Boom beim Heizungstausch

Pressemitteilung vom

Boom beim Heizungstausch

Verbraucher:innen sollten den Sommer für den Austausch ihres Heizkessels nutzen.

  • Austausch veralteter Heizanlagen hat Konjunktur
  • Fördermöglichkeiten so attraktiv wie noch nie
  • Verbraucherzentrale berät im Rahmen der Aktion „Besser heizen“
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Die Energiewende ist in den Heizkellern angekommen. Die Nachfrage nach neuen Heizanlagen und Modernisierungsmaßnahmen ist im Corona-Jahr 2020 stark gestiegen. Trotzdem verbrennt noch jede vierte Heizung in Nordrhein-Westfalen Öl. Hinzu kommt: Mit einem Durchschnittsalter von 19 Jahren sind diese Heizanlagen veraltet und wenig effizient. Für Verbraucher:innen ist jetzt der richtige Zeitpunkt, sich für ein neues Heizsystem zu entscheiden und den Sommer für einen Heizungstausch zu nutzen. Im Rahmen der Aktion “Besser heizen” bietet die Verbraucherzentrale NRW umfassende Informationen zum Heizungstausch.

Es ist ein regelrechter Boom auf dem Heizungsmarkt zu verzeichen. Für das Jahr 2020 meldete der Bundesverband der Deutschen Heizindustrie (BDH) ein Wachstum von 13 Prozent beim Austausch veralteter Heizungen, dabei sind insbesondere die erneuerbaren Energien ohne Zweifel auf dem Vormarsch. Wärmepumpen verzeichneten ein Wachstum von 40 Prozent, thermische Solaranlagen von 26 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

„Mit der Umstellung auf moderne effiziente Heizsysteme wie Wärmepumpen, Pelletheizungen oder Solarthermieanlagen sind Hausbesitzer in Nordrhein-Westfalen bestens für die Zukunft gerüstet“, sagt die nordrhein-westfälische Umwelt- und Verbraucherschutzministerin Ursula Heinen-Esser. „Der Heizungstausch lohnt sich nicht nur perspektivisch für den eigenen Geldbeutel, sondern die Verbraucherinnen und Verbraucher setzen damit auch ein klares Zeichen gegen den Klimawandel.“

Verbraucher:innen haben die Qual der Wahl zwischen verschiedenen, nachhaltigen Energiequellen wie Sonne, Erdwärme oder erneuerbaren Brennstoffen. Die neuen Heizsysteme sind technisch ausgereift und erprobt. „Eine gute Planung und Beratung ist wichtig, denn mit einer neuen Heizung trifft man eine Entscheidung für die kommenden 20 Jahre“, sagt Udo Sieverding, Bereichsleiter Energie der Verbraucherzentrale NRW. „Welches Heizsystem im Einzelfall das Beste ist, hängt von unterschiedlichen Faktoren ab, wie zum Beispiel der Wärmedämmung des Hauses.“

Dass Heizen mit fossilen Brennstoffen nicht mehr zeitgemäß ist, merken Verbraucher:innen spätestens seit Beginn des Jahres auch in ihrem Geldbeutel. Mit der neuen CO2-Bepreisung ist der Preis für Öl und Gas deutlich gestiegen. Dem gegenüber stehen finanzielle Anreize für den Umstieg auf klimaschonende Alternativen. „Wer jetzt umsteigen will, bekommt so gute Bedingungen wie noch nie. Es gibt unterschiedliche Fördermöglichkeiten über Steuerersparnis oder einen Zuschuss für den Heizungsaustausch von mehr als 45 Prozent“, erläutert Sieverding. „In der individuellen Beratung können wir feststellen, welche Fördermöglichkeit am sinnvollsten ist. Das hängt zum Beispiel vom Alter der Anlage oder vom Zeitpunkt der Antragsstellung ab.“

Trotz des aktuellen Booms beim Heizungstausch ist im Wärmesektor noch viel zu tun. Die meisten Heizungen in Deutschland arbeiten weiterhin mit Öl und Gas. Ein typischer Haushalt verbraucht 2.000 Liter Öl im Jahr. Über die Hälfte der Heizkessel sind zudem veraltet und nicht mehr effizient. Sie verschwenden nicht nur Energie, sondern sind auch kostspielig. Bei der Verbraucherzentrale NRW können sich Verbraucher:innen über Förderung, Planung und Durchführung eines Heizungstauschs informieren.

Weitere Informationen zur Aktion „Besser heizen“ findet sich auf der Homepage der Verbraucherzentrale NRW unter www.verbraucherzentrale.nrw/besser-heizen


Die Aktion „Besser heizen“ findet statt im Rahmen des Projekts ENERGIE2020plus der Verbraucherzentrale NRW, das mit Mitteln des Landes (Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen) und der EU gefördert wird.

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