Menü

Auf einen Blick: Wie kommt die Sonne in den Tank?

Das Wichtigste in Kürze:

  • Es ist technisch machbar, das E-Auto mit selbst erzeugtem Sonnenstrom zu laden.
  • Solarstrom ist die günstigste Energiequelle, um ein Elektrofahrzeug zu Hause zu laden.
  • Sie sollten sich vorab gut informieren und beraten lassen.
Einfamilienhaus mit E-Auto
Off

Mit Sonnenstrom vom eigenen Dach das Auto betanken – das ist die günstigste und umweltfreundlichste Art, ein Elektrofahrzeug zu laden. Und es erhöht den Eigenverbrauch von Ökostrom aus der eigenen Photovoltaik-Anlage (PV-Anlage) – ein logischer Schritt für Haushalte, die nach mehr Unabhängigkeit vom externen Energieanbieter streben. Als Prosumer sind sie gleichzeitig Energieproduzent und -verbraucher. Noch zählen diejenigen, die ihren Sonnenstrom auch für ihr Fahrzeug nutzen, zu den Pionieren im Land. Doch ihre Zahl könnte bald steigen, denn es gibt einige Faktoren, die ihnen entgegenkommen.

Das E-Auto startet durch. So will die Autoindustrie bis 2020 mehr als 100 verschiedene Modelle auf den Markt bringen. 2018 hat sich die Zahl der Neuzulassungen bei Elektroautos um 44 % (2017: fast 120 %) und bei Plug-In-Hybriden um knapp 7 % (2017: 114 %) erhöht. Die Tendenz für den Bestand ist steigend. Der Diesel-Skandal, Fahrverbote in Großstädten und vielleicht irgendwann auch eine Pflichtquote für alternative Antriebe könnten die Nachfrage beflügeln. Und damit das elektrische Fahren auch wirklich umweltfreundlich wird, sollte das Auto mit Strom aus erneuerbaren Energien fahren – am besten vom eigenen Dach.

Auch bei der Infrastruktur tut sich etwas. Es gibt immer mehr öffentliche Ladesäulen. Die Ladetechnik für zu Hause hat sich weiterentwickelt. Wer sich in der eigenen Garage oder auf seinem privaten Stellplatz eine Ladestation einrichtet, bekommt dafür sogar Fördermittel. Die gibt es übrigens auch für PV-Anlagen, Batteriespeicher und E-Autos.

Die gute Nachricht lautet also: Ein Elektroauto mit eigenem Solarstrom zu beladen ist auch für Privatpersonen technisch machbar. Es ist nicht nur vergleichsweise praktisch,  wenn das Auto tagsüber zur Ladung bereitsteht – es ist besonders im Vergleich zur Ladung nachts ökologisch und auch wirtschaftlich. Grundsätzlich gilt: Wenn größere Mengen Solarstrom mittels Batteriespeicher auch über Nacht geladen werden, ist es noch immer technisch anspruchsvoll und mit zusätzlichem finanziellen Aufwand verbunden.

Deshalb sollten Sie sich vorab gut informieren und beraten lassen. Das gilt für die Auswahl der richtigen Technik genauso wie für die Abwägung von Kosten und Nutzen. Daneben spielen Umweltaspekte sowie Fragen zur Rechtslage und zu Versicherungen eine Rolle. Wichtig ist auch die Abstimmung der einzelnen Komponenten aufeinander, also von PV-Anlage, E-Auto, Ladetechnik, Batteriespeicher und gegebenenfalls von einem Energiemanagement. Letzteres hilft dabei, möglichst viel des selbst erzeugten Sonnenstroms selber zu verbrauchen und damit die Wirtschaftlichkeit Ihrer Photovoltaikanlage zu erhöhen.

Auf diesen Seiten finden Sie zu all diesen Fragen erste Tipps und Hinweise. Sie richten sich hauptsächlich an Eigentümer von Einfamilienhäusern mit unmittelbar angeschlossenem Stellplatz oder Garage. Eine Checkliste zeigt Ihnen, worauf Sie vor Ihrer Entscheidung achten sollten. Mit Hilfe des interaktiven Solarrechners können Sie überschlägig ermitteln, wie viel Solarstrom Ihr Elektromobil überhaupt laden kann.

Ergänzend zu diesen Informationen kann Sie unsere Videoberatung Energie bei einer ersten Einschätzung zu „Sonne im Tank“ erzeugt von Ihrer eigenen Solaranlage unterstützen. Diese flexible Beratung zum Einstieg kann allerdings die Beratung vor Ort durch eine Expertin oder einen Experten nicht ersetzen.

Gefördert durch

Logo EULogo Efre