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Düsseldorfer Integrationspreis fürs Projekt "Get In"

Stand:
Zehn Personen stehen in zwei Reihen.

3. Platz beim Integrationspreis der Landeshauptstadt Düsseldorf: "Get In"-Projektleiterin Ingrid Majid (Mitte) und ihre Kolleginnen bei der Preisverleihung.

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Der Lions Club Düsseldorf-Karlstadt und die Landeshauptstadt Düsseldorf haben am Mittwoch, 28. November, zum fünften Mal den Integrationspreis für herausragende Leistungen zur Förderung gesellschaftlicher Vielfalt vergeben. Stadtdirektor Burkhard Hintzsche und Dr. Wolf Wagner, Vorsitzender des Hilfswerkes des Lions Clubs Düsseldorf-Karlstadt, nahmen gemeinsam im Düsseldorfer Rathaus die Preisverleihung vor. Der Lions Club Düsseldorf-Karlstadt unterstützt den Düsseldorfer Integrationspreis mit Preisgeldern von insgesamt 10.000 Euro. Zwei zusätzliche Sonderpreise in Höhe von insgesamt 6.000 Euro werden durch das Landesprogramm KOMM-AN NRW gefördert.

"Wir haben das Thema Integrationsarbeit bewusst als einen Schwerpunkt in unserer Arbeit gewählt. Es stellt eine wichtige Zukunftsaufgabe dar, die wir weiter fördern werden", erläutert Dr. Lambert Pechan, Präsident des Lions Club Düsseldorf-Karlstadt. "Für die Jury war es wichtig, dass die Projekte über eine gelungene Einzelmaßnahme hinausgehen und nachhaltig zur Weiterentwicklung der Einrichtung beitragen. Ziel ist eine interkulturelle Öffnung", erklärt Stadtdirektor Burkhard Hintzsche. "Es wurde intensiv darüber diskutiert, welche Projekte erfolgversprechende Ansätze bieten."

Der dritte Preis in Höhe von 2.000 Euro geht an die Verbraucherzentrale NRW in Düsseldorf. Im Rahmen des Projektes "Get in! Integration geflüchteter Menschen in den Konsumalltag" werden haupt- und ehrenamtliche Multiplikatoren für die Arbeit mit Geflüchteten geschult. Im Mittelpunkt stehen praktische Fragen und Hinweise zum Verbraucherschutz. Hierbei arbeitet die Verbraucherzentrale mit Integrationskursträgern und Flüchtlingsunterkünften zusammen. Mit insgesamt 70 Veranstaltungen alleine am Standort Düsseldorf wurden rund 800 Multiplikatoren erreicht.

Der zweite Preis mit 3.000 Euro wird an die Diakonie Düsseldorf vergeben. Das Projekt "Stadtteilmütter" des Stadteilladens Flingern wurde für sein zehnjähriges Engagement in der Arbeit mit Neuzugewanderten ausgezeichnet. Die Stadtteilmütter verfügen selber über Migrationserfahrung und nehmen eine Vorbildfunktion ein. Sie fungieren als niedrigschwellige Anlaufstelle im Stadtteil und stehen mit praktischen Tipps zur Seite. Durch die erste Orientierung bieten sie einen guten Einstieg in die neue Stadt.

Den ersten Preis in Höhe von 5.000 Euro erhält das Elly-Heuss-Knapp-Berufskolleg für seine wertschätzende Anerkennungskultur. Unter dem Motto "viele Gesichter – eine Elly" wurden zahlreiche Einzelaktionen gebündelt und in ein flächendeckendes Schulprogramm aufgenommen. Seit 2016 ist die Schule außerdem dem Landesprogramm "Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage" beigetreten. Schulungen des gesamten Kollegiums zu Themen wie "Umgang mit Vielfalt" oder "sprachsensibler Unterricht" stellen eine Selbstverständlichkeit dar und verdeutlichen den Wert, den die Schule insgesamt der Förderung von Vielfalt beimisst.

Aus Mitteln des Landesprogramms KOMM-AN NRW werden zwei Sonderpreise in Höhe von je 3.000 Euro vergeben. Hiermit werden Projekte gewürdigt, die in besonderer Art und Weise Selbstorganisationspotenziale von Neuzugewanderten, insbesondere Flüchtlingen, fördern.

Mit einem der Sonderpreise wurde das Projekt "Interkultur-Coaches für die Kinder- und Jugendarbeit" des Jugendrings ausgezeichnet. Im Rahmen dieses Projektes wurden geflüchtete Jugendliche für die Jugendverbandsarbeit qualifiziert. Sowohl die geschulten Jugendlichen als auch die beteiligten Jugendverbände bilden sich dabei zu Themen wie interkultureller Kompetenz weiter. Die gezielte Einbindung von geflüchteten Jugendlichen in die gestaltenden Strukturen der Jugendverbandsarbeit verspricht nachhaltige Erfolge.

Der zweite Sonderpreis ging an die Aidshilfe Düsseldorf e.V. für ihr Projekt "You're Welcome – Mashallah". Das Projekt bietet ein Gruppenangebot sowie Beratung für Geflüchtete mit homosexuellen Beziehungen. Eine Teilnahme an der Gruppe stärkt diese Zielgruppe und verbessert ihr Gesundheitswissen. Innerhalb der Gruppe wird ein wertschätzender Umgang mit Vielfalt gelebt.

Stadtdirektor Burkhard Hintzsche bedankt sich bei den Preisträgern herzlich für ihr Engagement. "Die Landeshauptstadt Düsseldorf verpflichtet sich mit ihrem gesamtstädtischen Integrationskonzept, gleiche Teilhabechancen für alle Einwohnerinnen und Einwohner zu realisieren. Auch Einrichtungen, deren genuine Kernaufgabe nicht aus Integrationsarbeit im engeren Sinne besteht, überzeugen durch ein herausragendes Engagement bei der Schaffung einer Anerkennungskultur." Dr. Wolf Wagner, Vorsitzender des Hilfswerkes des Lions Club Düsseldorf-Karlstadt, betont, dass die prämierten Projekte die Werte einer demokratischen Gesellschaft für alle Beteiligten erlebbar machen.