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FAQ Schadstoffe: Waschen, Putzen, Reinigen

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Konservierungsmittel in Waschmitteln und Spülmitteln

Ich bin allergisch gegen die Konservierungsmittel Chlormethylisothiazolinon (CMI) und Methylisothiazolinon (MI), weil ich früher Abschminktücher verwendet habe. Von Wandfarbe habe ich wieder Ausschlag bekommen. Muss ich auch bei Waschmitteln aufpassen? (07.06.2019)

Ja, auch in wasserhaltigen Putz- Wasch- und Reinigungsmitteln können Isothiazolinone als Konservierungsmittel vorkommen, zum Beispiel in Handgeschirrspülmitteln, Flüssigwaschmitteln oder Weichspülern. Konservierungsmittel müssen unter dem Stichwort „Inhaltsstoffe“ auf der Packung angegeben werden. Außerdem muss auf der Verpackung eine Internetadresse angegeben sein, unter der Sie sich über die Inhaltsstoffe informieren können.

Bei Produkten mit dem  Siegel des Deutschen Allergie und Asthmabundes (DAAB)  und dem ECARF-Siegel  ist die Verwendung von Isothiazolinonen ausgeschlossen.

Quellen:

PFC in Imprägnierspray von Simex Outdoor

Ich habe eine Spraydose "Imprägnierspray" 400ml der Firma Simex Outdoor Int. GmbH gekauft. Dann hörte ich, dass oft in solchen Imprägniermitteln der hoch giftige Stoff  PFC enthalten ist. Ist das auch bei diesem Imprägnierspray auf Wasserbasis der Fall? Müssen PFC gekennzeichnet werden? (27.08.2019)

Der Hersteller hat auf unsere Anfrage geantwortet, dass folgendes HIGH PEAK Imprägnierspray auf Wasserbasis PFC (Per-oder polyfluorierte Carbone) enthält: https://www.highpeak-outdoor.com/impraegnierspray.html

PFC sind extrem langlebig, werden daher auch als "Forever Chemicals" bezeichnet. Sie sind als Umweltschadstoffe bereits weit verbreitet und wurden selbst in entlegenen Regionen wie der Antarktis nachgewiesen. Die Verbraucherzentrale NRW ist der Ansicht, dass PFC nicht in Verbraucherprodukten eingesetzt werden sollten und bedauert es sehr, dass keine Kennzeichnungspflicht für PFC in Imprägniersprays auf der Packung besteht. PFC-freie Produkte können Sie an den Kennzeichnungen wie "PFC frei", "fluorcarbonfrei", "fluorfrei" oder "frei von Fluorcarbonen" auf der Verpackung erkennen.

Achtung: Es gibt auch Outdoorjacken, Imprägniersprays etc., die als „PFOA/PFOS-frei“ beworben werden. In diesem Fall werden nur diese beiden speziellen PFC ausgeschlossen, die Produkte müssen jedoch nicht frei von jeglichen PFC sein. Sie enthalten als Ersatz oft kurzkettige Fluorchemikalien, die zudem noch in höheren Konzentrationen eingesetzt werden müssen, wenn die gleiche Imprägnierwirkung erzielt werden soll. Auch diese sind langlebig und können den Menschen und das Grundwasser belasten und sind deshalb auch schädlich. 

Quellen:

Waschmittel-Pods / Mikroplastik

Das Thema Plastikmüllvermeidung hat mich dazu angeregt nachzufragen, aus welchem Material die Ummantelung der Waschmittel-Pods und –Liquid Caps besteht. Ich befürchte, dass es sich in der Waschmaschine in Mikroplastik auflöst ...? (07.06.2019)

Die Folie von vorportionierten Waschmittel Caps oder-Pods besteht aus einem biologisch abbaubaren, wasserlöslichen Kunststoff. Daher trägt sie nicht zur Mikroplastikbelastung des Abwassers bei.

Problematisch sind Liquidcaps vor allem, weil die Beißringen ähnelnden, bunt leuchtenden Waschmittel kleine Kinder verleiten hineinzubeißen. Dann kann der Inhalt in den Mund und in die Luft- und die Speiseröhre gelangen. Wegen solcher Unfälle müssen diese Waschmittel jetzt mit einem Bitterstoff versehen und in undurchsichtigen Verpackungen mit kindergesichertem Verschluss angeboten werden.

Die Stiftung Warentest kam außerdem zu dem Ergebnis, dass diese Waschmittel zwar teurer sind, in Bezug auf die Waschleistung aber nicht mit einem Pulver-Vollwaschmittel mithalten können, da sie kein Bleichmittel enthalten.

Quellen:

Wäscheduftperlen

Wie gefährlich sind Wäscheduftperlen, die gekennzeichnet sind mit „schädlich für Wasserorganismen mit langfristiger Wirkung“ und „kann allergische Reaktionen“ hervorrufen? (07.06.2019)

Duftprodukte für die Waschmaschine mit einer solchen Kennzeichnung belasten die Kläranlagen mit schwer abbaubaren Duftstoffen. Selbst natürlich vorkommendes Limonen, ein Duftstoff aus Zitrusfrüchten, ist biologisch schwer abbaubar, giftig für Wasserorganismen und kann Allergien auslösen. Umweltbelastend sind auch künstliche Moschusduftstoffe, die nicht nur schwer abbaubar sind, sondern sich auch im Fettgewebe und der Muttermilch nachweisen lassen.

Da Waschmittel ohnehin schon Duftstoffe enthalten, sind solche Duftzusätze für die Waschmaschine eine zusätzliche und unnötige Umweltbelastung. Für Menschen mit einer Veranlagung zur Allergie stellen diese Duftstoffe auf der Haut ein zusätzliches Risiko dar, sich zu sensibilisieren oder allergisch zu reagieren.

Quellen:

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