"+1": Initiative "Flüchtlinge mitnehmen"

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Mit einem einfachen Button können Kunden in einigen Städten in NRW zu erkennen geben, dass sie bereit sind, Flüchtlinge kostenlos auf ihrer Fahrkarte mitzunehmen. Wir erläutern, was für die gemeinsame Fahrt zu beachten ist, damit es bei der Kontrolle nicht zu bösen Überraschungen kommt.

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Button der Initiative Flüchtlinge mitnehmenUnter dem Titel "Flüchtlinge mitnehmen" wirbt eine Initiative für bürgerschaftliches Engagement im öffentlichen Personennahverkehr in den Städten Essen, Duisburg, Bochum, Gelsenkirchen, Dortmund, Witten, Hattingen, Wuppertal, Mülheim, Köln, Geldern und Herne. Erkennungszeichen ist ein Button mit dem Symbol "+1". Nahverkehrskunden, deren Fahrkarte eine Mitnahmemöglichkeit beinhaltet, können sich einen solchen Button besorgen und gut sichtbar an die Kleidung heften. Damit geben sie zu erkennen, dass sie bereit sind, Flüchtlinge kostenlos auf ihrer Fahrkarte mitzunehmen. Die Aktion wird gefördert von der Caritas, Bistum Essen und YoungCaritas sowie der Bochum-Gelsenkirchener Straßenbahnen AG. Nähere Informationen zu der Initiative gibt es unter http://fluechtlinge-mitnehmen.de.

Das Aktionsgebiet liegt im Verkehrsverbund Rhein Ruhr. Dort ist eine Mitnahme werktags ab 19 Uhr und am Wochenende ganztägig innerhalb des Geltungsbereichs des jeweiligen Tickets tariflich erlaubt mit den Tickets Ticket2000, YoungTicketPlus, BärenTicket, FirmenTicket und SemesterTicket.

Regeln für die Mitnahme von weiteren Fahrgästen auf dem eigenen Ticket:

  • Eine Mitnahme ist zulässig, wenn die Fahrt gemeinsam angetreten wird.
  • Die Mitnahme muss vor Fahrtantritt abgesprochen sein. Zum Zeitpunkt der Kontrolle ist eine Vereinbarung zur Mitnahme nicht mehr möglich
  • Ticketinhaber und Mitgenommener müssen sich die ganze Reisezeit über im gleichen Fahrzeug und in der Nähe aufhalten.
  • Der Mitgenommene darf zwar früher aussteigen als der Ticketinhaber, nicht aber über dessen Ausstiegshaltestelle hinaus fahren.
  • In Stadtbahnanlagen darf man sich nur mit einem gültigen Ticket aufhalten.

 

Sollte es zu Unstimmigkeiten oder Schwierigkeiten kommen, kann man sich an die Schlichtungsstelle Nahverkehr wenden.