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kMiA: Kein Müll ins Abwasser!

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Aktion zum Abwasser in Brühl
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"Ich sehe was, was Du nicht siehst - kein Müll ins Abwasser“ unter diesem Motto wollen die Umweltberatung der Verbraucherzentrale und der Bürgermeister der Stadt Brühl im Rahmen der Europäischen Woche der Abfallvermeidung auf die Folgen der fälschlicherweise über das WC oder den Abfluss entsorgten Abfälle aufmerksam machen. Unterstützt wird die Aktion vom Fachbereich Tiefbau und dem lokalen Entsorgungsbetrieb. Das landesweite Projekt wird durch das Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes NRW gefördert und mit der Kampagnen-Homepage www.kmia.de begleitet.

Das Abwasser muss vieles schlucken, bevor das kühle Nass aus der Kanalisation wieder als genussvolles und gesundes Trinkwasser aus dem Hahn fließt: Feuchttücher, Medikamente, Essensreste und Chemikalien – mal fest, mal flüssig – landen kurzerhand über die Toilettenspülung in der Kanalisation. Folgen der falschen Entsorgung sind erhöhte Kosten z. B. für die Bekämpfung von Ratten oder die Filterung und Beseitigung schwer abbaubarer Abfälle im Klärwerk. In Brühl müssen z.B. zur Rattenbekämpfung jährlich ca. 45.000,00 € investiert werden, um den Befall im Kanalnetz auf ein überschaubares Maß reduzieren zu können.

Für die öffentlichkeitswirksame Ansprache der Bevölkerung haben sich die Stadt Brühl und die Umweltberatung der Verbraucherzentrale eine etwas andere Ansprache der Brühler Bürgerinnen und Bürger in zeitlich versetzten Modulen gewählt: Zunächst wurden am 19. und 20.11.2018 etwa 40 Kanaldeckel mit Leuchtfarbe in belebten Straßen mit dem Rätselspruch, „Ich sehe was, was Du nicht siehst“ besprüht. Begleitend dazu wurden themenbegleitende Aktionsplakate im Stadtgebiet verteilt. Es sollte bewusst keine Antwort auf die Frage gegeben werden. Ziel ist es, die Bürgerinnen und Bürger zunächst zu irritieren und zum Nachdenken anzuregen, was sich so alles an schwer abbaubaren Fremdstoffen in der Unterwelt der Kanalisation tummelt.

Das heutige Pressegespräch dient dazu, das Rätsel und die verschiedenen Einzelaktionen aufzulösen und in Zusammenhang zu bringen. Zum gleichen Zeitpunkt wird die Aktion noch von einem weiteren „Eyecatcher“ belebt: eine „Entendemonstration“ vor der Beratungsstelle/ Kaufhof, bei der gelbe Plastikenten mit beschriebenen Plakaten die Problemlage des Themas zusätzlich auf witzige Art und Weise aufgreifen.

Aktion in Brühl
von rechts: Bürgermeister Dieter Freytag, Michael Schulz, Fachbereichsleiter Tiefbau, Christoph Reuter, Stadtservicebetrieb Brühl AöR (Abfall), Rüdiger Waldschmidt, Leiter der Beratungsstelle Brühl,  Astrid Mühlenbrock, Umweltberatung

 

Aktion in Brühl

 

Aktion in Brühl

 

Sprühaktion in Brühl