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Frühbucherrabatte sind nicht immer Schnäppchen

Stand:

Das Wichtigste in Kürze:

  • Frühbucher-Angebote können trotz Rabattversprechen unterm Strich teurer sein als reguläre Preise einer Reise.
  • Vergleichen Sie die Leistungen unterschiedlicher Angebote.
  • Verlangen Sie im Reisebüro den günstigsten Preis. Sucht der Reisevermittler aus seinem Angebot nicht das günstigste heraus, muss er Ihnen nachträglich die Differenz erstatten.
Einem jungen Paar werden Flugtickets und Reiseunterlagen überreicht.
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Wer seinen Sommerurlaub früh bucht (oft bis Ende Februar), wird für seine Entscheidung oft mit allerlei Vergünstigungen belohnt. Zahlreiche Reiseveranstalter locken mit Frühbucherrabatten. Was auf den ersten Blick als Schnäppchen erscheint, entpuppt sich bei genauerem Hingucken jedoch oft als Schmalspurangebot, bei dem zusätzliche Kosten fällig werden. Deshalb sollten Sie nicht vorschnell buchen, sondern mit nachfolgenden Tipps mehrere Angebote vergleichen.

Rabatte sind freiwillige Leistungen

Ob Frühbucherrabatte gewährt werden, hängt vom jeweiligen Reiseveranstalter ab. Nachlässe oder Vergünstigungen können innerhalb eines Angebots jedoch unterschiedlich sein, etwa wenn ein Rabatt nur für bestimmte Unterkünfte eingeräumt wird.

Preisvergleich ist wichtig

Die einzelnen Posten eines Frühbucherangebots lassen sich nur bei gleichen oder ähnlichen Leistungen vergleichen. Legen Sie ihr Augenmerk hierbei nicht nur auf den Preis, sondern auch auf den Leistungsumfang: Enthält das Angebot den Transfer vom Flughafen zum Hotel oder eine All-Inclusive-Verpflegung?

Auch ein Vergleich mit anderen Anbietern kann sich lohnen: Viele Veranstalter bieten identische Leistungen an – etwa Flug und Unterkunft. Sie können bei einem Anbieter zum regulären Preis sogar günstiger sein als bei einem anderen zum reduzierten Preis. Gewährt der günstigere Anbieter zusätzlich noch einen Nachlass, kann der Preisvergleich unterm Strich eine Ersparnis von mehreren hundert Euro bringen.

Nach preisgünstigstem Angebot fragen

Wer keine Lust hat, in Katalogen oder auf Internetseiten nach Schnäppchen zu jagen, sollte im Reisebüro nach dem billigsten Angebot fürs jeweilige Traumziel fragen. Die Reisevermittler müssen für die Preisdifferenz geradestehen, wenn sie nicht die preisgünstigste Variante für das gewünschte Reiseziel aus ihrem Sortiment heraussuchen. Im Streitfall sollten Kunden – zum Beispiel mit Hilfe eines Zeugen – jedoch nachweisen können, dass sie sich nach dem billigsten Angebot erkundigt haben.

Unverbindliche Katalogpreise

Auf die Preisangaben im Katalog ist inzwischen kein Verlass mehr. Reiseveranstalter können die Preise nachträglich ändern. Auch hier müssen potenzielle Urlauber nach konkreten Kosten und möglichen Nachlässen fragen.

Preiserhöhungen auch nach Buchung möglich

Werden Trips länger als vier Monate vor Reisebeginn gebucht, können Veranstalter den Preis für Pauschalreisen im Nachhinein erhöhen. Nachträgliche Preiserhöhungen werden aufgrund einiger Urteile jedoch inzwischen bei Frühbucherangeboten kaum noch erhoben.

Reiserücktrittsversicherung ist sinnvoll

Bei frühzeitiger Buchung sollte in jedem Fall eine Reiserücktrittsversicherung abgeschlossen werden. Die Prämie dafür ist im Vergleich zu den hohen Stornierungskosten ein Klacks. Allerdings zahlt die Versicherung nur bei vertraglich vereinbarten Ereignissen wie etwa unerwarteten schweren Krankheiten, Schwangerschaft oder Todesfällen in der nächsten Familie.