Nachhaltig leben im Revier: Neues Projekt startet

Pressemitteilung vom
Förderung von Bürgerengagement und nachhaltiger Entwicklung im Rheinischen Revier

Die Projektarbeit der Verbraucherzentrale NRW im Rheinischen Revier geht weiter: Am 1. Februar 2026 startet dank finanzieller Förderung des Bundesumweltministeriums (BMUKN) und des Landes Nordrhein-Westfalen „Nachhaltig leben im Revier“. Das Projekt zielt darauf ab, die Menschen aktiv in den Prozess der nachhaltigen Entwicklung des Rheinischen Reviers einzubeziehen und knüpft damit an die Aktivitäten des Vorgängerprojekts „MehrWertRevier“ an. Vorgesehen sind unter anderem Angebote im Rahmen der Landesgartenschau in Neuss, ein großes Bürgerwissenschaftsprojekt zum Thema Biodiversität, Nachhaltigkeits-Challenges für junge Leute sowie der Aufbau eines Netzwerks lokaler Nachhaltigkeits-Initiativen.

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„Wir freuen uns sehr, dass wir die erfolgreiche Arbeit von ,MehrWertRevier‘ fortsetzen können, mit dem wir seit Frühjahr 2023 in der Region aktiv und präsent waren”, sagt Dr. Martin Kuhne, Bereichsleiter Ernährung und Umwelt. Unter anderem hatte das Team der Verbraucherzentrale NRW eine Wanderausstellung zu nachhaltigem Konsum an 24 Orten im Rheinischen Revier gezeigt, drei Citizen Science-Vorhaben durchgeführt, Gründungscoachings für Reparatur-Cafés und Gemeinschaftsgarten angeboten, Schulprojekte initiiert und zahlreiche Workshops und Vernetzungstreffen organisiert. Mit spielerischen Aktionen war „MehrWertRevier“ außerdem bei Stadtfesten und anderen Anlässen präsent und lud zum Mitmachen ein. Fünf Botschafter:innen arbeiteten vor Ort von den Beratungsstellen der Verbraucherzentrale aus und brachten sich in Netzwerke und Kooperationen auf lokaler und Kreisebene ein.

Im Mittelpunkt von „Nachhaltig leben im Revier“ stehen nun die Themenbereiche Ressourcenschonung, Biodiversität, Ernährung und Mobilität. „Zu diesen Themen setzen wir Angebote in den Bereichen Bildung, Bürgerforschung, Engagement und Verbraucherinformation um“, erklärt Projektleiter Dr. Jonas Grauel.

Bildungsangebote für Kinder und Jugendliche

Bei der Bildung setzt das Projekt gezielt auf Schulen und Einrichtungen, die bislang wenig Möglichkeiten hatten, eigene Nachhaltigkeitsprojekte umzusetzen. Besonders im Fokus stehen Haupt-, Real-, Gesamt- und Berufsschulen, die durch praxisorientierte Initiativen wie den Bau von Hochbeeten, Reparaturaktionen oder Clean-Up-Aktionen konkrete Schritte in Richtung einer nachhaltigen Lebensweise gehen. Ein weiterer Bestandteil des Projekts ist ein Wettbewerb, bei dem Kinder und Jugendliche in Teams oder einzeln an Challenges zu Themen wie Mobilität, Ernährung und Biodiversität teilnehmen können. Die besten Teams werden mit einem Preisgeld ausgezeichnet.

Citizen Science: Gemeinsame Forschung auf einem Modellacker

Ein weiteres Highlight des Projekts ist die geplante Bürgerwissenschafts-Initiative „Vom Acker bis zum Teller“. In Zusammenarbeit mit dem Institut für Verbraucherwissenschaften (IfV) der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf werden Bürger:innen in die Forschung zur Biodiversität im Ernährungssystem eingebunden. Sie sammeln auf einem Modellacker eigene Daten und führen Anbauversuche durch, um gemeinsam mit Wissenschaftler:innen Lösungen zu erarbeiten, wie Biodiversität im Ernährungssystem verständlicher und alltagsrelevanter vermittelt werden kann.

Netzwerk für lokale Nachhaltigkeits-Initiativen

Das Rheinische Revier ist bereits Heimat von mehr als 100 lokalen Initiativen, die sich für Ressourcenschonung und nachhaltige Lebensstile einsetzen. Im Rahmen des Projekts „Nachhaltig leben im Revier“ wird ein Netzwerk von engagierten Bürger:innen und Initiativen aufgebaut, das durch regelmäßige Veranstaltungen wie Barcamps und Workshops gestärkt wird. Durch die Zusammenarbeit mit Migrant:innenselbstorganisationen (MSO) soll zudem das Engagement von Menschen mit Migrationshintergrund gefördert werden.

Praktische Tipps für einen nachhaltigen Alltag

Das Projekt möchte den Bürger:innen im Rheinischen Revier auch bei der Umsetzung eines nachhaltigeren Konsumverhaltens im Alltag zur Seite stehen. Mit vielfältigen Maßnahmen, wie der Präsenz auf der Landesgartenschau 2026 in Neuss, bei der nachhaltige Garten- und Ernährungspraktiken vorgestellt werden, sollen die Menschen praktische Hilfestellungen und Inspiration erhalten. Zudem wird das Projekt weiterhin mit Aktionsangeboten zu den Themen Ressourcenschonung, Mobilität und nachhaltige Ernährung bei passenden Anlässen in den Kommunen präsent sein.

Das Projekt „Nachhaltig leben im Revier“ wird im Rahmen des Förderprogramms „Kommunale Modellvorhaben zur Erreichung der ökologischen Nachhaltigkeitsziele in Strukturwandelregionen“ (KoMoNa) durch das Bundesumweltministerium (BMUKN) sowie das Land Nordrhein-Westfalen gefördert. Projektlaufzeit: Februar 2026 – Dezember 2028

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