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Strom oder Gas werden teurer? Anbieterwechsel prüfen!

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5 Tipps für die Suche nach einem passenden Tarif.

Das Wichtigste in Kürze:

  • Vergleichsportale nutzen, nicht von Boni blenden lassen und kurze Laufzeiten wählen.
  • Preisgarantien können häufig eingeschränkt sein: Prüfen Sie, ob sei auch z. B. für gesetzlich vorgeschriebene Umlagen gelten.
  • Ökotarife sollten nicht überschätzt werden – sie bedeuten nicht automatisch eine zuverlässige Investition in mehr Klimaschutz.
Eine Energiesparlampe liegt zusammen mit einem 5-Euro-Schein auf einer Stromrechnung.
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Viele Stromanbieter werden zum Jahreswechsel steigende Umlagen und Netzentgelte zum Anlass nehmen, ihre Preise zu erhöhen. Auch beim Gas kann es zu Verteuerungen kommen. Wir raten deshalb, gerade jetzt alle Schreiben von Energieanbietern sorgfältig zu lesen. Denn Informationen zu Preiserhöhungen sind nicht immer auf den ersten Blick zu erkennen, sondern manchmal geradezu versteckt.

Transparente Informationen zu Preiserhöhungen sind zwar vorgeschrieben – daran halten sich aber  leider nicht alle Anbieter. Steigt der Preis, sollten Sie einen Anbieterwechsel prüfen. Bei jeder Preiserhöhung haben Kunden ein Sonderkündigungsrecht bis zum Tag, an dem die Erhöhung in Kraft tritt. Und wer in der Grundversorgung ist, kann sowieso immer mit einer Frist von zwei Wochen kündigen.

Auch welche wesentlichen Punkte Sie beim Wechseln achten sollten, haben lesen Sie in diesem Artikel. Ausführlich gibt es alle Tipps auch auf unserer Übersichtsseite mit Tipps und Hilfen rund um Energieverträge.

Vergleichsportale nutzen

Der Weg zum neuen Strom- oder Gasvertrag führt in aller Regel über ein Online-Tarifportal. Hier gibt es einen guten Überblick über das Angebot. Wichtig dabei: Nicht ungeprüft die Voreinstellungen übernehmen, sondern die Filter an die eigenen Wünsche anpassen. So sollten zum Beispiel nicht nur Anbieter angezeigt werden, zu denen ein Wechsel direkt über das Portal möglich ist. Sonst ist die Auswahl unnötig klein.

Nicht von Boni blenden lassen

Empfehlenswert ist zum Beispiel, versprochene Bonuszahlungen nicht sofort in den Vergleich einzubeziehen. Denn diese mindern die Kosten nur im ersten Vertragsjahr – danach sind Bonustarife teilweise sehr teuer. Außerdem zahlen nicht alle Anbieter versprochene Boni auch zuverlässig aus.

Flexibel bleiben

Wer kurze Laufzeiten und Kündigungsfristen wählt, kann regelmäßig prüfen, ob sich ein besserer Tarif findet. Energieverträge sollten deshalb zunächst maximal ein Jahr laufen und sich dann höchstens um einen Monat automatisch verlängern. Die Kündigungsfrist sollte nicht länger als vier Wochen sein.

Garantiert günstig?

Preisgarantien sollen vor steigenden Preisen schützen. Sie sind aber häufig eingeschränkt. Einen Schutz vor steigenden Preisen bieten sie nur, wenn die wichtigsten Preisbestandteile abgedeckt sind. Bei Gas sollten mindestens die Beschaffungskosten und die Netzentgelte von der Garantie abgedeckt sein, beim Strom auch alle gesetzlich vorgeschriebenen Umlagen.

Ökotarife nicht überschätzen

Öko-Tarife bedeuten leider keine zuverlässige Investition in mehr Klimaschutz. Die beiden Labels "ok-power" und "Grüner Strom" geben zwar beim Strom Orientierung, beim Gas aber gibt es keine derart zuverlässigen Hilfen. Der sicherste Weg zum klimaschonenden Energieverbrauch ist deshalb das Energiesparen. Ein paar zusätzliche Euro sind also besser in programmierbare Thermostate oder effiziente Haushaltsgeräte investiert, als in den Aufpreis für einen Öko-Tarif.