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Kündigung des Sparvertrags: Prüfen, ob sich Widerspruch lohnt

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In NRW flattern Kunden der Sparkasse derzeit Schreiben ins Haus, mit denen die Geldinstitute die meist schon lange laufenden Prämiensparverträge kündigen. Dürfen die das? Und was kann ich tun?

Gebäude einer Sparkasse
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Auf diese Fragen suchen viele Ratsuchende bei der Verbraucherzentrale NRW nun Antworten. Weil es im Kleingedruckten der Verträge eine ganze Reihe unterschiedlicher Vereinbarungen über Prämien, deren Staffeln und Laufzeiten gibt, hat die Verbraucherzentrale NRW für den Vorab-Check einen Katalog mit zentralen Fragen zusammengestellt. Mit dessen Hilfe können Sie ausloten, ob der Kündigung des Sparvertrags durch die Sparkasse widersprochen werden sollte. Dabei hilft dann dieser Musterbrief.

Ein Widerspruch gegen das Kündigungsschreiben ist sinnvoll, wenn eine der folgenden Fragen mit „Ja“ beantwortet werden kann:

  • Ist explizit eine Laufzeit vereinbart worden und diese noch nicht abgelaufen?
  • Hat der Vertrag keine explizite Laufzeit, aber Angaben zur maximalen Laufzeit?
  • Wurden personalisierte Beispielrechnungen erstellt und auf dieser Grundlage der Vertrag geschlossen?
  • Ist die höchste vereinbarte Prämienstufe noch nicht erreicht?
  • Ist die höchste Prämienstufe zwar erreicht, aber sollte diese auch noch für bestimmte weitere Jahre gelten, in denen man eigentlich noch davon profitieren würde?
  • Checken Sie nicht nur den Vertrag, sondern auch die übrigen Unterlagen: Wurde das Vertragsformular während der Laufzeit durch zusätzliche Vereinbarungen, Ergänzungen oder Änderungen (z. B. eine Änderung der maximalen Vertragslaufzeit) erweitert?

Außerdem können Sie mit Hilfe dieser Fragen vorab einschätzen, ob eine weitere rechtliche Beratung empfehlenswert ist. Seitens der Verbraucherzentrale NRW hilft hier die „Beratung zum Bank- und Kapitalmarktrecht“.

Unabhängig von der Frage, ob die Kündigung rechtmäßig war, ist es möglich, dass Prämiensparverträge von Banken und Sparkassen unzulässige Klauseln zur Zinsanpassung enthalten. Hier kann es sich unter Umständen sehr lohnen, die Zinsen nachberechnen zu lassen. Dabei hilft Ihnen dieser Musterbrief. Achtung: Unser o.g. Beratungsangebot deckt dies nicht ab! Sollten Sie hierzu Unterstützung benötigen, können Sie sich allerdings online an die Verbraucherzentrale Sachsen wenden. Hier finden Sie zudem mehr Informationen zu diesem Thema.