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Vorbildliche Verbraucherbildung: Fünf Schulen in NRW ausgezeichnet

Pressemitteilung vom

Vorbildliche Verbraucherbildung
Fünf Schulen in NRW ausgezeichnet

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Durch Lernen fitwerden fürs Leben – die Leitlinie der Verbraucherbildung wird permanent an Alltagsfragen deutlich: Wie kann ich ohne Schulden mit dem Einkommen gut auskommen, Nutzen und Gefahren der digitalen Welt erkennen und voneinander unterscheiden, mich gesund und genussvoll ernähren, im persönlichen Mikrokosmos zum globalen Klimaschutz beitragen und beim Einkauf sinnvoll Preise und Angebote vergleichen: Immer mehr Schulen behandeln Themen mit dem Schwerpunkt Verbraucherbildung im Unterricht, um junge Menschen mit den Herausforderungen im Konsumalltag vertraut und sie bei eigenen Ansprüchen und Belangen kompetent und durchsetzungsfähig zu machen. Fünf Schulen in Nordrhein-Westfalen, die sich im vergangenen Schuljahr in besonderer Weise für die Erarbeitung und Vermittlung von grundlegenden Alltagskompetenzen im Unterricht und im Schulleben stark gemacht haben, hat NRW-Schulministerin Yvonne Gebauer gemeinsam mit NRW-Verbraucherzentralenvorstand Wolfgang Schuldzinski und Vera Fricke, Leiterin Stabsstelle Verbraucherbildung beim Verbraucherzentrale Bundesverband, heute ausgezeichnet. Die bundesweit vergebene Auszeichnung „Verbraucherschule“ wurde vom Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) vor zwei Jahren ins Leben gerufen und heute zum zweiten Mal vergeben.

Ministerin Gebauer lobte das Engagement der ausgezeichneten Schulen und erklärte: „Junge Menschen brauchen ökonomisches Verständnis und Verbraucherkompetenzen, um in einer globalisierten und digitalisierten Welt ein selbstbestimmtes Leben führen zu können. Deshalb wird die Landesregierung die ökonomische Bildung an allen weiterführenden Schulformen vertiefen. Die ausgezeichneten Schulen zeigen schon heute vorbildlich, wie die Stärkung von Alltags- und Verbraucherkompetenzen unter ganz unterschiedlichen Voraussetzungen gelingen kann. Ich würde mich freuen, wenn viele weitere Schulen diesem Beispiel folgen.“

NRW-Verbraucherzentralenvorstand Wolfgang Schuldzinski betont die Verbraucherbildung als wichtigen Bestandteil für die selbstständige Alltagsgestaltung: „Wer bereits in der Schule lernt, woran Fallstricke des Verbraucheralltags erkannt und wie sie erfolgreich umgangen oder gelöst werden können, wird sich später besser in unübersichtlichen Konsum- und Vertragswelten zurechtfinden.“ Aus diesem Grund unterstützt die Verbraucherzentrale NRW als anbieterunabhängige Kooperationspartnerin Schulen mit lebensnahen Bildungseinheiten und Unterrichtsmaterialien sowie mit einem Fortbildungsangebot für Multiplikatoren bei der Umsetzung der vielfältigen Themenbereiche der Verbraucherbildung.“

„Die heutige Auszeichnung ist ein Ansporn für Schulen auch über die Grenzen Nordrhein-Westfalens hinaus, diesem Vorbild zu folgen und sich dafür stark zu machen, dass Verbraucherbildung vermehrt im Unterricht Einzug hält“, erläutert Vera Fricke, Leiterin Stabsstelle Verbraucherbildung beim vzbv, die Beteiligung des Dachverbandes.

Die Auszeichnung „Verbraucherschule Gold“ für vorbildliche und fächerübergreifende Einbettung der Verbraucherbildung im Schulcurriculum sowie in vielfältiger Form im Unterricht erhalten zwei Förderschulen. In der Ruth-Cohn-Schule in Arnsberg ergänzen sich die Themenbereiche Nachhaltigkeit und Wirtschaft in der von Schülerinnen und Schülern organisierten Schülerfirma „Happy Things“, in der umweltfreundlich produzierte Produkte verkauft werden. Bereits zum zweiten Mal wird die Max-Wittmann-Schule in Dortmund ausgezeichnet. Das Führen eines eigenen Haushalts wird mit einer eigens eingerichteten Modellwohnung in der Schule mit dem Ziel erlernt, Schülerinnen und Schüler auf ein selbstständiges Leben vorzubereiten.

Mit der Auszeichnung „Verbraucherschule Silber“ werden drei Schulen gewürdigt, die Verbraucherbildung erfolgreich jeweils in eigenen Projekten umgesetzt haben. Der kundige Umgang mit digitalen Medien sowie die Auseinandersetzung mit Werbestrategien gehören für die Bodelschwinghschule in Warendorf zu festen Themen auf den Stundenplan. Mit dem Thema Nachhaltigkeit beschäftigen sich die Schülerinnen und Schüler der Gemeinschaftshauptschule Niederpleis in Sankt Augustin bei der Neugestaltung des Schulgeländes, indem unter anderem Dachflächen für Kräuteranbau genutzt werden. In der Städtischen Fröbelschule in Arnsberg lernen die Schülerinnen und Schüler, wie einfach und lecker gesunde und nachhaltige Ernährung sein kann.

Bundesweit zeichnet der Verbraucherzentrale Bundesverband 32 Verbraucherschulen in 13 Bundesländern aus. Die Auszeichnung wird durch die Deutsche Stiftung Verbraucherschutz gefördert. Kurzporträts der ausgezeichneten Verbraucherschulen gibt es im Internet unter www.verbraucherbildung.de/verbraucherschule/ausgezeichnete-schulen.

Für weitere Informationen:
Verbraucherzentrale NRW: Marit Buddensiek
Tel. (0211) 38 09-266, bildung@verbraucherzentrale.nrw
Verbraucherzentrale Bundesverband: Nicole Tuletz
Tel. (030) 25 800-134, verbraucherschule@vzbv.de

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