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Womit 2017 zu rechnen ist

Pressemitteilung vom

Womit 2017 zu rechnen ist: Verbraucherzentrale NRW hat die wichtigsten Änderungen im Überblick

Aus Stufen werden Grade – neue Kriterien bei der Beurteilung von Pflegebedürftigkeit sorgen 2017 dafür, dass mehr Betroffene Leistungen erhalten. Aufschläge fürs Telefonieren, Surfen und Simsen aus dem EU-Ausland werden Geschichte: Ab 15. Juni fallen die Kosten fürs Roaming weg. Erstmals steigt zum 1. Januar der Mindestlohn: von 8,50 auf 8,84 Euro pro Stunde. Außerdem: Ab 1. Juli können Kassenpatienten ihren Doktor auch online in einer Videosprechstunde konsultieren. Was sich für Verbraucher 2017 alles ändert, hat die Verbraucherzentrale NRW jetzt aktuell zusammengestellt.

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Alle Jahre wieder: Die Beitragsbemessungsgrenzen für die Kranken- und Pflegekasse sowie in der Rentenversicherung steigen. Und der Beitrag zur gesetzlichen Pflegeversicherung wird angehoben: von 2,25 auf 2,55 Prozent (Kinderlose: 2,8 Prozent). Hartz IV-Bezieher bekommen ab 1. Januar mehr: Je nach Bedarfssatz zwischen 5 und 21 Euro. Auch Trennungskindern steht ein Plus ins Haus – weil der Betrag, über den Vater oder Mutter unangetastet verfügen können, aber unverändert bleibt, wird so weniger Geld für deren eigene Bedürfnisse übrig bleiben. Wer im nächsten Jahr einen Vertrag über eine Kapitallebens- oder Rentenversicherung abschließt, muss sich mit einem Garantiezins im Rekordtief von 0,9 Prozent begnügen.

Ab 1. September wird neuen Staubsaugern die Watt-Leistung fast halbiert: Statt bislang mit 1.600 Watt für Sauberkeit zu sorgen, sind dann nur noch maximal 900 Watt erlaubt. Neu installierte Holzheizungen müssen ab 1. April hinsichtlich Effizienz und Ausstoß von Abgasen Auflagen erfüllen. Neu zugelassen werden ab 1. Januar nur noch Motorräder, die die Euro-4-Norm erfüllen – also weniger Schadstoffe auspusten und leiser sind.

Ob via Kabel oder Antenne: beim Fernsehempfang müssen Verbraucher sich auf Umstellungen einstellen. So schaltet der Kabelnetzbetreiber Unitymedia den analogen Kabelempfang zum 1. Juli ab. In Ballungsräumen kommt das digitale Antennenfernsehen DVB-T2 – mit HD-Qualität und Ausgaben für ein neues Empfangsteil. Am 29. März 2017 wird auf den "hochauflösenden" Standard um- und die bisherige DVB-T-Übertragung dort alsbald eingestellt.

Gaunereien mit falschen Fuffzigern will die Europäische Zentralbank mit dem geänderten 50-Euro-Schein ab 4. April 2017 beikommen. "Ab ins Depot!" heißt es für am Bankschalter erworbene Fondsanteile, die sogenannten Tafelpapiere. Denn ansonsten können sie ab dem Jahreswechsel nicht mehr gehandelt werden.

Die neue Flexi-Rente soll den Übergang vom Erwerbsleben in den Ruhestand variabler gestalten. Junge Talente können sich über ein finanziell besser gepolstertes Stipendium zur Weiterbildung freuen. Und ein renoviertes Gesetz bringt Verbesserungen beim Schutz von Schwangeren und jungen Müttern. Außerdem: Im EU-Raum werden Geschirrspülpulver und -tabs mit Phosphat verbannt.

Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung wiedergibt.