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FAQ Schadstoffe: Kleidung, Schuhe & Accessoires

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Ausschlag durch Uhrenarmband aus Leder

Seitdem ich ein neues Lederarmband an der Uhr habe, ist mein Handgelenk wund und gerötet. Woran kann das liegen? Wo kann ich das Armband untersuchen lassen? (07.06.2019)

Ob das Uhrenarmband für Ihre Hautreaktion verantwortlich ist, sollten Sie mit einem Arzt oder Allergologen klären. 

Leder kann unterschiedliche Allergene wie Chrom-VI oder Farbstoffe enthalten.

Chrom-VI wird immer wieder in chromgegerbtem Leder nachgewiesen und ist nach Nickel und Duftstoffen eines der häufigsten Kontaktallergene. Für Lederwaren mit Hautkontakt gilt ein gesetzlicher Grenzwert von 3 mg/kg. 

Sie können das Uhrenarmband dem örtlichen Lebensmittelüberwachungsamt melden. Es ist auch für die chemische Untersuchung von Bedarfsgegenständen mit Hautkontakt zuständig.

Wenn Sie eine Allergie gegen Chrom-VI haben, sollten Sie chromfreies, pflanzlich gegerbtes Leder bevorzugen oder auf andere Materialien als Leder ausweichen. Hersteller die pflanzlich gegerbtes Leder verwenden, werben in der Regel auch damit. Orientierung bietet auch das IVN Naturleder-Siegel: Es verbietet die Chromgerbung.

Quellen:

Bambus-Kleidung

Auf Ihren Internetseiten habe ich mit großem Interesse Ihren Artikel zu Coffee-to-go-Bechern aus Bambus gelesen. Mir sind in letzter Zeit häufiger Socken und andere Kleidungsstücke mit der Materialangabe „Bambus“ aufgefallen. Wie ökologisch und hautverträglich sind solche Textilien? (07.06.2019)

Aus Bambus lassen sich, wie auch aus anderem Holz, durch einen chemischen Prozess Viskosefasern gewinnen. Viskose, auch Rayon genannt, ist eine Faser auf Zellulose-Basis. In diesem Fall ist die Bezeichnung „Bambus“ oder „Bambus-Faser“ auf dem Etikett zur Faserzusammensetzung irreführend und gesetzeswidrig. Stattdessen müsste dort laut Textilkennzeichnungsverordnung die Bezeichnung „Viskose“ stehen. Aus Bambus wird zur Viskoseherstellung mit Chemikalien wie Natronlauge und Schwefelkohlenstoff eine spinnbaren Masse erzeugt, die keine Eigenschaften des ursprünglich verwendeten Holzes mehr hat. In Ländern mit geringen Umweltschutzauflagen führt eine solche Viskoseproduktion zu erheblichen Gesundheits- und Umweltschäden. In Europa werden umweltfreundlichere Verfahren wie der Lyocell-Prozess zur Produktion von zellulosebasierten Fasern eingesetzt.

Eine Faser ist nicht generell hautverträglich oder nicht. Zur Bewertung der Gesundheits- und Hautverträglichkeit kommt es auch darauf an, welche Chemikalien zur Produktion und zur Ausrüstung des Kleidungsstückes eingesetzt wurden. Schadstoffarme Textilien sind an Siegeln wie dem Global Organic Textile Standard oder Standard 100 von Oeko-Tex erkennbar.

Quellen:

Warnmeldung vor Azofarbstoffen im Kinder Shirt „LEGO® NINJAGO®“

Ich las heute im Internet zufällig eine Warnmeldung zu dem Kinder T-Shirt meines Sohnes. Was bedeutet "Der schwarze Druck (vorn/außen auf den Shirts) enthält einen gesundheitsgefährdenden Azofarbstoff, der den gesetzlichen Grenzwert überschreitet"? Was soll ich jetzt mit dem T-Shirt machen? (30.08.2019)

Bitte bringen Sie das Jungen Shirt „LEGO® NINJAGO®“ / Hersteller Kabooki A/S zurück in eine Ernsting’s family-Filiale. Laut Aussage von Ernsting's family auf ihrer Internetseite wird Ihnen der Kaufpreis dort auch ohne Vorlage des Kassenbons erstattet.

Einige Azofarbstoffe enthalten Bausteine, die als krebserregend eingestuft sind. Die Verwendung von Azofarbstoffen mit diesen krebserregenden Ausgangsstoffen ist verboten, weil diese im Körper gespalten und wieder freigesetzt werden können. Daher gibt es gesetzliche Grenzwerte, die nicht überschritten werden dürfen. Aus Vorsorgegründen sollte ihr Sohn das Shirt nicht weiter tragen.

Quellen:

Chrome-IV in Leder: Warnmeldung vor Mädchen-Sandalen von KiK (22.10.2019)

2019 wurden in dem europäischen Schnellwarnsystem RAPEX bereits 23-mal vor Lederprodukten wie Schuhen oder Arbeitshandschuhen wegen eines zu hohen Chrom-VI-Gehaltes gewarnt. Wenn man davon ausgeht, dass nur die Spitze des Eisberges bei der behördlichen Überwachung auffällt, werden häufiger Lederprodukte in den Geschäften sein, die die gesetzlichen Bestimmungen nicht einhalten.

Unter Lebensmittelwarnung.de wird vor Mädchensandalen der Firma KiK gewarnt:

https://www.lebensmittelwarnung.de/bvl-lmw-de/detail/bedarfsgegenstaende/46355

Wenn sie diese Sandalen gekauft haben, sollten Sie diese zurückgeben. Der Kaufpreis wird Ihnen erstattet.

https://www.lebensmittelwarnung.de/bvl-lmw-de/opensaga/attachment/b6d30229-2ce5-4f61-8b7b-5b3717674ca7/Kundeninfo+website+kik.docx

Chrom-VI wird immer wieder in chromgegerbtem Leder nachgewiesen und ist nach Nickel und Duftstoffen eines der häufigsten Kontaktallergene. Für Lederwaren mit Hautkontakt gilt ein gesetzlicher Grenzwert von 3 mg/kg. 

Wenn Sie bereits eine Allergie gegen Chrom-VI haben, sollten Sie chromfreies, pflanzlich gegerbtes Leder bevorzugen oder auf andere Materialien als Leder ausweichen. Hersteller, die pflanzlich gegerbtes Leder verwenden, werben in der Regel auch damit. Orientierung bietet auch das IVN Naturleder-Siegel: Es verbietet die Chromgerbung.

Schadstoff-Prüfsiegel z.B. des TÜV garantieren immerhin, dass die gesetzlichen Grenzwerte eingehalten werden.

Sie können Lederprodukte mit Hautkontakt dem örtlichen Lebensmittelüberwachungsamt melden, wenn Sie einen begründeten Verdacht haben, dass diese zu gesundheitlichen Beschwerden führen. Es ist auch für die chemische Untersuchung von Bedarfsgegenständen mit Hautkontakt zuständig.

Quelle:

https://ec.europa.eu/

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