Menü

Irreführende Werbung für Elektroheizungen

Stand:

OLG Stuttgart vom 23.05.2013 (2 U 194/12), LG Ravensburg vom 22.11.2012 (7 O 66/12)

Off

Gegen die Werbung eines Anbieters von elektrischen Heizgeräten aus Baden-Württemberg hat sich die Verbraucherzentrale (VZ) NRW erfolgreich durchgesetzt. Per einstweiliger Verfügung untersagte das Oberlandesgericht (OLG) Stuttgart dem Unternehmen damit zu werben, mit Elektroheizungen sei der Heizbedarf kostengünstiger zu decken als mit Öl- und Gasheizungen, indem der Preis für Strom pro Kilowattstunde den Preisen für Erdgas in Kubikmetern und für Erdöl in Litern gegenübergestellt wird.

Diesen Anschein erweckte das Unternehmen insbesondere durch ein Werbediagramm in einer Hauswurfsendung, welches die Preisentwicklung verschiedener Energieträger aufzeigte. Diese Darstellung führte zu einem "verzerrten Bild", urteilten die Richter am OLG Stuttgart.

Das Landgericht Ravensburg hatte die Werbung in erster Instanz nicht moniert (Az. 7 O 66/12). Gegen dieses Urteil legte die VZ NRW nun erfolgreich Berufung beim OLG Stuttgart ein. Das Unternehmen hat das Urteil vom OLG Stuttgart (Az. 2 U 194/12) abschließend anerkannt.