Befragung zum Transportieren mit dem Fahrrad: Ergebnisse

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Die Verbraucherzentrale NRW wollte von Verbrauchern wissen: Was fehlt zum Durchbruch des Fahrrads als Transportmittel der Innenstädte?

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Zwar sind Lastenräder, Radanhänger oder Transporttaschen an Fahrrädern keine absoluten Exoten mehr. Aber den flächendeckenden Durchbruch als Transportmittel für die innerstädtische Alltagsmobilität hat das Rad in NRW noch nicht geschafft. Die Umweltberatung der Verbraucherzentrale wollte wissen, woran es hapert und hat knapp 750 Verbraucher/-innen in ganz NRW zum Transportieren mit dem Fahrrad befragt.

Für die Fahrt mit einem Lastenrad oder Anhänger sind vielen Bürgerinnen und Bürger extra ausgewiesene Radwege wichtig, denn diese bieten mehr Sicherheit. 62 Prozent der Befragten aus 18 NRW-Städten sagten, dass das Angebot an Radwegen in ihrer Stadt erweitert werden müsse. Dann wären sie bereit, das Fahrrad im Alltag öfter zum Transportieren von Kind, Hund und Großeinkauf einzusetzen. Besonders in Großstädten mit mehr als 100.000 Einwohnern ist der Bedarf groß. Hier gaben 72 Prozent an, dass sie sich mehr Radwege wünschen.

Auch die schlechte Qualität der existierenden Radwege ist für etliche Befragte ein Hinderungsgrund für eine Einkaufsfahrt mit dem Rad: Über 60 Prozent wünschen sich für den Einsatz von beladenen Fahrrädern einen besseren Zustand der Radwege und Radverkehrsstraßen. Gut jeder zweite Befragte vermisst zudem sichere Abstellmöglichkeiten für sein Rad.

Transporträder könnten etliche Autofahrten überflüssig machen

Das Interesse, ein Lastenrad auszuleihen, ist allerdings bei fast jedem fünften der Befragten da. Nur 10 Prozent schließen kategorisch aus, Lastentransporte auf zwei oder drei Rädern zu erledigen. Damit ist ein Großteil der Befragten offenbar bereit, sich mit der Alternative Lastenrad zu befassen oder sich selber eines anzuschaffen. Auf das (Zweit-)Auto verzichten wollen die Verbraucher allerdings auch bei guten Transportbedingungen mit dem Rad bisher nur selten. 12 Prozent der Befragten sagten, sie könnten sich vorstellen, ein Auto durch ein Rad zu ersetzen. In den Großstädten sind es immerhin schon 17 Prozent, die eine solche private Verkehrswende erwägen.

Sollten die oben benannten Hürden für den Radtransport aus dem Weg geschafft sein, können sich fast drei Viertel (73%) der Befragten vorstellen, auch den Wochenendeinkauf mit dem Rad statt dem Auto zu erledigen. Das Potenzial ist also gegeben, nicht nur die Menge der sprit- und abgasintensiven - und somit besonders klimaschädlichen - Pkw-Kurzstreckenfahrten zu verringern, sondern auch die Anzahl der Pkw, die parkend die Städte verstopfen.

Die Umweltberatung der Verbraucherzentrale NRW hat zu den Deutschen Aktionstagen Nachhaltigkeit im Juni in 18 Städten Verbraucherinnen und Verbraucher zum Transportieren mit dem Fahrrad informiert. Hierzu wurden an Informationsständen Lastenräder, Fahrradanhänger und andere Transportsysteme gezeigt und dazu beraten. Verbraucher/-innen und Verbraucher konnten sich im Rahmen dieser Aktion an einer Umfrage beteiligen.

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