert werden. Eine weitere Möglichkeit ist, dass installierte Apps solche Werbebotschaften auslösen.

Und wie wird man die aggressive Werbung wieder los bzw. verhindert, dass sie schnell erneut erscheint? Folgende Schritte helfen in der Regel:

Cache leeren bei Android-Smartphones/-Tablets

  1. Einstellungen des Smartphones öffnen.
  2. Den Menüpunkt "Anwendungen" antippen (bei manchen Geräten heißt der auch "Anwendungsmanager", "Apps" oder ähnlich).
  3. Die Browser-App suchen und antippen (heißt oft "Internet", sofern man keinen Browser wie Chrome, Firefox, Opera oder ähnliches installiert hat).
  4. Im Bereich "Speicher" auf "Cache leeren" tippen.
  5. In den Einstellungen der Browser-App die Cookies löschen (meist zu finden direkt in den Einstellungen der App unter "Datenschutz", "Persönliche Daten löschen" oder ähnlichem). Wenn möglich, stellen Sie den Browser so ein, dass keine Cookies von Drittanbietern akzeptiert und die Cookies bei jedem Beenden gelöscht werden.
  6. Sollte das nicht geholfen haben, die Schritte 1-3 wiederholen und im Bereich "Speicher" auf "Daten löschen" tippen. Hinweis: Dadurch werden bereits geöffnete Tabs, gespeicherte Formulardaten und Einstellungen gelöscht. Es wird also praktisch der Ursprungszustand der App wiederhergestellt.
  7. Nutzen Sie verschiedene Browser, wiederholen Sie die Schritte 1-5 (oder 6) für jeden einzelnen.
  8. Da solche Werbeanzeigen auch von Apps ausgelöst werden können, deinstallieren Sie testweise kürzlich installierte Apps, wenn sich das Problem nicht über das Bereinigen der Browser lösen lässt. In einer Anleitung erklärt Google, wie Sie problematische Android-Apps ausfindig machen können.

Cache leeren bei iPhones/iPads

  1. Flugmodus aktivieren.
  2. "Einstellungen" öffnen, zu "Safari" scrollen und antippen.
  3. "Verlauf und Websitedaten löschen" antippen.
  4. Safari-Fenster schließen und Gerät neu starten.
  5. Flugmodus deaktivieren.
  6. Nutzen Sie weitere Browser-Apps, wieder holen Sie die Schritte 1-5 auch mit denen.

Besonderheit Facebook-App

Wer die Facebook-App auf seinem Smartphone nutzt, kann damit auch Links öffnen, die in der Facebook-Timeline angezeigt werden. Denn in der App ist ebenfalls ein Browser enthalten. Auch hier können manipulierte Werbeanzeigen lauern. Erscheinen oben beschriebene Popups während der Facebook-Nutzung, gibt es bei Android-Telefonen folgende Möglichkeiten dagegen:

  1. Oben oder unten rechts auf die drei Striche tippen,
  2. Herunterscrollen und "Einstellungen und Privatsphäre" antippen, danach "Einstellungen" antippen,
  3. Herunterscrollen und auf "Medien und Kontakte" tippen,
  4. bei "Links werden extern geöffnet" den Schieberegler antippen, damit er blau wird.
  5. Weiter unten kann mit "Browser-Daten auf deinem Handy löschen" der Cache des Facebook-Browsers geleert werden.

Die Facebook-App für Apple-Geräte bietet die beschriebene Einstellungsmöglichkeit nicht. Hier kann man lediglich im Bereich "Medien und Kontakte" auf "Browser" tippen und dort die Browserdaten löschen.

Weitere Schutz-Möglichkeiten

Wer möchte, kann sich einen Ad-Blocker installieren. Der kann verhindern, dass Werbung angezeigt wird. Dadurch drohen den Betreibern der Webseiten aber auch Einnahmeeinbußen und einige haben ihre Internetseiten für Nutzer mit Ad-Blockern bereits gesperrt. Darüber hinaus gibt es Virenschutz auch für Smartphones. Vor allem für Android-Nutzer, die viel aus unsicheren Quellen installieren und oft unbekannte Internetseiten besuchen, kann der sinnvoll sein. Das Für und Wider wird im Online-Jugendmagazin checked4you.de erörtert.

Apps sollten möglichst nur aus den offiziellen Stores (Google Play Store, Apple App-Store) installiert werden. Achten Sie dort auf Erfahrungsberichten von Nutzern. Gibt es keine und kaum Downloads, warten Sie lieber mit der Installation bei einer neuen App, die Ihnen unbekannt ist. Während Apple die Installation aus anderen Quellen ohne weiteres gar nicht vorsieht, lässt sich bei Googles Android eine Sperre setzen. Dazu tippen Sie in den "Einstellungen" auf "Gerätesicherheit" (oder ähnliches). Bei "Unbekannte Quellen" darf dann kein Haken gesetzt sein bzw. muss der Schieberegler auf "aus" stehen.