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Preiserhöhungen in E-Mails versteckt: Drei Stromversorger abgemahnt

Stand:

Das Wichtigste in Kürze:

  • Die Schreiben und E-Mails wirken eher wie Werbung statt Infos über steigende Preise: Einige Energieversorger teilen ihren Kunden anstehende Preiserhöhungen aus unserer Sicht nicht deutlich genug mit.
  • Aus diesem Grund haben wir Strogon, Fuxx – Die Sparenergie GmbH und EVD (EnergieVersorgung Deutschland) abgemahnt.
  • Wir fordern deutliche Hinweise auf Preisänderungen schon im Betreff der Nachrichten.
Stromstecker und Taschenrechner auf 100-Euro-Scheinen
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Wenn Energieversorger ihre Preise erhöhen, müssen sie ihre Kunden darüber informieren. Das passiert oft per E-Mail – in einigen Fällen aber so, dass die Nachrichten eher wie Werbung daher kommen und die Kunden gar nicht sofort erkennen, dass sich an ihren Verträgen etwas ändert. Dabei hat jeder bei einer Preiserhöhung ein Sonderkündigungsrecht und könnte den Anbieter wechseln.

Wir haben drei Unternehmen wegen intransparenter Preisänderungsmitteilungen abgemahnt. Die Energieversorger Strogon, Fuxx – Die Sparenergie GmbH und EVD (EnergieVersorgung Deutschland) wurden unter anderem aufgefordert, Verbrauchern keine Preisänderungen per E-Mail anzukündigen, ohne diese im Betreff auch eindeutig als solche zu kennzeichnen. Wenn Schreiben noch weitere Informationen enthalten, müssen die Informationen zu den Preisänderungen deutlich hervorgehoben werden.

Klagen als nächster Schritt

Wenn die drei Anbieter das kritisierte Verfahren nicht unterlassen, werden wir klagen. Dann müssen Richter entscheiden, ob wir mit unserer Auffassung richtig liegen, dass Kunden bei einer E-Mail bereits unmittelbar im Betreff den Hinweis auf die Preiserhöhung erkennen müssen.

Energieanbieter müssen ihre Kunden auf transparente und verständliche Weise über Vertragsänderungen und Preiserhöhungen unterrichten – so gibt es der Gesetzgeber vor. Eine rechtzeitige Ankündigung ist ebenso vorgeschrieben wie der Hinweis, dass Kunden bei Preisanhebungen ein Sonderkündigungsrecht haben.

Wichtige Info als Randnotiz

Bei manchen Anbietern können die wichtigen Infos mit Werbung verwechselt werden. Nach ausführlichen Unternehmensinformationen wird eher beiläufig oder als Randnotiz über die anstehenden Preiserhöhungen informiert. Oder die höheren Strompreise werden erst offensichtlich, wenn sich der Kunde durch einige Seiten der mitgeschickten neuen allgemeinen Geschäftsbedingungen klickt.

Darüber hinaus ist es aus unserer Sicht wünschenswert, wenn alle Anbieter die alten und neuen Preise in einer Gegenüberstellung aufführen. Oft werden nur die neuen Preise genannt. Durch einen Vergleich mit den bisherigen Vertragsunterlagen muss der Kunde den Unterschied seiner Kosten dann selbst ermitteln.