Steyler Bank stellt Sparverträge ein – Kunden sollten widersprechen

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Weil das Zinsniveau niedrig ist, kündigen Banken attraktive Sparpläne. Die Steyler Bank will ihre Bonussparpläne umwandeln. Kunden büßen Rendite ein und müssen das nicht akzeptieren.

Lupe auf Taschenrechner und 50-Euro-Scheinen
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Die Kündigungswelle von Sparverträgen mit Bonusprämien trifft Sparer deutschlandweit. Auch die Steyler Bank mit Sitz in Sankt Augustin möchte sich aktuell von den für sie teuren Verträgen trennen. Die Ethikbank hatte ihren Kunden Bonussparpläne mit einer Bonusstaffel bis hin zu 125 Prozent auf die jährlichen Einzahlungen ab dem 24. Jahr angeboten – im heutigen Umfeld sicherlich eine gute Geldanlage.

Aktuell liegen der Verbraucherzentrale NRW Beschwerden von Kunden der Bank vor, die um ihre Verträge fürchten. Die Kunden wurden Ende Januar 2020 von der Bank unter dem Betreff "Änderung unser Produktpalette: Ihr Bonussparplan" über die Entscheidung der Bank informiert, den Sparplan mit den vorteilhaften Konditionen aus ihrem Angebot zu nehmen. Und diese Entscheidung beträfe nicht nur den Abschluss von Neuverträgen, sondern auch bereits laufende Sparpläne.

Dazu teilt die Bank in ihrem Schreiben an die Kunden lapidar mit: "Das heißt für Sie: Ihr Bonussparplan läuft im März aus." Weitere Raten würden nicht mehr eingezogen und das Guthaben als normales Sparkonto weitergeführt – selbstverständlich ohne die lukrativen, vertraglich vereinbarten Bonusanreize. Eine Kündigung des Vertrags wird seitens der Bank zwar explizit nicht ausgesprochen, der beschriebene Effekt ist ohne die Boni jedoch vergleichbar.

Die Verbraucherzentrale NRW rät den Betroffenen, sich gegen die Vertragsänderung  zu wehren – mit guter Aussicht auf Erfolg. Widersprechen Sie gegenüber der Steyler Bank aktiv der Änderung Ihres Vertrages und fordern Sie die Bank zur Weiterführung des Bonussparplans auf. Sie finden hier einen entsprechenden Musterbrief zum kostenlosen Download.


Falls Ihre Bank oder Sparkasse Ihren Sparvertrag kündigt, müssen Sie das nicht ohne weiteres hinnehmen. Informationen zur Rechtslage haben wir in diesem Artikel zusammengestellt.