Symptome googeln? Vier Anzeichen für irreführende Gesundheitswerbung

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Das Internet, vor allem Google, ist für Viele bei Fragen zur Gesundheit und Symptomen erste Informationsquelle. Doch nicht jeder Suchmaschinen-Treffer ist verlässlich. An diesen Anzeichen erkennen Sie, wann Vorsicht geboten ist.

Mann mit Mütze und Schal am Laptop und Handy
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  • Alarmsignal 1: Produktwerbung
    Wenn auf einer Webseite unter dem Deckmantel neutraler Gesundheitsinformation für konkrete Produkte geworben wird, sollten Sie skeptisch werden. Verlässliche Informationen befördern keine Produkte oder bestimmte Hersteller.
  • Alarmsignal 2: Entscheidungsdruck
    Wenn Ängste geschürt werden, etwa vor Vitaminmangel, oder wenn darauf hingewiesen wird, dass man schnell bestellen solle, weil nur noch eine geringe Anzahl vorrätig sei, ist große Zurückhaltung angesagt. Denn Werbeaussagen, die irreführend sind oder Ängste auslösen, sind gesetzlich verboten, sowohl für Arzneimittel als auch für Nahrungsergänzungsmittel.
  • Alarmsignal 3: Garantierte Wirkung ohne Nebenwirkung
    Wenn ein sicherer Heilungserfolg versprochen wird oder keinerlei Nebenwirkungen auftreten sollen, ist Vorsicht geboten. Denn eine Garantie für eine Heilung ("Hilft effektiv und zuverlässig gegen Arthrose/Rheuma/Diabetes" o.ä.), ist unseriös. Und Nebenwirkungen sind auch bei wirksamen Mitteln nie auszuschließen.
  • Alarmsignal 4: Unklares Impressum
    Wenn im Impressum kein rechtsfähiges Unternehmen oder nur eine ausländische Postfach-Adresse zu finden ist, kann dies ein Hinweis darauf sein, dass Anbieter ihre Identität verschleiern. Sie sollten daher stutzig werden, wenn Ihnen beispielsweise das Kürzel für die Rechtsform nicht bekannt vorkommt oder Sie einen Phantasienamen hinter der Anschrift vermuten.

Eckart von Hirschhausen im Video zu irreführender Gesundheitswerbung: "Wenn etwas zu gut klingt, ist es meistens auch nicht gut"

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Unser Angebot "Faktencheck-Gesundheitswerbung" gibt Orientierung und Tipps, um gute von schlechten Gesundheitsseiten zu unterscheiden. Hier können Sie auch selbst Fragen stellen und falsche oder irreführende Gesundheitsinformationen melden.